Veranstaltungen
Das Jubiläumsprogramm der Aktionswochen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung im Bremer Norden lädt zu mehr als 17 kostenfreien Veranstaltungen vom 9. bis zum 25. September ein.
Die Aktionswochen „Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“ feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Vom 9. bis 25. September 2026 finden mehr als 17 kostenfreie Veranstaltungen in Vegesack, Burglesum und Blumenthal statt – von Lesungen und Workshops über Führungen und Vorträge bis hin zu Kreativangeboten für Kinder, Jugendliche und Familien.
Das Jubiläum fällt in eine Zeit, in der demokratiegefährdende Entwicklungen bundesweit zunehmen. Rechte und menschenverachtende Einstellungen und Haltungen finden immer mehr Verbreitung – sei es in der Politik, den Medien oder auch bei der Arbeit, in der Schule und in der Freizeit. Die Sicherheitsbehörden registrierten zuletzt so viele politisch rechts motivierte Straftaten wie nie zuvor [1]. Und Diskriminierung bleibt für viele Menschen Alltag: Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes verzeichnete im vergangenen Jahr einen erneuten Höchststand an Beratungsanfragen [2].
Diese Entwicklungen sind auch im Bremer Norden spürbar. Rechte Graffiti, Aufkleber und Parolen tauchen immer wieder im öffentlichen Raum auf, während sich diskriminierende Aussagen in sozialen Netzwerken zunehmend normalisieren.
„Die Aktionswochen greifen diese Themen auf und schaffen Gelegenheiten, sich mit ihren Ursachen und Folgen auseinanderzusetzen und sich zu vernetzen.“ erklärt Melikşah Şenyürek, Kommunalbeauftragte für die Partnerschaften für Demokratie leben! der Freien Hansestadt Bremen.
Die Veranstalterinnen Claudia Czycholl und Barbara Peper von der Werkstatt Antidiskriminierung e. V. betonen: „Das Engagement ist enorm: über 170 Veranstaltungen haben die vielen Akteur*innen seit 2017 für die Aktionswochen auf die Beine gestellt. Sie machen deutlich: Eine offene und solidarische Gesellschaft entsteht nicht von allein – es braucht Menschen, die sich entschieden gegen Diskriminierung, antidemokratische Tendenzen sowie rechte Aktivitäten einsetzen und aktiv für vielfältige Lebensentwürfe eintreten.“
Zu den Höhepunkten der diesjährigen Veranstaltungen gehört der Auftakt „Vielfalt leben – Diskriminierung überwinden“ am 9. September im Kulturbahnhof Vegesack, die moderierten Lesungen „Anti Opfer – Warum wir Verletzlichkeit verachten“ mit Alice Hasters, „Was wir Männer wirklich verlieren“ mit Patrick van Lier alias Feministo und „Ausgeliefert!“ mit Aktivist und Gewerkschafter Orry Mittenmayer. Außerdem lädt das Erzählcafé ins Doku Blumenthal ein zu „66 Jahre Gemeinsamkeit – Die unsichtbaren Held*innen von Blumenthal“ mit Ismet Balkan.
Ergänzt wird das Programm durch Workshops zu Antidiskriminierung und Arbeitswelt, Führungen, Familienangebote, Kreativaktionen für Kinder und Jugendliche sowie weitere Diskussions- und Kulturveranstaltungen. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei; für einzelne Angebote wird um eine Anmeldung gebeten.
Programmhöhepunkte
Mittwoch, 9. September | 16 Uhr
Vielfalt leben – Diskriminierung überwinden
Auftaktveranstaltung mit Vorstellung der Partnerschaften für Demokratie Bremen Nord und Mitte, Comedy, Kinderbetreuung sowie kostenfreien Getränken und Snacks.
Kulturbahnhof Vegesack, Hermann-Fortmann-Straße 32, 28759 Bremen
Samstag, 12. September | 19.30 Uhr
Was wir Männer wirklich verlieren
Moderierter Austausch mit Patrick van Lier alias Feministo. Für alle ab 14 Jahren. Kostenfreie Tickets: kulturbuerobremennord.de
KITO, Alte Hafenstraße 30, 28757 Bremen
Dienstag, 15. September | 20 Uhr
Anti Opfer – Warum wir Verletzlichkeit verachten
Moderierte Lesung mit Alice Hasters. Für alle ab 14 Jahren.
