Ausschreibungen
Im Rahmen des Veranstaltungsformats TWOGETHER der Bremischen Landesvertretung in Brüssel vergibt der Senator für Kultur ein Ausstellungstipendium an professionell arbeitende Bremer Künstlerinnen und Künstler. Ab November 2026 erhält eine ausgewählte Künstlerpersönlichkeit die Gelegenheit, ihr zeichnerisches Werk ein Jahr lang in einer kompakten Ausstellung den internationalen Gästen der Bremer Landesvertretung in Brüssel zu präsentieren. Im Anschluss besteht zudem die Möglichkeit, die Ausstellung für mehrere Monate in den Räumlichkeiten der Bremer Landesvertretung in Berlin zu zeigen.
Was ist TWOGETHER?
TWOGETHER ist ein seit 2003 in der Bremischen Landesvertretung Brüssel etabliertes Lesungs- und Ausstellungsformat, welches Literatur und Bildende Kunst auf innovative Art und Weise vereint. Bei TWOGETHER werden im Rahmen einer Vernissage der/die aktuelle Förderpreisträger:in des Bremer Literaturpreises mit einer vom Senator für Kultur prämierten Bremer Künstlerpersönlichkeit zusammengebracht. Die Ausstellung wird in den Räumlichkeiten der Landesvertretung ein Jahr lang einem internationalen Publikum gezeigt.
Wer kann sich bewerben?
Bewerben können sich alle professionell in Bremen tätigen Künstlerinnen und Künstler mit Schwerpunkt auf dem Medium Zeichnung. Der Begriff Zeichnung wird bewusst weit gefasst: Von feinen Bleistift- und Federarbeiten über expressive Pastell- und Kohlezeichnungen bis hin zu multimedialen Comics und Illustrationen ist alles willkommen. Neben klassischen Techniken sind auch experimentelle Ansätze erwünscht, die neue Technologien, ungewöhnliche Medien und Trägermaterialien einbeziehen, den Raum erobern oder das Medium Papier spielerisch reflektieren.
Wie kommen bei twogether Kunst und Literatur zusammen?
Da TWOGETHER im Rahmen der Eröffnungsfeier stets den Förderpreisträger des angesehenen Bremer Literaturpreises (ausgerichtet von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung) lesen lässt, wäre es optimal, wenn die Künstlerinnen und Künstler mit ihrer zeichnerischen Position ästhetisch einen Bezug auf die diesjährige literarische Arbeit herstellen könnten. Dies ist aber kein absolutes Muss: Die Jury ist völlig frei in ihrer fachlichen Entscheidung.
In diesem Jahr wird der Autor Kaleb Erdmann aus seinem Buch Die Ausweichschule lesen. Der Roman thematisiert den Amoklauf im Jahr 2002 an einem Erfurter Gymnasium, den Erdmann selbst als Fünftklässler miterlebte. Dabei handelt es sich weniger um einen klassischen Erfahrungsbericht, sondern vielmehr um eine vielschichtige und poetische Reflexion des Ich-Erzählers über die literarische Verarbeitung traumatischer Ereignisse sowie über die Auseinandersetzung mit Trauma- und Erinnerungsarbeit.
Welche Bewerbungsunterlagen muss ich einreichen?
- aussagekräftige künstlerische Biografie (CV)
- ausführliches aktuelles Portfolio
- ca. 1 Seite Beschreibung zur künstlerischen Position
- Auswahl der zeichnerischen Werke inkl. Werkangaben und Maße, die in Brüssel ausgestellt werden sollen (Raummaße werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt)
Wie wird ausgewählt?
Eine vom Senator für Kultur zusammengestellte Fachjury trifft die Auswahl.
Das Ergebnis wird im September 2026 bekanntgegeben.
Wann beginnt und endet die Ausstellung?
26. November 2026 bis November 2027
Wann ist der Ausstellungsaufbau?
23. bis 25. November 2026
Gibt es ein Ausstellungshonorar?
Es wird ein Honorar in Höhe von € 2.000,00 für die Jahresausstellung gezahlt (darin inkludiert sind Kosten für Auf- und Abbau sowie Transportversicherung, die selbst abgeschlossen werden muss).
Wer übernimmt Reise-, Transport- und Übernachtungskosten?
