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Moin liebe Leute,

in dieser Ausgabe geht es unter anderem um ein neues Gesicht in unserem Team, eine spannende Veranstaltung zum Thema Fair Pay und wichtige Informationen der Beratungsstelle "Kultur macht stark".

Viel Spaß beim Lesen!

Tschüssi und viele Grüße,

vom Stadtkultur-Team

Unsere Klimaschutzkoordinatorin

"Ich bin Lovisa und die neue Klimaschutzkoordinatorin bei Stadtkultur Bremen. Zuletzt war ich bei der UNO tätig, wo ich über die letzten zehn Jahre zu Themen der Nachhaltigkeit und Klimaschutz gearbeitet habe. Unter anderem habe ich die jährliche Klimabilanz für das UN-System koordiniert und durchgeführt. Jetzt freue ich mich sehr, Kultureinrichtungen und -Akteure hier in Bremen in deren Klimaarbeit zu unterstützen und die Klimaschutzkoordination über die nächsten vier Jahre zu gestalten.
Foto: Lovisa Adolphi
2020 bin ich nach Bremen gezogen, genau während Corona, als alles noch zu war. Seitdem hat sich Bremen für mich als eine lebendige Stadt mit einer aktiven Kulturszene erschlossen, und ich habe immer noch den Eindruck, es gibt viel mehr zu entdecken. In meiner Freizeit bin ich gerne mit meiner Familie in Museen und Ausstellungen unterwegs, singe im Chor und kämpfe einen ungleichen Kampf gegen das Unkraut im Kleingarten. Am allerliebsten fahre ich aber raus in die Natur und bin immer auf der Suche nach neuen schönen Wanderwegen rund um Bremen."

Kulturpolitik

Fair Pay im Kulturbereich: Das Hamburger Modell
Veranstaltung am 12.11.26 // 16-20 Uhr // Schlachthof

Wie können bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung in der freien Kultur
strukturell verankert werden?
Wie wir schon mehrfach berichtet haben, hat Hamburg hier mit der Neubewertung von Stellen in der Stadtteilkultur und einer zusätzlichen strukturellen Förderung einen wichtigen Schritt gemacht:
seit Jahren kämpften Stadtkultur Hamburg und das Bündnis KulturWert für eine
faire Bezahlung der Beschäftigten in Stadtteilkulturzentren, Bürgerhäusern und
Geschichtswerkstätten. Mit Erfolg: Im Rahmen eines mehrjährigen Prozesses wurden mehr als 200 Stellen neu bewertet. Rund 65 Prozent der Stellen werden höher eingruppiert. Dafür stellt Hamburg jährlich rund eine Million Euro an zusätzlicher struktureller Förderung bereit. Die neue, am Tarifvertrag der Länder (TV-L) orientierte Gehaltsstruktur ist ein wichtiger Schritt hin zu besseren Arbeitsbedingungen und einer nachhaltigen Stärkung der Stadtteilkultur.
Doch wie ist dieser Erfolg zustande gekommen? Wie entwickelte sich die Kampagne, wer war daran beteiligt und wie gelang es, die Forderungen in politische Entscheidungen und konkrete Verbesserungen zu überführen?

Dies möchten wir uns mit Euch zusammen anschauen und laden herzlich zu unserer Veranstaltung ein: „Fair Pay im Kulturbereich: Das Hamburger Modell“ am Donnerstag, 12. November 2026 von 16 bis 18 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof, Saal Maschinenhaus.

Corinne Eichner, Geschäftsführerin von Stadtkultur Hamburg, wird dabei über die Entstehung und den Verlauf der Kampagne sowie über die Erfahrungen aus dem gemeinsamen Einsatz für Fair Pay berichten. René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Hamburger Grünen und Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, beleuchtet die kulturpolitischen Prozesse und das Zusammenspiel von Kampagne, Parteien und Politik.
Im Anschluss wollen wir gemeinsam diskutieren: Was lässt sich aus den Hamburger
Erfahrungen lernen? Welche Voraussetzungen braucht es, um vergleichbare Verbesserungen zu erreichen? Und was bedeutet das Hamburger Modell für Bremen?

Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte aus der Kulturszene, der Kulturpolitik und der Kulturverwaltung. In einem modifizierten Fishbowl-Verfahren sind alle Teilnehmenden eingeladen, ihre Perspektiven und Erfahrungen in die Diskussion einzubringen.

Moderation: Dr. Thomas Hartmann (Geschäftsführer Stadtkultur Bremen) und
Rebecca Gefken (Geschäftsführerin belladonna und Vorständin Stadtkultur Bremen)

Gebt uns bitte kurz per E-Mail an info@stadtkulturbremen.de Bescheid, ob Ihr dabei seid. So können wir die Veranstaltung im Schlachthof besser vorbereiten.

Eine Veranstaltung von Stadtkultur Bremen e.V. – Dachverband der freien Bremer Kultureinrichtungen und Landesverband Soziokultur Bremen

Kulturfenster

In dieser Rubrik lernt ihr verschiedene Menschen aus unseren Einrichtungen kennen.
Dieses Mal haben wir Angelina Kluge und Benjamin Moldenhauer (Redaktion zett, Kulturzentrum Schlachthof e.V.) drei Fragen gestellt:
Was verbirgt sich hinter der zett
und was macht sie für euch besonders?
Die zett ist das kostenlose Magazin des Kulturzentrum Schlachthof für Bremen. Was einst als Zeitung über die Stadtkultur entstand, erscheint seit 2026 in neuem Gewand: frisch relauncht, aber fest verwurzelt in einer jahrzehntelangen Tradition. Alle zwei Monate bündelt die zett Artikel, Gesichter und Momente aus dem Bremer Kulturleben – von Veranstaltungen, über Kulturorte bis hin zu den Menschen, die diese Stadt prägen.

