Kultur macht Stark
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Der Deutsche Kulturrat appelliert an die Bundesregierung, die Weichen für neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ zu stellen.
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, appelliert an die Bundesregierung, namentlich an das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die im Koalitionsvertrag formulierte, neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt zu sichern. Er fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf, bei den anstehenden Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2027 die entsprechenden Mittel in mindestens bisheriger Höhe bereitzustellen und ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigung zu sichern.
Das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ startete 2013, 2027 endet die dritte Förderperiode. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegebenen externen Evaluationen bescheinigen dem Programm eine hohe Wirksamkeit, insbesondere weil die Zielgruppe Kinder und Jugendliche in Risikolagen gut erreicht wird. Rund 90 Prozent aller Angebote werden von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen, die ansonsten nicht an der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung partizipieren. Damit werden insbesondere herausgeforderte Familien entlastet. Das Programm ist in allen Bundesländern vertreten. Seit Beginn des Programms wurden in 99 Prozent aller Kreise und kreisfreien Städte Bündnisse für Bildung durch „Kultur macht stark“ unterstützt. Knapp 37 Prozent der Projekte werden in ländlichen Räumen angeboten, was besonders hervorzuheben ist.
Umgesetzt wird das Programm durch bundesweit tätige Programmpartner, die diese Mittel an lokale Bildungsbündnisse außerschulischer Bildungsträger, an denen mindestens drei Partner beteiligt sind, weiterleiten. Den Programmpartnern obliegt die inhaltliche Auswahl lokaler Bildungsbündnisse sowie die verwaltungstechnische Betreuung. Die spezifische Struktur der Zusammenarbeit ermöglicht schnelles Reagieren auf aktuelle bildungspolitische Anforderungen und wirkt unterstützend im Bereich der Extremismusprävention, im Verhandeln von gesellschaftlichem Miteinander sowie bei der Stärkung mentaler Resilienz von Kindern und Jugendlichen. Fachkräfte an außerschulischen Bildungs-, Jugend- und Kulturorten verfügen über Expertise und Vernetzungen, um Bildungsbedarfe und -bedürfnisse adäquat zu erfassen und zu decken.
Die bundesweit tätigen Programmpartner müssen sich jeweils für eine Förderperiode mit einem inhaltlichen und pädagogischen Konzept bewerben. Das schließt die Weiterentwicklung erprobter Konzepte ein. Die Programmpartner werden von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt. Das wettbewerbliche Verfahren und die Auswahl durch eine Fachjury gewährleisten, dass verschiedene künstlerische Sparten und Ausdrucksformen einschließlich der Medienbildung vertreten sind und eine Anbindung an zivilgesellschaftliche Akteure vor Ort gegeben ist. Die bisherigen Förderperioden haben belegt, dass durch die Expertise von Programmpartnern vorheriger Förderperioden und neue Sichtweisen der Hinzukommenden sowohl der Erfahrungsaustausch als auch eine Erneuerung des Programms gewährleistet sind.
Seit Beginn des Programms im Jahr 2013 haben die Programmpartner unter Beweis gestellt, dass die Umsetzungsstruktur wirkungsvoll ist. Das gilt für alle damit verbundenen Prozesse inklusive der Förderverfahren. Auf eigene Initiative hin haben sich die Programmpartner vernetzt und stehen in einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch.
Aufgrund des Erfolgs von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ und dem nach wie vor bestehenden Handlungsbedarf, Kindern und Jugendlichen aus Risikolagen den Zugang zu außerschulischer kultureller Bildung zu ermöglichen und damit ihre Teilhabechancen zu erhöhen, fordert der Deutsche Kulturrat:
- eine weitere Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt zu sichern, hierfür im Haushalt 2027 entsprechende Haushaltsmittel vorzusehen und für die Jahre ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigungen abzusichern; das Finanzvolumen muss mindestens dem der aktuellen Förderperiode entsprechen;
- um einen Förderknick zu vermeiden, noch in diesem Jahr die Förderrichtlinie und Ausschreibung für die neue Förderperiode mit ausreichendem Vorlauf zur Erarbeitung der Bewerbung durch die künftigen bundesweit tätigen Programmpartner auf den Weg zu bringen und dabei auch potenzielle neue Partner zu adressieren;
- die Auswahl der künftigen Programmpartner in den Händen einer unabhängigen Fachjury zu belassen;
- den im Koalitionsvertrag vereinbarten Bürokratieabbau und die Verwaltungsvereinfachung in der neuen Förderperiode konsequent anzuwenden. Das bedeutet konkret, den ausgewählten Programmpartnern mit Vertrauen zu begegnen und vor allem die Anforderungen für die lokale Ebene niedrigschwellig und einfach zu halten. Dazu zählt bspw. summarische Verwendungsnachweise zu ermöglichen, wenn die Projektdurchführung dem Antrag grundsätzlich entspricht. Nur so kann die Einbindung bürgerschaftlichen Engagements und zivilgesellschaftlicher Initiativen sichergestellt werden.
