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Die Freiwilligen Agentur Bremen vermittelt Freiwillige, die sich für Schutzsuchende aus der Ukraine engagieren wollen, an (kulturelle) Einrichtungen, die Projekte und Kurse mit Geflüchteten durchführt.

Die Einrichtungen und Initiativen können sich über diesen Link in ein Online-Formular der Freiwilligen Agentur eintragen, und werden von dieser kontaktiert, sobald eine:r der vielen Freiwilligen zur Anfrage passt.

Wer sich für Schutzsuchende aus der Ukraine engagieren möchte, kann Sie in dieses Online-Formular der Freiwilligen Agentur Bremen eintragen.

Die Freiwilligen Agentur Bremen benachrichtigt, sobald sich ein passender Bedarf ergibt.

News

Kulturstaatsministerin Roth: „Wir stärken die Kultur- und Medienpolitik des Bundes“.

Das Bundeskabinett hat heute den zweiten Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2022 beschlossen. Demnach erhöht sich der Etat für Kultur und Medien auf insgesamt 2,14 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit diesen Mitteln ist ein erster großer Schritt zur Umsetzung der kulturpolitischen Ziele des Koalitionsvertrages getan. Dank der Zusammenarbeit mit dem Bundesfinanzministerium und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales kann die Staatsministerin für Kultur und Medien weiterhin dabei helfen, den Kultursektor aus der Pandemie-Situation zu führen. Zugleich werden wichtige Themen des Koalitionsvertrages angepackt, insbesondere durch Haushaltsansätze für „Kultur und Klima“, Kreativwirtschaft, zukunftsgerichtete Kooperation mit dem Globalen Süden sowie die Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth erklärt dazu: „Der grausame Angriffskrieg des Putin-Regimes gegen die Ukraine ist auch eine Attacke auf die Idee sowie die Grundprinzipien der Demokratie. Die Bundesregierung stärkt heute die Handlungsfähigkeit der Kulturstaatsministerin für die Demokratie. Damit werden wir die Freiheit und Vielfalt, die Nachhaltigkeit sowie die Teilhabe in Kultur und Medien fördern. Unsere Solidarität gilt dabei gerade den von Kriegen und Krisen betroffenen und von Unrechtsregimen unterdrückten Menschen in Kultur und Medien.“

So sind für Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus zusätzliche 5,1 Millionen Euro vorgesehen. Für die weitere Aufarbeitung des Kolonialismus und das im Koalitionsvertrag vorgesehene Programm „Globaler Süden“ stellt der Bund 6,5 Millionen Euro zusätzlich bereit. Auch der Klimaschutz wird in der Kultur- und Medienpolitik des Bundes zukünftig eine größere Rolle spielen. Deshalb sind für die ökologische und nachhaltige Transformation des Kultur- und Medienbetriebs insgesamt 5 Millionen Euro zusätzlich vorgesehen.

Die Kulturstaatsministerin betont: „Mit den neuen Mitteln werden wir ein Referat, Kultur und Nachhaltigkeit‘ schaffen, das den Aufbau der im Koalitionsvertrag vereinbarten Anlaufstelle vorantreiben soll und zugleich die Nachhaltigkeitspolitik in meiner Behörde verantworten wird.“

Der Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft wird in Zukunft mit zusätzlichen 5 Mio. € stärker durch die BKM gefördert. Staatsministerin Roth sagte dazu: „Gemeinsam mit Bundesminister Habeck und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klima wollen wir die Förderung für den Kreativsektor reformieren und ausbauen. Die Grundlage hierfür legt der jetzt beschlossene Haushalt.“

„Zudem stützen wir den Neuanfang unserer Kultureinrichtungen“, unterstreicht Roth. So erhalten die Berliner Festspiele und das Haus der Kulturen der Welt die dringend benötigte personelle Verstärkung, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erhält zusätzlich 2 Millionen Euro, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz zusätzliche 14,9 Millionen Euro an Sondermitteln für den Bauunterhalt der zahlreichen Liegenschaften. Der Etat der Deutschen Welle steigt um 13,5 Millionen Euro, das Jüdische Museum Berlin wird mit weiteren 4,5 Millionen Euro gefördert.