Neben dem Ausstellungshonorar wird zudem eine Kostenerstattung von bis zu max. € 2.000,00 für Reise-, Transport- und Übernachtungskosten (nach Rechnungstellung mit entsprechenden Belegen) übernommen.
Gibt es etwas Besonderes zu beachten?
Der Auf- und Abbau muss eigenverantwortlich organisiert werden. Rahmen und Material zum Hängen sind mitzubringen, wobei Schnüre und Haken für die Galerieleiste vorhanden sind. Die Werke dürfen nur an Fäden gehängt werden, Nägel oder Bohrungen sind nicht zulässig.
Bitte beachten Sie, dass es sich nicht um einen klassischen Ausstellungsraum handelt, sondern um einen Multifunktionsraum, der für Veranstaltungen genutzt wird. Dies muss bei der Präsentation der Kunstwerke dementsprechend berücksichtigt werden. Wir empfehlen zum Schutz der Werke Rahmen.
Bis wann kann ich mich bewerben?
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen im PDF-Format (max. 12 MB) bis spätestens 23.8.2026 an folgende E-Mail-Adresse: twogether@kultur.bremen.de
Ausschreibungen
Antragsfrist 31.08.2026.
Die kleine Projektförderung des Musikfonds legt einen Fokus auf Projekte im ländlichen Raum und in strukturschwachen Regionen. Für Projekte, deren Gesamtkosten 10.000 Euro nicht überschreiten, können Anträge mit einer Fördersumme bis zu max. 3.000 Euro gestellt werden.
Förderungen
Antragsschlüsse: 31.7.2026 & 31.1.2027.
Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt im Rahmen der Allgemeinen Projektförderung Projekte aus allen künstlerischen Bereichen. Besonders gefördert werden dabei innovative Vorhaben mit internationalem Bezug. Für eine Förderung muss der beantragte Betrag mindestens 50.000 Euro umfassen.
Stellenangebote
Das vereinsgeführte Kulturhaus Walle Brodelpott sucht zum 1. September oder zum späteren nächstmöglichen Zeitpunkt für die Dauer von einem Jahr Unterstützung im Bereich Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Vergütung erfolgt nach dem Haustarif. Der Brodelpott ist ein soziokulturelles Zentrum im Bremer Westen. Seit über 40 Jahren bieten wir einen Ort der Begegnung für Menschen jeden Alters mit vielfältigen kulturellen Angeboten. Unser Schwerpunkt liegt auf Stadtteilgeschichte, Kreativangeboten, Straßenfesten, Musikveranstaltungen, Lesungen und Vorträgen.
Wir suchen eine Person, die
- an vier Tagen pro Woche jeweils vier Stunden (insgesamt 16 Stunden pro Woche) vor Ort arbeiten kann,
- die Mitgliederverwaltung übernimmt,
- bei der Vermietung unserer Räume unterstützt,
- Bestellungen betätigt,
- den Telefondienst sowie allgemeine Büroaufgaben und
- Teile der Öffentlichkeitsarbeit übernimmt.
Wir bieten
- einen attraktiven Arbeitsplatz in einer denkmalgeschützten ehemaligen Schule im Waller Osterfeuerberg-Viertel,
- die Mitarbeit in einem engagierten und erfahrenen Team aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, das offen für neue Impulse und Ideen ist,
- eine umfassende Einarbeitung,
- einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag mit vielfältigen Aufgaben sowie die Möglichkeit, sich an der Planung und Durchführung von Veranstaltungen zu
beteiligen.
Wir erwarten
- eine strukturierte und selbstständige Arbeitsweise,
- Flexibilität und die Bereitschaft den Alltag einer Kultureinrichtung zu unterstützen.
- einen sicheren Umgang mit den gängigen Büro-Anwendungen (Word und Excel) und im besten Fall WordPress,
- sehr gute Deutschkenntnisse, insbesondere für die Unterstützung bei Pressemitteilungen,
- Freude an der Kulturarbeit sowie Offenheit im Umgang mit unterschiedlichen Menschen.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen als PDF per E-Mail an: r.menendez@kulturhauswalle.de
Ausschreibungen
In diesem Jahr schreibt der Senator für Kultur erneut drei Projektstipendien zu je 5.000,- Euro und drei Nachwuchsstipendien zu je 4.000,- Euro für Bremer Autorinnen aus. Mindestens eins der insgesamt sechs Stipendien ist für die Förderung eines Kinder- bzw. Jugendbuchprojekts vorgesehen.