Mit Blick auf die neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ regt der Deutsche Kulturrat an:
- ein besonderes Augenmerk auf Bildungsübergänge von der Kita in die Schule und von der Grundschule zu weiterführenden Schulen sowie am Übergang zur Berufsausbildung oder Studium zu legen. Sie sind herausfordernd für Kinder und junge Menschen. Neue Umgebungen, neue Personen, neue Anforderungen und anderes mehr stellen für Kinder und junge Menschen, insbesondere aus Risikolagen, eine Herausforderung dar. Außerschulische kulturelle Bildungsangebote können sie in herausfordernden Lebensphasen stärken und unterstützen. Sie tragen zur Bildung von Selbstbewusstsein und -wirksamkeit bei und stärken das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gemeinschaft;
- weiterhin ein besonderes Augenmerk auf das Erreichen von Kindern und Jugendlichen in ländlichen Räumen zu legen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in ländlichen Räumen. Kulturelle Angebote vor Ort sind ein zentraler Faktor für die Schaffung gleichwertigen Lebensverhältnisse und ein Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt, der zur Demokratiestärkung beiträgt. Es sollte ein Anteil von 50 % an Projekten in ländlichen Räumen angestrebt werden;
- die durch „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ geförderten lokalen Bildungsbündnisse zu stärken, da sie dazu beitragen können, den Ganztag auch im Sinne des „UNESCO-Framework for Culture and Arts Education“qualitativ weiterzuentwickeln. Außerschulische Partner der kulturellen Bildung bringen eigene pädagogische Konzepte und Formen non-formalen Lernens in kommunale Bildungslandschaften ein. „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ bietet hierfür bereits erprobte Strukturen;
- die Potenziale des Programms zur Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes in der digitalen Welt zu nutzen. Digitalität prägt die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Medienbildung greift als präventives Mittel neue Kultur- und Ausdrucksformen auf, vermittelt Kompetenzen in der Nutzung und kreativen Gestaltung digitaler Medien und stärkt die kritische Reflexion;
- zur Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit gezielte Ansätze zu erproben, um auch Jungen in der kulturellen Bildung besser zu erreichen und ihre spezifischen Interessen, Zugänge und Unterstützungsbedarfe stärker zu berücksichtigen. In Teilnahmedaten zeigt sich ein leichter Überhang von Teilnehmerinnen;
- auch in einer kommenden Förderperiode konsequent an Schutzkonzepten festzuhalten und die Programmpartner mit passenden Ressourcen auszustatten, damit sie die Bildungsbündnisse vor Ort befähigen können, wirksam zur Gewaltprävention beizutragen.
Ausschreibungen
Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis wird in 2026 erstmals ausgeschrieben und in den Folgejahren bis zunächst 2029 jährlich ausgelobt. Die Bewerbungsfrist ist der 16.08.2026.
Einsamkeit ist eine vielschichtige gesellschaftliche Herausforderung: Sie beeinträchtigt die physische und psychische Gesundheit und gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis rückt dieses wichtige Thema ins Rampenlicht – und würdigt vor allem diejenigen, die bereits heute aktiv handeln: Projekte, Organisationen und Initiativen, die gegen Einsamkeit kämpfen und für gelebtes Miteinander einstehen.
Mit dem Preis setzt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) und im Rahmen der Allianz gegen Einsamkeit ein klares Zeichen: Wir können der Herausforderung Einsamkeit gemeinsam begegnen. Der Wettbewerb lenkt den Blick auf inspirierende Ideen, die es bereits gibt und soll Andere anregen, ebenfalls für soziale Verbundenheit aktiv zu werden.