Im Bereich der wirtschaftlichen Film- und Serienförderung (GMPF, DFFF) erhöht sich die Produktionsförderung um 25 Millionen Euro, um der weiterhin großen Nachfrage entsprechen zu können und den Produktionsstandort Deutschland attraktiv und international wettbewerbsfähig zu halten. Der Ansatz des German Motion Picture Fund (GMPF) soll damit zukünftig bei 50 Millionen Euro jährlich liegen. Ergänzend hierzu wird der GMPF einmalig im Wege der Umschichtung um zusätzliche 25 Millionen Euro aufgestockt, so dass angesichts des Serien-Booms in Deutschland in diesem Jahr insgesamt 75 Millionen Euro für den GMPF zur Verfügung stehen. Sollten im Verlaufe des Jahres weitere Mittel innerhalb der wirtschaftlichen Filmförderung der BKM notwendig werden, so kann auch hierauf in Abstimmung mit dem BMF flexibel reagiert werden.

Der zweite Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2022 steht noch unter dem Vorbehalt der weiteren Haushaltsaufstellung, insbesondere des parlamentarischen Haushaltsverfahrens.

Veranstaltung

Solidaritätsveranstaltung für die Menschen in der Ukraine

Putin überzieht die Ukraine nicht nur mit einem mörderischen Angriffskrieg, er leugnet auch die Existenz einer ukrainischen Nation und Kultur. Wir fühlen uns machtlos, als westliche Kultureinrichtung können wir immerhin sammeln, spenden, Benefizveranstaltungen organisieren. Und nun auch eine Solidaritätsveranstaltung als „tätiges Verzweifeln“, ein Miteinander von Bremer Künstler:innen und ein Austausch mit den Texten und der Musik ukrainischer, mittel – und osteuropäischer Künstler:innen.

Es lesen die Ensembles der bremer shakespeare company und dem Theater Bremen, Studierende der Universität Bremen, der Universität Oldenburg und Kollit (Junges Kollektiv für Literatur). Mit Videobeiträgen vom Autor Dimitrij Kapitelman und der ukrainischen Literaturwissenschaftlerin Dr. Oxana Matiychuk. Und musikalischen Beiträgen von der HfK Bremen und Natalie Shtefunyk.

News

Die Kulturministerinnen, -minister und -senatoren der Länder, die Staatsministerin des Bundes für Kultur und Medien, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt sowie die kommunalen Spitzenverbände verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriff und Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie die Beteiligung von Belarus. Dieser barbarische Akt tötet Menschen und verbreitet unendliches Leid. Er richtet sich auch gegen die gemeinsame europäische Kultur, zu der der seit vielen Jahrzehnten gepflegte Austausch und die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Ukraine, Russland, Belarus und vielen weiteren Staaten gehört. Er zerstört Zeugnisse der gemeinsamen europäischen Kulturgeschichte und des kulturellen Erbes.

Kunst und Kultur sind unverzichtbar für unabhängige Demokratien. Sie stehen auf der Seite von Frieden und Freiheit. Wir begrüßen, dass deutsche Kultureinrichtungen, Kultur- und Medienschaffende, Künstlerinnen und Künstler und zivilgesellschaftliche Institutionen in den vergangenen zwei Wochen mit einer Vielzahl von Aktionen Zeichen der Solidarität für die Ukraine gesetzt und konkrete Hilfe geleistet haben.

Wir wollen den infolge des Krieges geflüchteten Künstlerinnen und Künstlern schnell und unbürokratisch helfen, um ihnen Sicherheit zu bieten und die Gelegenheit zu geben, künstlerisch zu arbeiten. Wir unterstützen lokale Initiativen etwa auf der Ebene der zahlreichen Städtepartnerschaften oder auch die Aktivitäten der Kulturstiftungen und zivilgesellschaftlicher Institutionen.

Wir unterstützen die gemeinsame Erklärung der europäischen Kulturministerinnen und -minister vom 7. März 2022. Gemeinsam mit der Bundesregierung werben sie für europäische Unterstützungsmaßnahmen – insbesondere im Rahmen von Creative Europe – zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern und Medienschaffenden.

Wir setzen uns in der Tradition eines intensiven interkulturellen Austauschs mit der Ukraine im Sinne der Völkerverständigung dafür ein, dem ukrainischen Volk sowie ukrainischen Künstlerinnen und Künstlern und Kultureinrichtungen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Der jahrzehntelange Kulturaustausch mit der Ukraine, mit ukrainischen Künstlerinnen und Künstlern, aber auch die Zusammenarbeit mit mutigen russischen Künstlerinnen und Künstlern, von denen sich viele gegen das Putin- Regime stellen, muss fortgesetzt werden. Gerade jetzt braucht es den kulturbasierten zivilgesellschaftlichen Austausch.