Bewerbungen für die Stipendien sind bis zum 31. August 2026 möglich.
Bremen ist seit Oktober 2023 UNESCO Creative City of Literature – nicht zuletzt auch deshalb wurde der Hansestadt diese Ehre zuteil, weil es in der Stadt eine beeindruckend vielfältige und lebendige Autor:innenszene gibt. Zur Förderung des literarischen Nachwuchses sowie professionell arbeitender Autor:innen hat der Senator für Kultur in den letzten vier Jahrzehnten jährlich zwei Stipendien vergeben und damit nicht wenigen Bremer Autor:innen zum nachhaltigen Durchbruch auf dem Buchmarkt verholfen. Nach Titelerhalt konnte die ausgeschriebene Stipendienanzahl 2024 erstmals von zwei auf insgesamt sechs Stipendien erhöht werden. Auch 2026 werden wieder sechs Stipendien an Schriftstellerinnen ausgeschrieben, die ihren Wohnsitz in Bremen oder umzu haben.
Es werden insgesamt drei Nachwuchs- und drei Projektstipendien vergeben; wobei mindestens ein Nachwuchs- oder ein Projektstipendium an ein Kinder- bzw. Jugendbuchprojekt verliehen wird, um die starke Präsenz von Kinder- und Jugendbuchautor:innen in Bremen zu würdigen und weiter zu fördern. Autor:innen, die das Nachwuchs- bzw. Projekt-Stipendium in der Vergangenheit bereits erhalten haben, können sich ebenfalls – allerdings frühestens drei Jahre nach Erhalt des Stipendiums – erneut mit einem neuen Projekt auf das Autor:innenstipendium bewerben.
Die Organisation der Ausschreibung und Vergabe liegt erneut beim Literaturhaus Bremen. Der Umwelt zuliebe wird das gesamte Bewerbungsverfahren wie bereits in den vergangenen Jahren digital durchgeführt.
Kultur macht Stark
News
Der Deutsche Kulturrat appelliert an die Bundesregierung, die Weichen für neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ zu stellen.
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, appelliert an die Bundesregierung, namentlich an das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die im Koalitionsvertrag formulierte, neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt zu sichern. Er fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf, bei den anstehenden Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2027 die entsprechenden Mittel in mindestens bisheriger Höhe bereitzustellen und ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigung zu sichern.
Das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ startete 2013, 2027 endet die dritte Förderperiode. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegebenen externen Evaluationen bescheinigen dem Programm eine hohe Wirksamkeit, insbesondere weil die Zielgruppe Kinder und Jugendliche in Risikolagen gut erreicht wird. Rund 90 Prozent aller Angebote werden von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen, die ansonsten nicht an der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung partizipieren. Damit werden insbesondere herausgeforderte Familien entlastet. Das Programm ist in allen Bundesländern vertreten. Seit Beginn des Programms wurden in 99 Prozent aller Kreise und kreisfreien Städte Bündnisse für Bildung durch „Kultur macht stark“ unterstützt. Knapp 37 Prozent der Projekte werden in ländlichen Räumen angeboten, was besonders hervorzuheben ist.
Umgesetzt wird das Programm durch bundesweit tätige Programmpartner, die diese Mittel an lokale Bildungsbündnisse außerschulischer Bildungsträger, an denen mindestens drei Partner beteiligt sind, weiterleiten. Den Programmpartnern obliegt die inhaltliche Auswahl lokaler Bildungsbündnisse sowie die verwaltungstechnische Betreuung. Die spezifische Struktur der Zusammenarbeit ermöglicht schnelles Reagieren auf aktuelle bildungspolitische Anforderungen und wirkt unterstützend im Bereich der Extremismusprävention, im Verhandeln von gesellschaftlichem Miteinander sowie bei der Stärkung mentaler Resilienz von Kindern und Jugendlichen. Fachkräfte an außerschulischen Bildungs-, Jugend- und Kulturorten verfügen über Expertise und Vernetzungen, um Bildungsbedarfe und -bedürfnisse adäquat zu erfassen und zu decken.