Der Preis wird im Rahmen der Allianz gegen Einsamkeit vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Karien Prien.
Bewerbungen sind in folgenden Kategorien möglich:
- Kommunen und öffentliche Einrichtungen
- Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement
- Wirtschaft und Arbeitswelt
- Angebote für besonders schwer erreichbare Zielgruppen
In jeder Kategorie werden ein 1., 2. und 3. Platz ausgezeichnet.
Gesucht werden wirkungsvolle, innovative und übertragbare Ansätze gegen Einsamkeit. Die ausgezeichneten Projekte erhalten Preisgelder und bundesweite Sichtbarkeit.
Bewerbungsfrist: bis einschließlich Sonntag, den 16.08.2026
Bewerbung: online über Bewerbungsformular Deutscher Gemeinsamkeitspreis
Weitere Informationen und FAQ: https://kompetenznetz-einsamkeit.de/deutscher-gemeinsamkeitspreis-2026
Förderungen
Ab dem 06.07.2026 startet der Senator für Kultur das Projektmittelverfahren 3. Tranche 2026 für die Junge Szene/Subkultur. Das Online-Antragsportal für die Projektmittel steht bis zum 30. Juli 2026, 18 Uhr, zur Verfügung. Interessierte Kulturschaffende können ihre Anträge innerhalb dieses Zeitraums digital unter www.kultur.bremen.de stellen.
Das Vergabeverfahren für die Junge Szene/Subkultur zielt auf die Unterstützung von Projekten, die wesentlich geprägt sind durch eine experimentelle Herangehensweise sowie noch in der Entstehungsphase befindliche Vorhaben. Die Projekte adressieren zumeist ein Publikum abseits sonstiger geförderter oder kommerzieller Angebote. Des Weiteren werden auch Projekte unterstützt, die unterschiedliche Sparten miteinander verbinden, zum Beispiel durch die Integration von Vorträgen oder interaktiven Elementen. Zusätzlich werden spartenübergreifende Raumnutzungen gefördert, die oft mit Ateliers, Werkstätten oder Workshops kombiniert werden.
Die Förderung der Jungen Szene soll darüber hinaus insbesondere die Gewinnung von Erfahrungen durch die Durchführung von Projekten und Veranstaltungen sowie innovativen Formaten kultureller Präsentation unterstützen. Dabei sollen Teams von Kulturschaffenden gefördert werden, in denen unter 35-Jährige maßgeblich in Entscheidungsprozesse eingebunden sind. Zusätzlich sollen „Start-ups“ im Bereich Kulturprojekten gefördert werden, um innovative Ideen und neue kreative Ansätze zu ermöglichen.
Von der Förderung ausgenommen sind kommerzielle, gewinnorientierte Projekte oder solche, die überwiegend unternehmerischen Ziele, wie zum Beispiel Imagepflege oder Marketing eines gewerblichen Betriebs, verfolgen und Veranstaltungen mit überwiegend internem Begegnungscharakter.
Rückfragen beantwortet beim Senator für Kultur das Team der Jungen Szene/Subkultur per E-Mail unter: jungeszene-sub@kultur.bremen.de
Kultur macht Stark
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Der Bildungsbericht Bildung in Deutschland ist Mitte Juni 2026 erschienen. Er zeigt, dass der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen weiterhin stark von der sozialen Herkunft abhängt. Frühe wie auch außerschulische Lernumwelten können hingegen dazu beitragen, diese Ungleichheiten zu verringern.
Zu den 13 Programmen, die auf Bundesebene ausgewertet wurden, zählt auch „Kultur macht stark“ (S. 290). Dem aktuellen Bildungsbericht zufolge ist dessen Handlungsansatz unter den Bundesförderprogrammen singulär. Das Programm zielt auf mehr Bildungsgerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen: individuell, direkt und vor Ort.
Lokale Bündnisse für Bildung sorgen unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft seit 2013 dafür, dass insbesondere Kinder und Jugendliche mit erschwerten Zugängen durch Kulturelle Bildung profitieren können. Denn die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur wirkt sich positiv auf ihre Kreativität aus und unterstützt die persönliche Entwicklung. Die Projekte stärken soziale Kompetenzen, fördern Entdeckungsfreude und wirken Bildungsabbrüchen entgegen. Sie schützen vor Einsamkeit und extremistischen Einflüssen, indem sie Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft erfahrbar machen.