Kostenfreie Tickets: kulturbuerobremennord.de
Kulturbahnhof Vegesack, Hermann-Fortmann-Straße 32, 28759 Bremen
Samstag, 19. September | 19:30 Uhr
Ausgeliefert!
Lesung mit Aktivist und Gewerkschafter Orry Mittenmayer. Eine Veranstaltung von Faire Integration Bremen und ADA – Antidiskriminierung in der Arbeitswelt.
Kostenfreie Tickets: kulturbuerobremennord.de
KITO Bremen, Alte Hafenstraße 30, 28757 Vegesack
Donnerstag, 24. September | 14:30 Uhr
66 Jahre Gemeinsamkeit – Die unsichtbaren Held*innen von Blumenthal
Erzählcafé mit Ismet Balkan mit Raum für persönliche Geschichten, Austausch und Diskussion – mit Kaffee und Kuchen. Anmeldung möglich: info@doku-blumenthal.de
DOKU Blumenthal, Heidbleek 10, 28779 Bremen
Darüber hinaus finden weitere Workshops, Kreativangebote, Ausstellungen und Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Das vollständige Programm ist unter https://www.werkstatt-antidiskriminierung.org abrufbar.
Über die Aktionswochen
Die Aktionswochen „Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“ finden seit 2017 im Bremer Norden statt und feiern 2026 ihr zehnjähriges Bestehen. Organisiert wird das Programm von der Werkstatt Antidiskriminierung e. V. gemeinsam mit zahlreichen Vereinen, Initiativen und Einrichtungen. Gefördert werden die Aktionswochen von der Partnerschaft für Demokratie Bremen Nord im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Quellenhinweise
[1] Politisch motivierte Kriminalität (PMK) – Jahresbilanz 2025
Bundesministerium des Innern und für Heimat / Bundeskriminalamt (BKA). Die Statistik weist für 2025 einen Höchststand bei politisch rechts motivierten Straftaten aus.
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2025/05/pmk2024.html
[2] Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes 2025
Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Der Bericht dokumentiert einen erneuten Höchststand bei den Beratungsanfragen im Jahr 2025.
https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ThemenUndForschung/Berichte_Publikationen/Jahresberichte/jahresberichte_node.html
Ausschreibungen
Für 2026 wird vom Flecken Ottersberg zum zehnten Mal ein Kunstpreis für alle Sparten der zeitgenössischen Kunst ausgeschrieben.
Zusätzlich wird zum fünften Mal ein Nachwuchsförderpreis für Studierende der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg ausgelobt.
Der Hauptpreis
Teilnehmen können alle professionellen Künstler/innen, die ihren Wohnsitz in der Metropolregion Bremen-Oldenburg oder dem Landkreis Rotenburg haben oder dort geboren sind.
Studierende der Kunsthochschulen dieser Region können sich ab dem 4. Semester beteiligen.
Der Preis wird für besondere Leistungen vergeben. Er ist mit 5.000 € dotiert. Der/die Preisträger/in erhält darüber hinaus in 2027 eine Einzelausstellung gemeinsam mit der/dem Preisträger/in für den Nachwuchsförderpreis.
Eine Jury wählt aus dem eingereichten Bewerbungsmaterial die Künstlerpositionen für eine Ausstellung in Buthmanns Hof Fischerhude aus. Weiterhin nominiert die Jury den/die Preisträger/in. Die Verleihung des Preises findet im Rahmen der Eröffnung der Kunstausstellung in Buthmanns Hof, Fischerhude, am 12. November 2026 statt.
Der Nachwuchsförderpreis
Der Nachwuchsförderpreis wird von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung gestiftet. Er wird in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben.
Bewerben können sich alle Studierenden der HKS Ottersberg.
Der Preis ist mit 1.500 € dotiert. Der/die Preisträger/in erhält darüber hinaus in 2027 eine Einzelausstellung gemeinsam mit der/dem Preisträger/in für den Hauptpreis.