Zugleich sprechen wir uns für eine klare Haltung gegenüber der russischen Führung aus. Deshalb empfehlen wir den Kultureinrichtungen, bestehende Kooperationen mit staatlichen russischen Einrichtungen zu prüfen und wo es angezeigt ist, diese auszusetzen.

Wir wenden uns gegen Tendenzen eines Boykotts russischer Kunst und Kultur oder einen Generalverdacht gegenüber russischen Künstlerinnen und Künstlern und auch allgemein gegenüber Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die aus Russland stammen. Wir setzen uns für den Schutz der in der Ukraine liegenden sieben UNESCO- Welterbestätten und der Museen, Archive und Bibliotheken sowie zahlreicher historischer Sakralbauten ein, die für die Menschheit erhalten werden müssen, insbesondere auch der Gedenkstätte Babyn Jar.

Ausschreibung

Der Bremer KulturSommer Summarum geht in die 3. Runde. Was als solidarisches Projekt in Pandemiezeiten begann, entwickelt sich jetzt langfristig mit vielen Kulturakteur: innen aus Bremen zu seinem gemeinsamen stadtweiten Open-Air Programm im Bremer Sommer. Für zwei Monate, von Juli bis August organisiert die VIS-A-VIS gGmbH gemeinsam mit der bremer shakespeare company, der Festivalleitung SummerSounds, der Musikerinitiative Bremen, der Stadtkultur Bremen und weiteren Bremer Kulturakteur:innen den Bremer KulturSommer Summarum.

Der Bremer KulturSommer Summarum 2022

Die VIS-A-VIS gGmbH fungiert als Bremer-Kulturplattform und ist Veranstalterin des diesjährigen KulturSommer Summarum. Nach dem Erfolg der letzten 2 Jahre bieten wir auch 2022 wieder einzelne Formate und Auftrittsmöglichkeiten für Bremer Künstler:innen und Beteiligungsmöglichkeiten und Kooperationen für Bremer Spielorte.

Ab sofort können sich Künstler:innen beim 3. Bremer KulturSommer Summarum unter www.neustadtbremen.de/visavis/sommersummarum2022/ bewerben.

Die Erfassungsbögen der interessierten Künstler:innen benötigen wir bis zum 31. März 2022. Es werden nur Bewerbungen berücksichtigt, die über dieses Formular eingehen.

Die Ausschreibung richtet sich an in Bremen ansässige professionelle Künstler:innen. Es müssen nicht alle Ensemblemitglieder aus Bremen sein, aber mindestens eine Person. Die Programme sind konfektioniert auf 45-60 Min. Es können sich auch Ensemble oder Einzelkünstler zusammentun.

Die Spielorte sind alle Open-Air und befinden sich in verschiedenen Bremer Stadtteilen. Die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften richten sich nach der aktuellen Infektions- und Gesetzeslage und den jeweiligen Orten.

Der KulturSommer Summarum setzt 2022 neue Schwerpunkte und fokussiert sich stärker als 2021 auf das 2020 entwickelte Kernformat – qualitativ hochwertige Kleinformate aller künstlerischen Genres an ungewöhnlichen und besonderen Orten unter freiem Himmel.

Der KulturSommer Summarum ist vielfältig, bunt und oft unerwartet! Das Besondere aus Theater, Akrobatik, Musik, Literatur, Diskurs, Figurentheater, Tanz, Clownerie….gerne neu gedacht, neue Programme und Inszenierungen im kurzen Format, das suchen wir für 2022! Wir wünschen uns auch mehr Programm für Kinder und Jugendliche! Überrascht uns und helft uns für das Bremer Publikum einen spannenden KulturSommer 2022 zu organisieren.

Das Team

Claudia Beisswanger (Landesmusikrat Bremen e.V.), Markus Blanke (VIS-A-VIS gGmbH /SummerSounds), Astrid-Verena Dietze (Neustadt Stadtteilmanagement /SummerSounds), Reinhart Hammerschmidt (Musikerinitiative Bremen), Thomas Hartmann (Stadtkultur Bremen), Renate Heitmann (VIS A VIS gGmbH), Melanie Weber (VIS A VIS gGmbH).