Die bundesweit tätigen Programmpartner müssen sich jeweils für eine Förderperiode mit einem inhaltlichen und pädagogischen Konzept bewerben. Das schließt die Weiterentwicklung erprobter Konzepte ein. Die Programmpartner werden von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt. Das wettbewerbliche Verfahren und die Auswahl durch eine Fachjury gewährleisten, dass verschiedene künstlerische Sparten und Ausdrucksformen einschließlich der Medienbildung vertreten sind und eine Anbindung an zivilgesellschaftliche Akteure vor Ort gegeben ist. Die bisherigen Förderperioden haben belegt, dass durch die Expertise von Programmpartnern vorheriger Förderperioden und neue Sichtweisen der Hinzukommenden sowohl der Erfahrungsaustausch als auch eine Erneuerung des Programms gewährleistet sind.
Seit Beginn des Programms im Jahr 2013 haben die Programmpartner unter Beweis gestellt, dass die Umsetzungsstruktur wirkungsvoll ist. Das gilt für alle damit verbundenen Prozesse inklusive der Förderverfahren. Auf eigene Initiative hin haben sich die Programmpartner vernetzt und stehen in einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch.
Aufgrund des Erfolgs von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ und dem nach wie vor bestehenden Handlungsbedarf, Kindern und Jugendlichen aus Risikolagen den Zugang zu außerschulischer kultureller Bildung zu ermöglichen und damit ihre Teilhabechancen zu erhöhen, fordert der Deutsche Kulturrat:
- eine weitere Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt zu sichern, hierfür im Haushalt 2027 entsprechende Haushaltsmittel vorzusehen und für die Jahre ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigungen abzusichern; das Finanzvolumen muss mindestens dem der aktuellen Förderperiode entsprechen;
- um einen Förderknick zu vermeiden, noch in diesem Jahr die Förderrichtlinie und Ausschreibung für die neue Förderperiode mit ausreichendem Vorlauf zur Erarbeitung der Bewerbung durch die künftigen bundesweit tätigen Programmpartner auf den Weg zu bringen und dabei auch potenzielle neue Partner zu adressieren;
- die Auswahl der künftigen Programmpartner in den Händen einer unabhängigen Fachjury zu belassen;
- den im Koalitionsvertrag vereinbarten Bürokratieabbau und die Verwaltungsvereinfachung in der neuen Förderperiode konsequent anzuwenden. Das bedeutet konkret, den ausgewählten Programmpartnern mit Vertrauen zu begegnen und vor allem die Anforderungen für die lokale Ebene niedrigschwellig und einfach zu halten. Dazu zählt bspw. summarische Verwendungsnachweise zu ermöglichen, wenn die Projektdurchführung dem Antrag grundsätzlich entspricht. Nur so kann die Einbindung bürgerschaftlichen Engagements und zivilgesellschaftlicher Initiativen sichergestellt werden.
Mit Blick auf die neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ regt der Deutsche Kulturrat an:
- ein besonderes Augenmerk auf Bildungsübergänge von der Kita in die Schule und von der Grundschule zu weiterführenden Schulen sowie am Übergang zur Berufsausbildung oder Studium zu legen. Sie sind herausfordernd für Kinder und junge Menschen. Neue Umgebungen, neue Personen, neue Anforderungen und anderes mehr stellen für Kinder und junge Menschen, insbesondere aus Risikolagen, eine Herausforderung dar. Außerschulische kulturelle Bildungsangebote können sie in herausfordernden Lebensphasen stärken und unterstützen. Sie tragen zur Bildung von Selbstbewusstsein und -wirksamkeit bei und stärken das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gemeinschaft;
- weiterhin ein besonderes Augenmerk auf das Erreichen von Kindern und Jugendlichen in ländlichen Räumen zu legen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in ländlichen Räumen. Kulturelle Angebote vor Ort sind ein zentraler Faktor für die Schaffung gleichwertigen Lebensverhältnisse und ein Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt, der zur Demokratiestärkung beiträgt. Es sollte ein Anteil von 50 % an Projekten in ländlichen Räumen angestrebt werden;
- die durch „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ geförderten lokalen Bildungsbündnisse zu stärken, da sie dazu beitragen können, den Ganztag auch im Sinne des „UNESCO-Framework for Culture and Arts Education“qualitativ weiterzuentwickeln. Außerschulische Partner der kulturellen Bildung bringen eigene pädagogische Konzepte und Formen non-formalen Lernens in kommunale Bildungslandschaften ein. „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ bietet hierfür bereits erprobte Strukturen;
- die Potenziale des Programms zur Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes in der digitalen Welt zu nutzen. Digitalität prägt die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Medienbildung greift als präventives Mittel neue Kultur- und Ausdrucksformen auf, vermittelt Kompetenzen in der Nutzung und kreativen Gestaltung digitaler Medien und stärkt die kritische Reflexion;
- zur Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit gezielte Ansätze zu erproben, um auch Jungen in der kulturellen Bildung besser zu erreichen und ihre spezifischen Interessen, Zugänge und Unterstützungsbedarfe stärker zu berücksichtigen. In Teilnahmedaten zeigt sich ein leichter Überhang von Teilnehmerinnen;
- auch in einer kommenden Förderperiode konsequent an Schutzkonzepten festzuhalten und die Programmpartner mit passenden Ressourcen auszustatten, damit sie die Bildungsbündnisse vor Ort befähigen können, wirksam zur Gewaltprävention beizutragen.