Wie Sie sich in „Kultur macht stark“ engagieren und zu mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland beitragen können, erfahren Sie auf der Programmseite von „Bündnisse für Bildung“ sowie bei allen 27 Programmpartnern und den 16 Service- und Beratungsstellen in jedem Bundesland.
Den Bildungsbericht 2026 finden Sie hier: Bildung in Deutschland 2026. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
Stellenangebote
Ab Mitte August 2026 sucht das Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum Obervieland e. V. auf Honorarbasis engagierte Trainer:innen für die regelmäßig stattfindenden Zirkuskurse im Rahmen der sozialen Gruppenarbeit.
Das Bürgerhaus wünscht sich eine Person mit einer pädagogischen Ausbildung (z. B. Erzieher:in, Sozialpädagog:in oder vergleichbare Qualifikation). Erfahrungen im Bereich Zirkuspädagogik sind von großem Vorteil, aber keine Voraussetzung.
Das Angebot findet im Bürgerhaus Obervieland in Bremen Kattenturm statt.
Die Zirkusgruppen
Die Kurse finden derzeit donnerstags statt:
- 16:30–17:30 Uhr – Anfänger:innengruppe
- 17:30–19:00 Uhr – Fortgeschrittenengruppe
Honorar pro Termin: 52,50 €
Zu deinen Aufgaben gehören
- Organisation, Planung und Durchführung von zirkuspädagogischem Unterricht für unsere Kindergruppen
- Gestaltung der Angebote gemeinsam im Team mit einer weiteren Zirkustrainer:in
Das wird gewünscht
- Freude und Engagement in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 12 Jahren
- Wenn möglich eine pädagogische Ausbildung (z. B. Erzieher:in, Sozialpädagog:in oder vergleichbar)
- Mehrjährige Erfahrung im zirkuspädagogischen Bereich ist wünschenswert
- Bereitschaft zu regelmäßigen Arbeitszeiten am Donnerstagnachmittag
Bewerbung
Kurze Bewerbung bitte an: bewerbung@bgo-bremen.de
Nadja Lohmann
Leitung des Bereiches Kinder und Familien
Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum Obervieland e. V.
Alfred-Faust-Straße 4
28279 Bremen
Tel.: 0421 696730-20
Mobil: 01520 5863370
Ausschreibungen
Das Projekt „Visiting Curators“ des KH Künstler:innenhaus Bremen macht die Vernetzung Bremer Bildender Künstler:innen mit international tätigen Kurator:innen möglich.
Ab sofort sind alle Bremer Künstler:innen eingeladen, sich auf das Förderprogramm zu bewerben. Fünf renommierte Kurator:innen kommen im November 2026 in die Stadt, um Künstler:innen in ihren Ateliers (oder in einem Raum im KH Künstler:innenhaus Bremen) zu besuchen und ihnen durch Einzelgespräche ein professionelles Feedback und Anregungen zu ihrer künstlerischen Arbeit zu geben.
Bewerbungsfrist: 9. August 2026
Atelierbesuche: 12. und 13. November 2026
Bekanntgabe der Auswahl: September 2026
Das Bewerbungsformular und alle Infos zu den diesjährigen Kuratorinnen finden sich auf unserer Website: www.kh-bremen.de/visiting-curators
Visiting Curators ist ein gemeinsames Projekt des Berufsverband Bildender Künstler:innen Bremen, des Künstlerinnenverbandes Bremen, GEDOK, des KH Künstler:innenhauses Bremen und der Städtischen Galerie Bremen. Das Format findet 2026 zum neunten Mal statt und wird vom KH Bremen organisiert.
english below:
Visiting Curators facilitates networking between Bremen-based visual artists and internationally active curators. From now on, all Bremen artists are invited to apply for the program. Five renowned curators will visit the City in November 2026 to visit artists in their studios (or in a space at the KH Künstler:innenhaus Bremen) and provide them with professional feedback and suggestions on their artistic work through individual consultations.