Über den Bremer KulturSommer Summarum

Initiiert von der bremer shakespeare company, gemeinsam entwickelt mit dem Kulturnetzwerk VIS-A-VIS und den Festivalleitungen SummerSounds und »Von Nord nach West«, der Musikerinitiative Bremen und der Stadtkultur Bremen startet der Bremer KulturSommer Summarum als Gemeinschaftswerk von Bremer Kulturakteuren 2022 in die dritte Saison. Die angebotenen Programme und Veranstaltungsformate sind ebenso zahlreich und vielfältig wie die Akteur:innen und die Veranstaltungsorte: Es gibt Musik, Theater, Akrobatik, Literatur, Diskurs, Figurentheater, Tanz, Clownerie sowie Angebote für speziell für Kinder.

Förderung

Kultur + Participatie – Fonds Soziokultur fördert deutsch-niederländische Kooperation.

Vom 15. März bis 15. April 2022 (Fristende um 17 Uhr) rufen der niederländische Fonds voor Cultuurparticipatie und der deutsche Fonds Soziokultur gemeinsam zur Antragstellung auf. Mit „Jonge Kunst“ fördern die beiden Fonds partizipative Kulturkooperationen von deutschen und niederländischen Einrichtungen und Initiativen mit bis zu 50% des Projektbudgets und in der Regel bis zu 12.500 Euro je Partner. D.h. 25.000 Euro für eine gemeinsame Partnerschaft, höhere Beträge sind möglich, erfordern jedoch eine entsprechende Qualität des Projekts. Voraussetzung ist die gemeinsame Konzeption und gleichzeitige Antragstellung, deutsche Einrichtungen und Initiativen tun dies über das Portral des Fonds Soziokultur, niederländische bei ihrem nationalen Fonds voor Cultuurparticipatie.

So nah und doch anders – frische Ideen für Beteiligte jeden Alters

Es gibt in den Kooperationen zwischen niederländischen und deutschen Kulturpartnern eine große Nähe, aber dennoch auch sehr viele unterschiedliche Methoden und vor allem Perspektiven. Literatur, Film, Medienkunst, Theater an der Sprachgrenze – der Austausch ist grenzenlos und Geschichten beidseitig der Grenze können auf vielfältige Weise erzählt werden. „Jong“ bezeichnet dabei nicht das Alter der Beteiligten, sondern die Idee, die auf etwas Neues und einen inspirierenden Austausch zielt. Im Mittelpunkt steht das Interesese an einer Zusammenarbeit, die zwar auch auf die Präsentation von Ergebnissen zielt, aber vor allem im Prozess die Bevölkerung bei der Gestaltung einbezieht und Offenheit für deren  Gestaltungstaltente hat. Die Aktivitäten sollen, mit Ausnahme von reinen Digitalformaten, in beiden Ländern stattfinden.

Projekte über 2022 hinaus möglich

Die beantragten Vorhaben werden durch eine internationale Jury beider Fonds begutachtet und dürfen nicht vor dem 15.7.2022 beginnen, jedoch bis Ende 2023 durchgeführt werden. Die Antragstellung ist nur zwischen dem 15. März und 15. April 2022 bis 17 Uhr möglich, ein Beispielformular ist online verfügbar. Weiterführende Informationen zu Jonge Kunst und zur Antragstellung finden Sie als deutsche Initiative auf unserer Website.

Ausschreibung

Zertifikats-Kurs „Künstlerische Interventionen in Schule“ für Künstler:innen.

Im Rahmen des Landesprogramms Schüler:innen stärken und Kreativpotentiale Bremen soll ab Mai 2022 (vorbehaltlich der Mittelfreigabe) der Zertifikatskurs „Künstlerische Interventionen in Schule“ zur Qualifizierung von 24 Künstler:innen angeboten werden.

Ziele

Die Qualifizierung zielt darauf ab, Kunstschaffende in ihrer eigenen künstlerischen und kulturellen Erfahrung und Professionalität anzusprechen und diese für die Entwicklung und Umsetzung kultureller Bildungsprojekte in ihrer Wirksamkeit zu öffnen: Wie kann sich künstlerische Expertise wirkungsvoll mit Projekten kultureller Bildung und ihren vorhandenen pädagogischen und systemischen Dimensionen verbinden?

Der Kurs wird ausgerichtet und zertifiziert von der Senatorin für Kinder und Bildung Bremen und dem Senator für Kultur Bremen. Aktuell wird geprüft, ob sich die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel ebenfalls an der Zertifizierung beteiligt.