Ausschreibungen
Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis wird in 2026 erstmals ausgeschrieben und in den Folgejahren bis zunächst 2029 jährlich ausgelobt. Die Bewerbungsfrist ist der 16.08.2026.
Einsamkeit ist eine vielschichtige gesellschaftliche Herausforderung: Sie beeinträchtigt die physische und psychische Gesundheit und gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis rückt dieses wichtige Thema ins Rampenlicht – und würdigt vor allem diejenigen, die bereits heute aktiv handeln: Projekte, Organisationen und Initiativen, die gegen Einsamkeit kämpfen und für gelebtes Miteinander einstehen.
Mit dem Preis setzt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) und im Rahmen der Allianz gegen Einsamkeit ein klares Zeichen: Wir können der Herausforderung Einsamkeit gemeinsam begegnen. Der Wettbewerb lenkt den Blick auf inspirierende Ideen, die es bereits gibt und soll Andere anregen, ebenfalls für soziale Verbundenheit aktiv zu werden.
Der Preis wird im Rahmen der Allianz gegen Einsamkeit vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Karien Prien.
Bewerbungen sind in folgenden Kategorien möglich:
- Kommunen und öffentliche Einrichtungen
- Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement
- Wirtschaft und Arbeitswelt
- Angebote für besonders schwer erreichbare Zielgruppen
In jeder Kategorie werden ein 1., 2. und 3. Platz ausgezeichnet.
Gesucht werden wirkungsvolle, innovative und übertragbare Ansätze gegen Einsamkeit. Die ausgezeichneten Projekte erhalten Preisgelder und bundesweite Sichtbarkeit.
Bewerbungsfrist: bis einschließlich Sonntag, den 16.08.2026
Bewerbung: online über Bewerbungsformular Deutscher Gemeinsamkeitspreis
Weitere Informationen und FAQ: https://kompetenznetz-einsamkeit.de/deutscher-gemeinsamkeitspreis-2026
Förderungen
Ab dem 06.07.2026 startet der Senator für Kultur das Projektmittelverfahren 3. Tranche 2026 für die Junge Szene/Subkultur. Das Online-Antragsportal für die Projektmittel steht bis zum 30. Juli 2026, 18 Uhr, zur Verfügung. Interessierte Kulturschaffende können ihre Anträge innerhalb dieses Zeitraums digital unter www.kultur.bremen.de stellen.
Das Vergabeverfahren für die Junge Szene/Subkultur zielt auf die Unterstützung von Projekten, die wesentlich geprägt sind durch eine experimentelle Herangehensweise sowie noch in der Entstehungsphase befindliche Vorhaben. Die Projekte adressieren zumeist ein Publikum abseits sonstiger geförderter oder kommerzieller Angebote. Des Weiteren werden auch Projekte unterstützt, die unterschiedliche Sparten miteinander verbinden, zum Beispiel durch die Integration von Vorträgen oder interaktiven Elementen. Zusätzlich werden spartenübergreifende Raumnutzungen gefördert, die oft mit Ateliers, Werkstätten oder Workshops kombiniert werden.