Application deadline: August 9, 2026
Studio visits: November 12 and 13, 2026
Announcement of selection: September 2026
The application form and all information about this year’s curators are available on our website: www.kh-bremen.de/visiting-curators
Visiting Curators is a joint project of the Bremen Artists‘ Association BBK, the Bremen Artists‘ Association, GEDOK, the KH Künstler:innenhaus Bremen and Städtische Galerie Bremen. The format will take place for the ninth time in 2026 and is organized by KH Bremen.
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FULCRUM war ein dreijähriges Erasmus+-Projekt zur Stärkung zukunftsfähiger soziokultureller Zentren in Europa. Der Bundesverband Soziokultur war als Projektpartner im Verbund des European Network of Cultural Centres (ENCC) beteiligt.
Im Mittelpunkt standen zentrale Zukunftsfragen soziokultureller Arbeit: Wie können Einrichtungen Communities stärken, ökologische Verantwortung übernehmen und ihre Strukturen weiterentwickeln? Die Ergebnisse aus europäischen Trainings, Austauschprozessen und Reflexionen sind in drei praxisorientierten Toolkits sowie einem gemeinsamen Manifest zusammengefasst.
Toolkits für die Praxis
Sustainability at the Centre
Impulse und Werkzeuge für die ökologische Weiterentwicklung von Einrichtungen – von nachhaltigen Betriebsstrukturen über Ressourcenfragen bis zur Organisationsentwicklung.
https://encc.eu/articles/resources-from-sustainability-at-the-centre
Resources from Sustainability at the Centre
Make it Happen
Ansätze für Community Building und Audience Development: Wie können Einrichtungen Beziehungen stärken, Beteiligung fördern und ihre Arbeit partizipativer gestalten?
https://encc.eu/articles/resources-from-make-it-happen
Resources from Make it Happen
Visions for the Future
Europäische Perspektiven auf zentrale Herausforderungen der Soziokultur – darunter gesellschaftliche Polarisierung, veränderte Förderbedingungen, Arbeitsbelastungen, Bürokratie, Extremismus und ökologische Nachhaltigkeit.
https://encc.eu/articles/cultural-centre-challenges-a-toolkit-from-the-second-visions-for-the-future-brainstorm
Cultural Centre Challenges: a toolkit from the second Visions for the Future brainstorm
Manifest: Soziokultur als Infrastruktur
Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist das europäische Manifest zur Zukunft soziokultureller Einrichtungen. Es beschreibt Soziokultur als unverzichtbare Infrastruktur für gesellschaftlichen Zusammenhalt: als Orte der Begegnung, des Dialogs und der Beteiligung. Das Manifest macht zugleich deutlich, dass die langfristige Wirkung soziokultureller Arbeit in bestehenden Förderstrukturen oft nicht ausreichend abgebildet wird. Es formuliert daher Forderungen nach:
- verlässlicher, mehrjähriger Finanzierung
- vertrauensbasierten Förderstrukturen
- Anerkennung von Beziehungsarbeit als zentraler Leistung
- besseren Arbeitsbedingungen in der Soziokultur
https://encc.eu/articles/a-manifesto-from-socio-cultural-centres
A manifesto from socio-cultural centres
Ausschreibungen
Jetzt bewerben bis zum 31.07.2026! Der MIXED UP Preis zeichnet erfolgreiche Kooperationen zwischen Schulen, Kindertagesstätten oder Ganztagsträgern und Partnern der Kulturellen Bildung aus.
Ganztägige Bildung ist ein zentraler Bestandteil im Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen – nicht zuletzt durch den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter. Damit wachsen auch die Chancen, den Ganztag als vielfältigen Bildungs- und Lebensraum neu zu gestalten.
Kulturelle Bildung spielt dabei eine entscheidende Rolle: Kultur, Medien, Spiel und Bewegung gehören unverzichtbar zum Alltag junger Menschen. In Kooperationen zwischen Schulen, Ganztagsträgern oder Kitas und außerschulischen Partnern entstehen Räume, in denen Kinder und Jugendliche ihre Interessen entfalten, ihre Lebensrealitäten reflektieren und sich aktiv einbringen können.
Die BKJ sucht beim MIXED UP Preis suchen herausragende Kooperationen, die zeigen, wie Ganztag gemeinsam, kreativ und qualitätsvoll gestaltet werden kann.