Eine Jury nominiert aus dem eingereichten Bewerbungsmaterial den/die Preisträger/in. Die Verleihung des Preises findet bei der Eröffnung der Kunstausstellung in Buthmanns Hof, Fischerhude, am 12. November 2026 statt.
Studierende der Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg können sich parallel für beide Preise bewerben.
Stellenangebote
Das Steptext-Team sucht ab dem 15.09.2026 einen Mitarbeiter:in im Bereich künstlerische Produktion und Organisation (m/w/d).
Über steptext
steptext dance project ist in der Bremer Schwankhalle ansässig und produziert und präsentiert zeitgenössischen Tanz in weltweiter Vernetzung. Tanz verstehen wir dabei als
Raum für künstlerischen Austausch und gesellschaftlichen Dialog. Seit der Gründung 1996 entwickelt der künstlerische Leiter Helge Letonja international tourende Ensemblechoreografien. In Zusammenarbeit mit Partnern in Europa, Afrika und Südamerika entstehen Produktionen, Festivals, Residenzen sowie Vermittlungs- und Forschungsformate.
Mit dem Jugendlabel young artists (seit 2003, künstlerische Leitung: Augusto Jaramillo-Pineda) realisieren wir Bühnenproduktionen, Tanztheatercamps, regelmäßige Trainings und
Kooperationsprojekte mit Schulen und internationalen Partnern. Seit 2019 ist steptext zudem Produzent des Ensembles Of Curious Nature unter der künstlerischen Leitung von Helge Letonja. Mit international tourenden Produktionen, emotional intensiver Bewegungssprache und einem abgestimmten Vermittlungsprogramm macht OCN die Kreativität der Tanzkunst anschaulich. Gastchoreograf:innen aus aller Weltbereichern regelmäßig das Repertoire.Wir verbinden künstlerische Praxis, internationale Zusammenarbeit und kulturelle Bildung – in Bremen und darüber hinaus – und eröffnen unserem Publikum vielfältige Zugänge zuzeitgenössischem Tanz.
Deine Aufgaben:
im Bereich Produktion
- Projektkoordination- und Organisation
- Festival- und Gastspielorganisation
- Kommunikation zwischen den Produktionsbeteiligten Gewerken, mit beteiligtenKünstler:innen und Kooperationspartner:innen
- Schnittstelle zwischen Kunst und Produktionshaus
- Zeitlinien Produktionen (in Abstimmung mit Trainingsleitung)
- Kommunikation/Abstimmungen innerhalb der Schwankhalle (Dispo und Technik, Dokumentation, Archivierung, Evaluation und Berichterstattung)
- Künstlerbetreuung und Abenddienste (nach Absprache)
im Bereich Kommunikation
- Planung von Werbemitteln (Fototermine, Plakate/Flyer, Verteilung, Großflächen, Anzeigen, etc.)
- Mailingaussand steptext und OCN
- Social Media Content und Planung
- Verteilerpflege & Pressespiegel
Dein Profil
- abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Projekt- /Kulturmanagement oder abgeschlossene Ausbildung im kaufmännischen Bereich
- Berufserfahrungen (mind. 1 Jahr)
- Eigeninitiative und Freude daran, Projekte praktisch umzusetzen
- ausgeprägte Organisations- und Kommunikationsstärke
- Problemlösefähigkeit und Erkennen von Prioritäten
- Engagement, Felxibilität und Belastbarkeit
- Teamfähigkeit
- Verständnis für künstlerische Prozesse
- mind. Englischkenntnisse B1 erwünscht (internationaler Arbeitskontext)
Wir bieten
- eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit mit Gestaltungsspielraum
- die Mitarbeit in einem engagierten Team und in einem internationalen, interkulturell geprägtem Arbeitsumfeld
- die Möglichkeit, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten
Was uns wichtig ist
Wir arbeiten eng mit den Künstler:innen und kreativen Teams zusammen, die an unseren Produktionen, Gastspielen, Festivals und interdisziplinären Formaten beteiligt sind.