Foto: Angelina Kluge

Das Besondere an der zett ist nicht nur, was drinsteht, sondern auch wie sie entsteht. Menschen können bei der zett damit beginnen, ihre Texte zu veröffentlichen. Und das in einem Redaktionszusammenhang, mit allem, was dazugehört: gemeinsam Ideen sammeln, Textideen entwickeln, über die Texte sprechen. Ganz im Sinne eines soziokulturellen Angebots geht es darum, Teilhabe zu ermöglichen und gemeinsam eine Zeitung zu gestalten, die wirklich aus der Stadt kommt.
Welche Bremer Kulturevents besucht ihr gerne?
Angelina: Besonders gerne besuche ich Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und die Filmkunsttheater – querbeet durch alle kleinen und großen Kulturinstitutionen, die Bremen zu bieten hat. Die Breminale ist natürlich auch jedes Jahr Pflicht!
Benjamin: Meistens Konzerte, im Schlachthof, im Lagerhaus, in der Zollkantine. Und sehr gerne Schauburg und City46, so oft wie möglich.

Foto: Benjamin Moldenhauer

Was sind eure Lieblingsorte in Bremen und warum?
Angelina: Als Kind des Bremer Ostens verbringe ich sehr viel Zeit am Mahndorfer See und Deich, beobachte Pferde, Fluggänse und Vogelschwärme. Dort kann ich wunderbar die Seele baumeln lassen. Auch das Bürgerhaus Hemelingen ist ein prägender, bedeutsamer Ort für mich, der meine Leidenschaft für Kultur geweckt hat.
Benjamin: Zum Bücher- und Plattenkaufen der Golden Shop. Für Ruhe und Frieden im Winter das eine Ufer des Werdersees, nicht das Strandufer, sondern das Ufer gegenüber. Im Winter den Bürgerpark, da ist es dann meist auch schön leer. Zum Weintrinken das Chamäleon in der Humboldtstraße und zum Biertrinken das Horner Eck.

Beratungsstelle "Kultur macht stark"

Neben Beratung, Austausch und Vernetzung rund um „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ beschäftigt uns in der Beratungsstelle derzeit vor allem eine Frage:
Wie geht es mit dem Programm ab 2028 weiter?
Damit es hoffentlich weitergeht, waren wir in den vergangenen Monaten sehr aktiv: Wir haben Briefe und Positionspapiere verfasst, Gespräche geführt und uns mit Politik und Akteur*innen des Programms ausgetauscht.
Die aktuelle Förderphase läuft planmäßig Ende 2027 aus.
Wie eine mögliche Fortführung ab 2028 aussehen könnte, ist bislang noch offen.
Auch in Bremen und Bremerhaven sind zahlreiche Projekte auf diese Förderung angewiesen. Sollte das Programm nicht fortgeführt werden, könnten wichtige Angebote wegfallen, für die es derzeit keine vergleichbaren Fördermöglichkeiten gibt.
Umso wichtiger ist es, die Bedeutung von „Kultur macht stark“ weiterhin sichtbar zu machen und gemeinsam für eine Fortsetzung einzutreten.
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Beratung, Austausch und Vernetzung
Auch in den vergangenen Monaten war bei uns einiges los: Wir haben mehrere analoge und digitale Informationsveranstaltungen durchgeführt, über „Kultur macht stark“ informiert, Fragen rund um die Antragstellung beantwortet und Möglichkeiten für neue Bündnisse und Kooperationen vorgestellt.
Aktuell laden wir herzlich zu unserer bereits angelaufenen Online-Reihe „AMA – ask me anything. Werkstattgespräche“ ein.
Die Reihe bietet Raum für Fragen, Austausch und gute Praxis rund um „Kultur macht stark“ und bringt Akteur*innen der kulturellen Bildung mit verschiedenen Gästen und Programmpartnern ins Gespräch.

Am 10. Dezember laden wir herzlich ins Kulturhaus Walle zu einer Austausch – und Vernetzungsveranstaltung rund um „Kultur macht Stark“ ein.

Wenn Ihr Fragen zum Bundesförderprogramm habt, schaut gerne auf unserer Website vorbei oder meldet Euch direkt bei uns zur Beratung.

... und außerdem:

Publikation zum Projekt
"Die Zukunft wird nicht einfacher"

Unser im Oktober 2024 gestartetes Projekt "Die Zukunft wird nicht einfacher" hatte das Ziel, die freie Kulturszene Bremens angesichts schwerer finanzieller Krisen, Haushaltslöcher und wachsender Planungsunsicherheit ökonomisch resilienter aufzustellen und zu stärken. Verschiedene Mitgliedseinrichtungen wirkten aktiv an dem Projekt mit. Zu den Projektergebnissen ist nun eine Publikation erschienen, die zeitnah über unsere Website abzurufen ist.
Veränderungen im Bereich Social Media

Vielleicht kennt Ihr sie noch aus ihrer Praktikumszeit bei uns – jetzt hat unsere ehemalige Praktikantin Nefeli Karakla den Social-Media-Bereich übernommen. Freut Euch also auf jede Menge spannende Einblicke und kreative Posts. Und folgt uns gerne, um nichts zu verpassen!

Mitgliederversammlung Stadtkultur Bremen

Die diesjährige Versammlung aller Mitgliedseinrichtungen der Stadtkultur wird am Mittwoch, den 09.12.26 ab 16 Uhr im Kukoon stattfinden.
Wenn ihr über Aktuelles aus der Kultur(politik), Fortbildungsangebote, Veranstaltungen und Stellenangebote in der freien Szene informiert sein möchtet, schaut auf unserer Webseite vorbei!
Danke für's Lesen! Bis bald!
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