Inhaltliche Ausgestaltung

Der Kurs wird adaptiert vom Pilotprojekt „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ der Universität Hildesheim. Die Teilnehmenden durchlaufen acht Module.Eine Projektkoordination begleitet die Teilnehmenden durch die Module, die jedoch inhaltlich, thematisch passend von externen Dozierenden ausgestaltet werden. Neben der Teilnahme an mindestens 80% der Module ist für eine erfolgreiche Zertifizierung Selbststudienzeit zur Vertiefung der vermittelten Inhalte einzuplanen. Teil des Kurses ist es, ein eigenes kulturelles Praxisprojekt in Schule zu entwerfen und durchzuführen. Die Projektkoordination unterstützt bei der Suche nach geeigneten Einrichtungen.

Formale und organisatorische Ausgestaltung

Die Module finden in Präsenz jeweils Freitag ab 16.00 Uhr, Samstag ab 10.00 Uhr statt (gesamt 12 h). Sollte es erforderlich sein, Module in den digitalen Raum zu verlegen, entspricht der Zeitaufwand 8h. Insgesamt beinhaltet die Qualifizierung damit 80 Stunden Lerneinheiten plus 50 Stunden Selbststudium. Es gibt 24 Plätze. Nach jetziger Planung startet der Kurs im Mai 2022 bis Juni 2023 und erstreckt sich auf voraussichtlich folgende Termine:

Kosten

Der Kurs ist für die Kunstschaffenden kostenlos. Er wird finanziert von der Senatorin für Kinder und Bildung und, vorbehaltlich der Mittelfreigabe, gefördert von der Stiftung Mercator.

Auswahlprozess der Teilnehmer:innen

In einem einfachen Bewerbungsverfahren werden die zukünftigen Referenzkünstler:innen ausgewählt. Kriterien sind: ansässig im Bundesland Bremen und umzu, künstlerische Ausbildung (vorzugsweise Hochschulstudium), Nachweis künstlerischer Arbeit, erste Erfahrung in der künstlerischen praktischen Arbeit mit Kindern/ Jugendlichen (möglichst in Schule/ Kita). Die Bewerber:innen verfassen ein kurzes Motivationsschreiben.

Interessensbekundung

Bitte bis 09.03.2022 an Quartier gGmbH, Claudia Beisswanger: beisswanger@quartier-bremen.de.

Sie erhalten dann die Bewerbungsunterlagen. Die Bewerbungsfrist ist der 28.03.2022. 

Info-Zoom: 11.03.2022 16.30-17.30 Uhr und 21.03. 12.00-13.00 Uhr

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Experten legen lufthygienische Empfehlungen für Kulturveranstaltungsorte vor – Staatsministerin Roth: „Gute Grundlage für einheitlichere Corona-Regeln in der Kultur“

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen haben heute unter Mitwirkung des Umweltbundesamtes sowie Betreiberinnen und Betreibern von Kultureinrichtungen Empfehlungen zur Lufthygiene für einen sicheren Kulturbetrieb vorgestellt.  Das Papier wurde auf Initiative der Staatsministerin für Kultur und Medien erarbeitet. Damit liegt nun erstmals seit Pandemiebeginn ein bundesweit einheitlicher Hygienestandard für die Qualität der Lüftung und für die Ausgestaltung von lüftungstechnischen Maßnahmen von Kulturveranstaltungsorten vor, insbesondere mit sitzendem Publikum. Die Empfehlungen gelten sowohl für kurzfristige Präventionsmaßnahmen während der jetzigen Corona-Pandemie, als auch mittel- und langfristig für die Zeit danach. Sie ermöglichen flexible Anpassungen an das Infektionsgeschehen und können die Grundlage für eine bundesweit einheitliche Zertifizierung bilden.

Staatsministerin Claudia Roth: „Die heute vorgelegten Empfehlungen sind eine gute Grundlage für bundesweit einheitlichere Corona-Regeln in der Kultur. Die Empfehlungen tragen dazu bei, dass vorbildliche Hygiene bei zukünftigen Schutzmaßnahmen stärker berücksichtigt wird und pauschale Schließungen von Kultureinrichtungen vermieden werden. Damit können wir auch dem Publikum zeigen, dass der Besuch in Kinos, Theatern und Konzertsälen sicher ist. So leisten wir zugleich einen Beitrag zur nachhaltigen Erholung und wirtschaftlichen Stabilisierung des Kulturbetriebs.“