Offenheit, Zugewandtheit und Freude am Austausch sind für uns zentral. Gesucht wird eine Person, die gerne mit Menschen arbeitet, unterschiedliche Perspektiven zusammenführt,
kommunikative Prozesse verlässlich gestaltet und im Miteinander die Fäden zusammenhält. Wir setzen auf eine vielfältige und inklusive Personalpolitik und begrüßen Bewerbungen von
Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Perspektiven und Hintergründen.
Wir möchten die Stelle zum 15. September 2026 besetzen und freuen uns auf deine vollständige Bewerbung. Bitte sende deine Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse
als ein PDF) unter Nennung deiner Gehaltsvorstellung bis 21. August 2026 an: management@steptext.de
Melde dich bei Fragen
Kerstin Witges & Anke Euler, Telefon: 0421-704216
steptext dance project e.V.
c/o Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen
Ausschreibungen
Im Rahmen des Veranstaltungsformats TWOGETHER der Bremischen Landesvertretung in Brüssel vergibt der Senator für Kultur ein Ausstellungstipendium an professionell arbeitende Bremer Künstlerinnen und Künstler. Ab November 2026 erhält eine ausgewählte Künstlerpersönlichkeit die Gelegenheit, ihr zeichnerisches Werk ein Jahr lang in einer kompakten Ausstellung den internationalen Gästen der Bremer Landesvertretung in Brüssel zu präsentieren. Im Anschluss besteht zudem die Möglichkeit, die Ausstellung für mehrere Monate in den Räumlichkeiten der Bremer Landesvertretung in Berlin zu zeigen.
Was ist TWOGETHER?
TWOGETHER ist ein seit 2003 in der Bremischen Landesvertretung Brüssel etabliertes Lesungs- und Ausstellungsformat, welches Literatur und Bildende Kunst auf innovative Art und Weise vereint. Bei TWOGETHER werden im Rahmen einer Vernissage der/die aktuelle Förderpreisträger:in des Bremer Literaturpreises mit einer vom Senator für Kultur prämierten Bremer Künstlerpersönlichkeit zusammengebracht. Die Ausstellung wird in den Räumlichkeiten der Landesvertretung ein Jahr lang einem internationalen Publikum gezeigt.
Wer kann sich bewerben?
Bewerben können sich alle professionell in Bremen tätigen Künstlerinnen und Künstler mit Schwerpunkt auf dem Medium Zeichnung. Der Begriff Zeichnung wird bewusst weit gefasst: Von feinen Bleistift- und Federarbeiten über expressive Pastell- und Kohlezeichnungen bis hin zu multimedialen Comics und Illustrationen ist alles willkommen. Neben klassischen Techniken sind auch experimentelle Ansätze erwünscht, die neue Technologien, ungewöhnliche Medien und Trägermaterialien einbeziehen, den Raum erobern oder das Medium Papier spielerisch reflektieren.
Wie kommen bei twogether Kunst und Literatur zusammen?
Da TWOGETHER im Rahmen der Eröffnungsfeier stets den Förderpreisträger des angesehenen Bremer Literaturpreises (ausgerichtet von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung) lesen lässt, wäre es optimal, wenn die Künstlerinnen und Künstler mit ihrer zeichnerischen Position ästhetisch einen Bezug auf die diesjährige literarische Arbeit herstellen könnten. Dies ist aber kein absolutes Muss: Die Jury ist völlig frei in ihrer fachlichen Entscheidung.
In diesem Jahr wird der Autor Kaleb Erdmann aus seinem Buch Die Ausweichschule lesen. Der Roman thematisiert den Amoklauf im Jahr 2002 an einem Erfurter Gymnasium, den Erdmann selbst als Fünftklässler miterlebte. Dabei handelt es sich weniger um einen klassischen Erfahrungsbericht, sondern vielmehr um eine vielschichtige und poetische Reflexion des Ich-Erzählers über die literarische Verarbeitung traumatischer Ereignisse sowie über die Auseinandersetzung mit Trauma- und Erinnerungsarbeit.
Welche Bewerbungsunterlagen muss ich einreichen?
- aussagekräftige künstlerische Biografie (CV)
- ausführliches aktuelles Portfolio
- ca. 1 Seite Beschreibung zur künstlerischen Position
- Auswahl der zeichnerischen Werke inkl. Werkangaben und Maße, die in Brüssel ausgestellt werden sollen (Raummaße werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt)
Wie wird ausgewählt?