Ausgezeichnet werden Projekte, regelmäßige Angebote oder strukturelle Ansätze, die in besonderer Weise zeigen, wie gelingende Kooperation im Ganztag umgesetzt werden kann. Der MIXED UP Wettbewerb 2026 vergibt drei Preise in Höhe von je 5.000 Euro.
Kooperationen – das Herzstück von MIXED UP
Im Fokus stehen Kooperationen, die beispielsweise:
- Kultur, Medien, Spiel und Bewegung selbstverständlich im Ganztag verankern
- durch multiprofessionelle Zusammenarbeit vielfältige Bildungsangebote ermöglichen
- den Ganztag als Lebensraum verstehen und sich in den Sozialraum öffnen
- die Interessen, Themen und Perspektiven von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen
- Beteiligung, Mitbestimmung und demokratisches Handeln im Alltag fördern
- unterschiedliche Expertisen zusammenbringen und daraus neue Qualitäten entwickeln
- inklusive, diversitätssensible und chancengerechte Zugänge schaffen
- innovative Konzepte und zukunftsorientierte Ansätze im Ganztag erproben
Die Kooperationspartner arbeiten dabei auf Augenhöhe zusammen und gestalten gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen den Ganztag als Ort, an dem sie sich ausprobieren, ausdrücken und wirksam werden können.
Bewerbung und Fristen
Die Bewerbung für den MIXED UP Preis erfolgt über ein Online-Formular. Innerhalb des Formulars gibt es Hinweise zur Beantwortung der jeweiligen Fragen. Start der Bewerbungsphase ist am 15. April 2026.
Der Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 31. Juli 2026.
Eine Rückmeldung erhalten Sie voraussichtlich Mitte Oktober. Die Preisverleihung des MIXED UP Preises findet am 06. November 2026 in Berlin statt.
Veranstaltungen
Einweihung des Fassadenkunstwerks, Ausstellungen und kostenfreies Bühnenprogramm
Das Zentrum für Kunst lädt am Samstag, 27. Juni 2026, ab 14 Uhr herzlich zum Saisonabschlussfest ein. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit kostenfreien Live-Acts, spannenden Ausstellungen und der feierlichen Einweihung des neuen Fassadenkunstwerks von Marina Schulze.
Ein Höhepunkt des Festes ist um 14 Uhr die Enthüllung des 400 Quadratmeter großen Fassadenkunstwerks, das künftig die künstlerische Bedeutung des Hauses im Bremer Stadtbild unterstreicht. „Die Einweihung des Fassaden-Kunstwerks von Marina Schulze ist ein passender Auftakt für das diesjährige Saisonabschlussfest. Damit wird das Haus künftig auch von außen als ein wichtiger Kunst-Ort in Bremen sichtbar und jede Person erkennt, dass sich dieser ehemalige Ort der Tabakproduktion nun zu einem Ort der freien Kunst-Produktion entwickelt hat“, so Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz, die das Kunstwerk offiziell einweihen wird.
Im Anschluss können Gäste aktuelle Kunst direkt vor Ort erleben. Im Erdgeschoss ist Sabine Schellhorns Installation „STRAND – Ort des Wandels“ zu sehen. Auf der Atelieretage im 1. Obergeschoss eröffnet um 15 Uhr die Gruppenausstellung „RAUCHZEICHEN“, in der 18 Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie drei Gäste das Thema „Rauch“ in vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen beleuchten – als Alltagsphänomen, kulturgeschichtliches Motiv und Symbol für Wandel. Die Ausstellung ist bis zum 19. Juli 2026 jeweils samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
Das Nachmittagsprogramm bietet Produktionen der aktuell Residierenden. Um 16 Uhr und 19.30 Uhr führt der kostenpflichtige Live-Audiowalk „Schall und Rauch“ von Katrin Bretschneider & Company über das Gelände des Tabakquartiers. Um 17.30 Uhr präsentiert Paulina Będkowska mit ihrem Team die multimediale Tanzperformance „ARCHIV KÖRPER“, die sich mit der Vergangenheit und der Zukunft der Bremer Tanzszene auseinandersetzt. Auch für diese Aufführung ist ein gekauftes Ticket notwendig.
Um 19 Uhr findet die symbolische Staffelübergabe an die geförderten Künstlerinnen und Künstler der kommenden Spielzeit 2026/2027 statt: Tomas Bünger, Black Mirror Ensemble, Yuval Hameiri, LATURB, Kamil Mualem und Ensemble La Ninfea.