Dr. Heinz-Jörn Moriske, Direktor und Professor am Umweltbundesamt: „Es gibt in der Kulturbranche bereits jetzt eine Vielzahl von Vorgaben sowohl zu Innenraumlufthygiene als auch zu anderen präventiven Maßnahmen wie Masketragen, Abstand und Zugangsregelungen; was bis jetzt fehlte, war eine einheitliche Vorgehensweise, die zum einen wissenschaftsbasiert einen möglichst umfassenden Schutz beim Besuch von Kultureinrichtungen bietet und zum anderen dem anwesenden Publikum auch ein sicheres Gefühl vermittelt, wieder ins Theater oder Kino zu gehen.“

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Mit dem Förderprogramm PROFIL:SOZIOKULTUR führt der Fonds Soziokultur die sechste Ausschreibung im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) durch. Die Auswahlkommission und das Kuratorium des Fonds Soziokultur haben aus insgesamt 785 eingereichten Anträgen 653 zur Förderung ausgewählt. Damit gehen rund 16,9 Mio. Euro im Rahmen des Sonderprogramms NEUSTART KULTUR an freie Träger der Soziokultur, der Kulturellen Bildung, der Medienbildung und der Kulturarbeit in ganz Deutschland. Die Förderquote beträgt dabei 83 % und übersteigt die sonst reguläre Förderquote von rund 18 % um ein Vielfaches. Die große Resonanz auf das Sonderprogramm „Profil: Soziokultur“ hat den enormen Bedarf zur Weiterentwicklung der Arbeit deutlich aufgezeigt.

Stärken für die Zukunft – Kultureller Teilhabe

Die Corona-Pandemie hat bei allen Kulturakteur*innen Fragen zu Angebot, Programm, Personal, Kooperationen, Plattformen, Zielgruppen und Finanzierung aufgeworfen. Viele befinden sich in einer Transformation. Nach zwei Jahren Improvisation und Brandlöschung in der täglichen Praxis der gemeinnützigen Trägereinrichtungen zielt die Förderung auf strukturelle Stabilisierung. Diese Themen werden die bewilligten Prozessvorhaben in einem 11-monatigen Prozesszwischen Februar und Dezember 2022 bearbeiten. 502 der Vorhaben werden von den Trägern alleine und 151 Vorhaben im Verbund realisiert.

Eine Liste der bewilligten Prozesse findet ihr hier.

Stellenangebote

Das Dokumentations- und Kulturzentrum DOKU Blumenthal sucht ab April 2022 ein bis zwei Honorarkräfte aus dem kunstpädagogischen Bereich (zwei bis sechs Stunden wöchentlich, mittwochs und/oder donnerstags 16 – 18 Uhr & ab und zu samstags) für das Projekt „Kunst auf Reisen“. Des Weiteren suchen wir eine kunstpädagogische Assistenz für das Projekt.

Über das DOKU

Das DOKU Blumenthal ist ein lebendiges Haus mit einem vielfältigen Angebot für Jung und Alt, in dem von Kunst über Musik, Tanz, Theater und Literatur bis hin zu Gesprächskreisen und Sprachkursen einiges geboten ist. Die fünf Veranstaltungsräume werden durch ein Archiv ergänzt, das zu Recherchen über den Stadtteil einlädt sowie einem Garten für gemeinschaftliches Beisammensein und Gärtnern. 

Das Projekt

Bei dem Projekt „Kunst auf Reisen“ wird ein Lastenrad als Kunstrad eingesetzt, welches drei verschiedene Standorte in Blumenthal in ein mobiles Atelier für Kinder und Jugendliche verwandelt. Angeboten wird die Arbeit mit Ton und Holz, auf Grundlage eines offenen Konzeptes ohne Vorgaben oder Bewertungen. Dies ist erfahrungsgemäß zunächst für viele Kinder ungewohnt, birgt aber die große Chance, durch die Kontinuität vieler Wochen, den Mut der Kinder zu Kreativität zu unterstützen. 2022 beginnen wir den zweiten Durchgang mit dem Kunstrad und freuen uns auf den Start.

Was Du mitbringen sollten:

Bei Interesse sende bitte Ihren Lebenslauf bis zum 15. Februar 2022 an 

info@doku-blumenthal.de

Für Rückfragen stehen wir, Kim Kraul und Johanna Schwarz, gerne per Mail oder unter der Telefonnummer 0421 – 6039079 zur Verfügung.

Sollten Sie Interesse an der Mitarbeit im DOKU haben, allerdings einen anderen Schwerpunkt wie zum Beispiel Erlebnispädagogik oder Zirkuspädagogik (Ferienprojekt 18.07. – 22.07.2022) haben, melden Sie sich gerne bei uns – es sind auch weitere Projekte in Planung.