Eine vom Senator für Kultur zusammengestellte Fachjury trifft die Auswahl.
Das Ergebnis wird im September 2026 bekanntgegeben.
Wann beginnt und endet die Ausstellung?
26. November 2026 bis November 2027
Wann ist der Ausstellungsaufbau?
23. bis 25. November 2026
Gibt es ein Ausstellungshonorar?
Es wird ein Honorar in Höhe von € 2.000,00 für die Jahresausstellung gezahlt (darin inkludiert sind Kosten für Auf- und Abbau sowie Transportversicherung, die selbst abgeschlossen werden muss).
Wer übernimmt Reise-, Transport- und Übernachtungskosten?
Neben dem Ausstellungshonorar wird zudem eine Kostenerstattung von bis zu max. € 2.000,00 für Reise-, Transport- und Übernachtungskosten (nach Rechnungstellung mit entsprechenden Belegen) übernommen.
Gibt es etwas Besonderes zu beachten?
Der Auf- und Abbau muss eigenverantwortlich organisiert werden. Rahmen und Material zum Hängen sind mitzubringen, wobei Schnüre und Haken für die Galerieleiste vorhanden sind. Die Werke dürfen nur an Fäden gehängt werden, Nägel oder Bohrungen sind nicht zulässig.
Bitte beachten Sie, dass es sich nicht um einen klassischen Ausstellungsraum handelt, sondern um einen Multifunktionsraum, der für Veranstaltungen genutzt wird. Dies muss bei der Präsentation der Kunstwerke dementsprechend berücksichtigt werden. Wir empfehlen zum Schutz der Werke Rahmen.
Bis wann kann ich mich bewerben?
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen im PDF-Format (max. 12 MB) bis spätestens 23.8.2026 an folgende E-Mail-Adresse: twogether@kultur.bremen.de
Ausschreibungen
Antragsfrist 31.08.2026.
Die kleine Projektförderung des Musikfonds legt einen Fokus auf Projekte im ländlichen Raum und in strukturschwachen Regionen. Für Projekte, deren Gesamtkosten 10.000 Euro nicht überschreiten, können Anträge mit einer Fördersumme bis zu max. 3.000 Euro gestellt werden.
Förderungen
Antragsschlüsse: 31.7.2026 & 31.1.2027.
Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt im Rahmen der Allgemeinen Projektförderung Projekte aus allen künstlerischen Bereichen. Besonders gefördert werden dabei innovative Vorhaben mit internationalem Bezug. Für eine Förderung muss der beantragte Betrag mindestens 50.000 Euro umfassen.
Stellenangebote
Das vereinsgeführte Kulturhaus Walle Brodelpott sucht zum 1. September oder zum späteren nächstmöglichen Zeitpunkt für die Dauer von einem Jahr Unterstützung im Bereich Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Vergütung erfolgt nach dem Haustarif. Der Brodelpott ist ein soziokulturelles Zentrum im Bremer Westen. Seit über 40 Jahren bieten wir einen Ort der Begegnung für Menschen jeden Alters mit vielfältigen kulturellen Angeboten. Unser Schwerpunkt liegt auf Stadtteilgeschichte, Kreativangeboten, Straßenfesten, Musikveranstaltungen, Lesungen und Vorträgen.
Wir suchen eine Person, die
- an vier Tagen pro Woche jeweils vier Stunden (insgesamt 16 Stunden pro Woche) vor Ort arbeiten kann,
- die Mitgliederverwaltung übernimmt,
- bei der Vermietung unserer Räume unterstützt,
- Bestellungen betätigt,
- den Telefondienst sowie allgemeine Büroaufgaben und
- Teile der Öffentlichkeitsarbeit übernimmt.
Wir bieten
- einen attraktiven Arbeitsplatz in einer denkmalgeschützten ehemaligen Schule im Waller Osterfeuerberg-Viertel,
- die Mitarbeit in einem engagierten und erfahrenen Team aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, das offen für neue Impulse und Ideen ist,
- eine umfassende Einarbeitung,
- einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag mit vielfältigen Aufgaben sowie die Möglichkeit, sich an der Planung und Durchführung von Veranstaltungen zu
beteiligen.