Die Förderung der Jungen Szene soll darüber hinaus insbesondere die Gewinnung von Erfahrungen durch die Durchführung von Projekten und Veranstaltungen sowie innovativen Formaten kultureller Präsentation unterstützen. Dabei sollen Teams von Kulturschaffenden gefördert werden, in denen unter 35-Jährige maßgeblich in Entscheidungsprozesse eingebunden sind. Zusätzlich sollen „Start-ups“ im Bereich Kulturprojekten gefördert werden, um innovative Ideen und neue kreative Ansätze zu ermöglichen.
Von der Förderung ausgenommen sind kommerzielle, gewinnorientierte Projekte oder solche, die überwiegend unternehmerischen Ziele, wie zum Beispiel Imagepflege oder Marketing eines gewerblichen Betriebs, verfolgen und Veranstaltungen mit überwiegend internem Begegnungscharakter.
Rückfragen beantwortet beim Senator für Kultur das Team der Jungen Szene/Subkultur per E-Mail unter: jungeszene-sub@kultur.bremen.de
Kultur macht Stark
News
Der Bildungsbericht Bildung in Deutschland ist Mitte Juni 2026 erschienen. Er zeigt, dass der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen weiterhin stark von der sozialen Herkunft abhängt. Frühe wie auch außerschulische Lernumwelten können hingegen dazu beitragen, diese Ungleichheiten zu verringern.
Zu den 13 Programmen, die auf Bundesebene ausgewertet wurden, zählt auch „Kultur macht stark“ (S. 290). Dem aktuellen Bildungsbericht zufolge ist dessen Handlungsansatz unter den Bundesförderprogrammen singulär. Das Programm zielt auf mehr Bildungsgerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen: individuell, direkt und vor Ort.
Lokale Bündnisse für Bildung sorgen unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft seit 2013 dafür, dass insbesondere Kinder und Jugendliche mit erschwerten Zugängen durch Kulturelle Bildung profitieren können. Denn die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur wirkt sich positiv auf ihre Kreativität aus und unterstützt die persönliche Entwicklung. Die Projekte stärken soziale Kompetenzen, fördern Entdeckungsfreude und wirken Bildungsabbrüchen entgegen. Sie schützen vor Einsamkeit und extremistischen Einflüssen, indem sie Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft erfahrbar machen.
Wie Sie sich in „Kultur macht stark“ engagieren und zu mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland beitragen können, erfahren Sie auf der Programmseite von „Bündnisse für Bildung“ sowie bei allen 27 Programmpartnern und den 16 Service- und Beratungsstellen in jedem Bundesland.
Den Bildungsbericht 2026 finden Sie hier: Bildung in Deutschland 2026. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
Stellenangebote
Ab Mitte August 2026 sucht das Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum Obervieland e. V. auf Honorarbasis engagierte Trainer:innen für die regelmäßig stattfindenden Zirkuskurse im Rahmen der sozialen Gruppenarbeit.
Das Bürgerhaus wünscht sich eine Person mit einer pädagogischen Ausbildung (z. B. Erzieher:in, Sozialpädagog:in oder vergleichbare Qualifikation). Erfahrungen im Bereich Zirkuspädagogik sind von großem Vorteil, aber keine Voraussetzung.
Das Angebot findet im Bürgerhaus Obervieland in Bremen Kattenturm statt.
Die Zirkusgruppen
Die Kurse finden derzeit donnerstags statt:
- 16:30–17:30 Uhr – Anfänger:innengruppe
- 17:30–19:00 Uhr – Fortgeschrittenengruppe
Honorar pro Termin: 52,50 €
Zu deinen Aufgaben gehören
- Organisation, Planung und Durchführung von zirkuspädagogischem Unterricht für unsere Kindergruppen
- Gestaltung der Angebote gemeinsam im Team mit einer weiteren Zirkustrainer:in
Das wird gewünscht
- Freude und Engagement in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 12 Jahren
- Wenn möglich eine pädagogische Ausbildung (z. B. Erzieher:in, Sozialpädagog:in oder vergleichbar)
- Mehrjährige Erfahrung im zirkuspädagogischen Bereich ist wünschenswert
- Bereitschaft zu regelmäßigen Arbeitszeiten am Donnerstagnachmittag
Bewerbung
Kurze Bewerbung bitte an: bewerbung@bgo-bremen.de
Nadja Lohmann
Leitung des Bereiches Kinder und Familien
Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum Obervieland e. V.
Alfred-Faust-Straße 4
28279 Bremen
Tel.: 0421 696730-20
Mobil: 01520 5863370