Im Anschluss startet das kostenfreie Open Air-Bühnenprogramm. Die Bremer Band „fernsehn“ eröffnet den Abend mit einem Konzert zwischen Post-Punk, Wave und elektronischen Einflüssen. Um 20 Uhr folgt das Kult-Ensemble „Theatre du Pain“ mit einer satirischen Performance zwischen Musiktheater, Dada und Kabarett. Den musikalischen Abschluss und das Ende des Festes gestaltet um 21 Uhr „Bella Mare & die LandGang“ mit Songs und musikalischem Treibgut der 1960er bis 1980er Jahre – von Hildegard Knef bis New Wave, von Seemannslied bis Popklassiker.
Für das leibliche Wohl sorgt während des gesamten Tages ein Foodtruck von Biten mit Pizza in Bio-Qualität, Kaltgetränken, Fairtrade-Kaffee und Kuchen.
Das Saisonabschlussfest im Zentrum für Kunst ist ein Fest für alle. Es lädt zu Begegnungen ein und macht zeitgenössische Kunst aus Bremen für ein breites Publikum erlebbar.
Weitere Informationen: www.zentrum-fuer-kunst.de
Programmübersicht
- 14 Uhr – Einweihung des neuen Fassaden-Kunstwerks von Marina Schulze
- ab 14 Uhr – Installation „STRAND – Ort des Wandels“ von Sabine Schellhorn
- 15 Uhr – Eröffnung der Gemeinschaftsausstellung „RAUCHZEICHEN“
- 16 Uhr – Live-Audiowalk „Schall und Rauch“*
- 17.30 Uhr – Tanzperformance „ARCHIV KÖRPER“*
- 19 Uhr – Staffelübergabe an die neuen Residierenden 2026/2027
- danach – Konzert: fernsehn
- 19.30 Uhr – Live-Audiowalk „Schall und Rauch“*
- 20 Uhr – Auftritt: Theatre du Pain
- 21 Uhr – Konzert: Bella Mare und die LandGang
* kostenpflichtig
Veranstaltungen
Das Kunstfestival Tenever geht in die dritte Runde! Diemal lädt Quartier gGmbH an drei Tagen zu einem Allstyle Dancebattle, Zirkus und Tanz auf den Marktplatz in Tenever ein – wie immer kostenlos und für alle!
Kick-Off: Allstyle Battle „GROOVES“ // Sa, 15.08.2026
Ein Allstyle Dancebattle, auch in den vergangenen zwei Jahren ein Highlight, eröffnet das Festival. Bei der Organisation unterstützt uns wieder Breakdancer Barry Donkor. Getanzt wird 2vs2. Los geht es mit Tänzer:innen bis 16 Jahre, danach sind die älteren Tänzer:innen dran. Alle sind willkommen!
Gleichzeitig gibt es auf dem Marktplatz wieder die Möglichkeit, T-Shirts oder andere Textilien mit Siebdruck individuell zu gestalten. Kinder können außerdem in einem offenen Straßenatelier kreativ werden.
Zirkusshow // Trio Mio // Do, 20.08.2026
Trio Mio – das sind Martin Bogus, Paul Wallner und Merle Freund. Sie verknüpfen ihr artistisches Können mit kleinen Geschichten und nehmen mit ihrem mobilen Circus-Theater ihr Publikum mit auf die Reise in eine Welt (fast) ohne Schwerkraft… Eine lebensfrohe Darbietung aus Jonglage, Diabolospiel und Akrobatik.
Tanz // Pretty Playful Productions // Fr, 28.08.2026
Pretty Playful Productions ist ein Bremer Kollektiv unter der Leitung von Johanna Schlösser und Miriam Röder. Mit einem Schwerpunkt auf Tanztheater für ein junges Publikum entwickelt das Team interdisziplinäre, forschende und offene Formate, die neue Wahrnehmungs- und Begegnungsräume schaffen – für uns auch auf dem Marktplatz in Tenever! Hier zeigen sie ihr neues Stück „Wirbelwind“, bei dem auch Felix Reisel als Musiker und Performer auf der Bühne steht.
Genauere Infos gibt es bald auf der Website www.quartier-bremen.de.