Wir erwarten
- eine strukturierte und selbstständige Arbeitsweise,
- Flexibilität und die Bereitschaft den Alltag einer Kultureinrichtung zu unterstützen.
- einen sicheren Umgang mit den gängigen Büro-Anwendungen (Word und Excel) und im besten Fall WordPress,
- sehr gute Deutschkenntnisse, insbesondere für die Unterstützung bei Pressemitteilungen,
- Freude an der Kulturarbeit sowie Offenheit im Umgang mit unterschiedlichen Menschen.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen als PDF per E-Mail an: r.menendez@kulturhauswalle.de
Ausschreibungen
In diesem Jahr schreibt der Senator für Kultur erneut drei Projektstipendien zu je 5.000,- Euro und drei Nachwuchsstipendien zu je 4.000,- Euro für Bremer Autorinnen aus. Mindestens eins der insgesamt sechs Stipendien ist für die Förderung eines Kinder- bzw. Jugendbuchprojekts vorgesehen.
Bewerbungen für die Stipendien sind bis zum 31. August 2026 möglich.
Bremen ist seit Oktober 2023 UNESCO Creative City of Literature – nicht zuletzt auch deshalb wurde der Hansestadt diese Ehre zuteil, weil es in der Stadt eine beeindruckend vielfältige und lebendige Autor:innenszene gibt. Zur Förderung des literarischen Nachwuchses sowie professionell arbeitender Autor:innen hat der Senator für Kultur in den letzten vier Jahrzehnten jährlich zwei Stipendien vergeben und damit nicht wenigen Bremer Autor:innen zum nachhaltigen Durchbruch auf dem Buchmarkt verholfen. Nach Titelerhalt konnte die ausgeschriebene Stipendienanzahl 2024 erstmals von zwei auf insgesamt sechs Stipendien erhöht werden. Auch 2026 werden wieder sechs Stipendien an Schriftstellerinnen ausgeschrieben, die ihren Wohnsitz in Bremen oder umzu haben.
Es werden insgesamt drei Nachwuchs- und drei Projektstipendien vergeben; wobei mindestens ein Nachwuchs- oder ein Projektstipendium an ein Kinder- bzw. Jugendbuchprojekt verliehen wird, um die starke Präsenz von Kinder- und Jugendbuchautor:innen in Bremen zu würdigen und weiter zu fördern. Autor:innen, die das Nachwuchs- bzw. Projekt-Stipendium in der Vergangenheit bereits erhalten haben, können sich ebenfalls – allerdings frühestens drei Jahre nach Erhalt des Stipendiums – erneut mit einem neuen Projekt auf das Autor:innenstipendium bewerben.
Die Organisation der Ausschreibung und Vergabe liegt erneut beim Literaturhaus Bremen. Der Umwelt zuliebe wird das gesamte Bewerbungsverfahren wie bereits in den vergangenen Jahren digital durchgeführt.
Kultur macht Stark
News
Der Deutsche Kulturrat appelliert an die Bundesregierung, die Weichen für neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ zu stellen.
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, appelliert an die Bundesregierung, namentlich an das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die im Koalitionsvertrag formulierte, neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt zu sichern. Er fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf, bei den anstehenden Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2027 die entsprechenden Mittel in mindestens bisheriger Höhe bereitzustellen und ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigung zu sichern.
Das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ startete 2013, 2027 endet die dritte Förderperiode. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegebenen externen Evaluationen bescheinigen dem Programm eine hohe Wirksamkeit, insbesondere weil die Zielgruppe Kinder und Jugendliche in Risikolagen gut erreicht wird. Rund 90 Prozent aller Angebote werden von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen, die ansonsten nicht an der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung partizipieren. Damit werden insbesondere herausgeforderte Familien entlastet. Das Programm ist in allen Bundesländern vertreten. Seit Beginn des Programms wurden in 99 Prozent aller Kreise und kreisfreien Städte Bündnisse für Bildung durch „Kultur macht stark“ unterstützt. Knapp 37 Prozent der Projekte werden in ländlichen Räumen angeboten, was besonders hervorzuheben ist.
Umgesetzt wird das Programm durch bundesweit tätige Programmpartner, die diese Mittel an lokale Bildungsbündnisse außerschulischer Bildungsträger, an denen mindestens drei Partner beteiligt sind, weiterleiten. Den Programmpartnern obliegt die inhaltliche Auswahl lokaler Bildungsbündnisse sowie die verwaltungstechnische Betreuung. Die spezifische Struktur der Zusammenarbeit ermöglicht schnelles Reagieren auf aktuelle bildungspolitische Anforderungen und wirkt unterstützend im Bereich der Extremismusprävention, im Verhandeln von gesellschaftlichem Miteinander sowie bei der Stärkung mentaler Resilienz von Kindern und Jugendlichen. Fachkräfte an außerschulischen Bildungs-, Jugend- und Kulturorten verfügen über Expertise und Vernetzungen, um Bildungsbedarfe und -bedürfnisse adäquat zu erfassen und zu decken.
Die bundesweit tätigen Programmpartner müssen sich jeweils für eine Förderperiode mit einem inhaltlichen und pädagogischen Konzept bewerben. Das schließt die Weiterentwicklung erprobter Konzepte ein. Die Programmpartner werden von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt. Das wettbewerbliche Verfahren und die Auswahl durch eine Fachjury gewährleisten, dass verschiedene künstlerische Sparten und Ausdrucksformen einschließlich der Medienbildung vertreten sind und eine Anbindung an zivilgesellschaftliche Akteure vor Ort gegeben ist. Die bisherigen Förderperioden haben belegt, dass durch die Expertise von Programmpartnern vorheriger Förderperioden und neue Sichtweisen der Hinzukommenden sowohl der Erfahrungsaustausch als auch eine Erneuerung des Programms gewährleistet sind.
Seit Beginn des Programms im Jahr 2013 haben die Programmpartner unter Beweis gestellt, dass die Umsetzungsstruktur wirkungsvoll ist. Das gilt für alle damit verbundenen Prozesse inklusive der Förderverfahren. Auf eigene Initiative hin haben sich die Programmpartner vernetzt und stehen in einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch.
Aufgrund des Erfolgs von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ und dem nach wie vor bestehenden Handlungsbedarf, Kindern und Jugendlichen aus Risikolagen den Zugang zu außerschulischer kultureller Bildung zu ermöglichen und damit ihre Teilhabechancen zu erhöhen, fordert der Deutsche Kulturrat:
- eine weitere Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt zu sichern, hierfür im Haushalt 2027 entsprechende Haushaltsmittel vorzusehen und für die Jahre ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigungen abzusichern; das Finanzvolumen muss mindestens dem der aktuellen Förderperiode entsprechen;
- um einen Förderknick zu vermeiden, noch in diesem Jahr die Förderrichtlinie und Ausschreibung für die neue Förderperiode mit ausreichendem Vorlauf zur Erarbeitung der Bewerbung durch die künftigen bundesweit tätigen Programmpartner auf den Weg zu bringen und dabei auch potenzielle neue Partner zu adressieren;
- die Auswahl der künftigen Programmpartner in den Händen einer unabhängigen Fachjury zu belassen;
- den im Koalitionsvertrag vereinbarten Bürokratieabbau und die Verwaltungsvereinfachung in der neuen Förderperiode konsequent anzuwenden. Das bedeutet konkret, den ausgewählten Programmpartnern mit Vertrauen zu begegnen und vor allem die Anforderungen für die lokale Ebene niedrigschwellig und einfach zu halten. Dazu zählt bspw. summarische Verwendungsnachweise zu ermöglichen, wenn die Projektdurchführung dem Antrag grundsätzlich entspricht. Nur so kann die Einbindung bürgerschaftlichen Engagements und zivilgesellschaftlicher Initiativen sichergestellt werden.
Mit Blick auf die neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ regt der Deutsche Kulturrat an:
- ein besonderes Augenmerk auf Bildungsübergänge von der Kita in die Schule und von der Grundschule zu weiterführenden Schulen sowie am Übergang zur Berufsausbildung oder Studium zu legen. Sie sind herausfordernd für Kinder und junge Menschen. Neue Umgebungen, neue Personen, neue Anforderungen und anderes mehr stellen für Kinder und junge Menschen, insbesondere aus Risikolagen, eine Herausforderung dar. Außerschulische kulturelle Bildungsangebote können sie in herausfordernden Lebensphasen stärken und unterstützen. Sie tragen zur Bildung von Selbstbewusstsein und -wirksamkeit bei und stärken das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gemeinschaft;
- weiterhin ein besonderes Augenmerk auf das Erreichen von Kindern und Jugendlichen in ländlichen Räumen zu legen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in ländlichen Räumen. Kulturelle Angebote vor Ort sind ein zentraler Faktor für die Schaffung gleichwertigen Lebensverhältnisse und ein Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt, der zur Demokratiestärkung beiträgt. Es sollte ein Anteil von 50 % an Projekten in ländlichen Räumen angestrebt werden;
- die durch „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ geförderten lokalen Bildungsbündnisse zu stärken, da sie dazu beitragen können, den Ganztag auch im Sinne des „UNESCO-Framework for Culture and Arts Education“qualitativ weiterzuentwickeln. Außerschulische Partner der kulturellen Bildung bringen eigene pädagogische Konzepte und Formen non-formalen Lernens in kommunale Bildungslandschaften ein. „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ bietet hierfür bereits erprobte Strukturen;
- die Potenziale des Programms zur Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes in der digitalen Welt zu nutzen. Digitalität prägt die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Medienbildung greift als präventives Mittel neue Kultur- und Ausdrucksformen auf, vermittelt Kompetenzen in der Nutzung und kreativen Gestaltung digitaler Medien und stärkt die kritische Reflexion;
- zur Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit gezielte Ansätze zu erproben, um auch Jungen in der kulturellen Bildung besser zu erreichen und ihre spezifischen Interessen, Zugänge und Unterstützungsbedarfe stärker zu berücksichtigen. In Teilnahmedaten zeigt sich ein leichter Überhang von Teilnehmerinnen;
- auch in einer kommenden Förderperiode konsequent an Schutzkonzepten festzuhalten und die Programmpartner mit passenden Ressourcen auszustatten, damit sie die Bildungsbündnisse vor Ort befähigen können, wirksam zur Gewaltprävention beizutragen.
Ausschreibungen
Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis wird in 2026 erstmals ausgeschrieben und in den Folgejahren bis zunächst 2029 jährlich ausgelobt. Die Bewerbungsfrist ist der 16.08.2026.
Einsamkeit ist eine vielschichtige gesellschaftliche Herausforderung: Sie beeinträchtigt die physische und psychische Gesundheit und gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis rückt dieses wichtige Thema ins Rampenlicht – und würdigt vor allem diejenigen, die bereits heute aktiv handeln: Projekte, Organisationen und Initiativen, die gegen Einsamkeit kämpfen und für gelebtes Miteinander einstehen.
Mit dem Preis setzt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) und im Rahmen der Allianz gegen Einsamkeit ein klares Zeichen: Wir können der Herausforderung Einsamkeit gemeinsam begegnen. Der Wettbewerb lenkt den Blick auf inspirierende Ideen, die es bereits gibt und soll Andere anregen, ebenfalls für soziale Verbundenheit aktiv zu werden.
Der Preis wird im Rahmen der Allianz gegen Einsamkeit vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Karien Prien.
Bewerbungen sind in folgenden Kategorien möglich:
- Kommunen und öffentliche Einrichtungen
- Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement
- Wirtschaft und Arbeitswelt
- Angebote für besonders schwer erreichbare Zielgruppen
In jeder Kategorie werden ein 1., 2. und 3. Platz ausgezeichnet.
Gesucht werden wirkungsvolle, innovative und übertragbare Ansätze gegen Einsamkeit. Die ausgezeichneten Projekte erhalten Preisgelder und bundesweite Sichtbarkeit.
Bewerbungsfrist: bis einschließlich Sonntag, den 16.08.2026
Bewerbung: online über Bewerbungsformular Deutscher Gemeinsamkeitspreis
Weitere Informationen und FAQ: https://kompetenznetz-einsamkeit.de/deutscher-gemeinsamkeitspreis-2026