Der 49. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst geht an den Künstler Armando Duçellari. Der Preis, der bereits an später überregional bekannt gewordene Kunstschaffende wie Norbert Schwontwowski (1985), Christian Haake (2007) und Elianna Renner (2009) verliehen wurde, zählt zu den ältesten und bestdotierten Nachwuchsförderpreisen und wird seit 1977 vergeben. Armando Duçellari erhält die mit 6.000 Euro dotierte und vom Senator für Kultur verliehene Auszeichnung für sein Werk „Overlapping Remnants“. Hinzu kommen eine Einzelkatalogförderung in Höhe von 3.000 Euro sowie eine spätere Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Bremen.
Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz bedankte sich bei allen Künstlerinnen und Künstlern sowie der Jury für die ausgesprochen hohe Qualität der eingereichten Arbeiten und die sorgfältige Auswahl der Jury: „Es hat sich erneut gezeigt, dass der Bremer Förderpreis inzwischen ein sehr hohes Renommee genießt und sich somit auch auf einem entsprechenden Niveau bewegt. Dies unterstreicht die hervorragende Arbeit von Armando Duçellari, dem ich herzlich zur Auszeichnung gratuliere. Gewonnen hat damit eine ganz außergewöhnliche Videoarbeit mit einer klaren politischen Aussage gegen Diktatur und für Demokratie.“
Nach der Ausschreibung im Herbst 2025 hat eine Vorschlagskommission aus regionalen Kunstsachverständigen aus allen Bewerbungen mehrere aussichtsreiche künstlerische Positionen für die Ausstellung in der Städtischen Galerie Bremen ausgewählt. In diesem Jahr sind dies elf Künstlerinnen und Künstler: Franca Brockmann, Isidora Bruna, Mona Charaf Eddine, Marei Dierßen, Armando Duçellari, eghbal joudi, Mohar Kalra, Harumi Miyato, Candan Öztürk, Martin Reichmann, Leon Sahiti. Aus dieser Ausstellung heraus bestimmte eine überregionale Hauptjury den Preisträger.
Der Jury gehörten in diesem Jahr Prof. Jens Brand (Künstler, Professur Klang in der Bildenden Kunst an der Hochschule für bildende Kunst Braunschweig), Dr. Stefan Gronert (Sprengel Museum Hannover), Anna Nowak (Kunsthaus Hamburg), Dr. Katharina Rüppell (Kunstmuseum Moritzburg Halle) und Junia Thiede (Kunstverein Braunschweig) der Jury an.
Die Arbeit „Overlapping Remnants“ aus dem Jahr 2025 von Armando Duçellari überzeugte die Jury in besonderer Weise. Aus der Jurybegründung: „In der Installation verbindet Armando Duçellari ein mit Handkamera gefilmtes Video mit vier gegenüber gehängten Grundrisszeichnungen. Das Video dokumentiert die gemeinsame Begehung der ehemaligen Villa des albanischen Diktators Enver Hoxha in Tirana durch den Künstler und seine Tante mittels ihrer Erinnerung. Während diese mehrere Jahre für Hoxha tätig war, bewohnte Armando Duçellari das 3.400 Quadratmeter große Gebäude selbst im Rahmen eines Künstlerstipendiums, nachdem es 2024 auf Initiative der der französischen Stiftung Art Explora behutsam zu Künstlerresidenzen eingerichtet worden war. Ausgehend von dieser vielschichtigen Konstellation befragt die Arbeit die Konstitution von Erinnerung aus unterschiedlichen zeitlichen und politischen Perspektiven. Im formal überzeugenden Zusammenspiel von Bild, Sprache und zeichnerischer Überarbeitung der Grundrisse werden historische ‚Realitäten‘ als instabile Konstruktionen erfahrbar. Erinnerung erscheint dabei nicht als feststehendes Narrativ, sondern als Prozess subjektiver Überschreibung.
Die inhaltlich klar politisch ausgerichtete Arbeit beeindruckt gerade durch ihre Differenziertheit: Sie verfällt nicht in plakative Geschichtsdeutung, sondern macht Geschichte als fortwährenden Prozess individueller Aneignung und Reflexion sichtbar.“
Die Hauptjury hebt ausdrücklich die hohe künstlerische Qualität aller in diesem Jahr ausgewählten Positionen hervor. Dies zeigt sich besonders in der Vielfalt, Internationalität und Diversität der künstlerischen Positionen, die in der Ausstellung vertreten sind. Auffällig ist in diesem Jahr der hohe Anteil malerischer Ansätze. Isidora Bruna, Marei Dierßen, Eghbal Joudi, Harumi Miyato und Candan Öztürk setzen Malerei dabei ganz unterschiedlich ein. Dezidiert politisch wie Eghbal Joudi und Candan Öztürk, andere finden politische Themen eher in Alltagssituationen, so wie Marei Dierßen und Harumi Miyato. Isidora Bruna kombiniert Politisches mit der Frage nach unserer Vergänglichkeit. Alle Arbeiten verweisen entweder direkt, oder unterschwellig, aber überwiegend mit einem Augenzwinkern auf kunsthistorische Vorbilder.
Eghbal Joudi übersetzt seine Malerei in eine räumliche Installation. So werden die gezeigten Leinwände plastisch im Raum erfahrbar. Martin Reichmann zeigt eine offensichtlich schwere Betonskulptur, die dennoch scheinbar leicht im Raum zu schweben scheint. Franca Brockmann interveniert im Ausstellungsraum mit einem Maschendrahtzaun, der durch den großen Galerieraum gezogen in einem Gedicht aus Drahtbuchstaben endet. Mohar Kalra überträgt eine Arbeit aus dem öffentlichen Raum am Werdersee in eine eigenständige Kunstinstallation. In diese Arbeit bezieht er zeitgenössische Phänomene einer medialisierten Gesellschaft ein. Auch Leon Sahiti analysiert in einer Videoarbeit und einer Skulptur den letztlich politischen Impetus von Digitalität.
Die Eröffnung der Ausstellung und Preisverleihung durch Simone Ewald, Referentin für Bildende Kunst und Kunst im öffentlichen Raum beim Senator für Kultur, findet statt am Samstag, 28. Februar 2026, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie Bremen. Laufzeit der Ausstellung: 1. März bis 26. April 2026
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 12-18 Uhr. Eintritt frei. Der Veranstaltungsort (Städtische Galerie Bremen, Buntentorsteinweg 112) ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich.
Veranstaltungen
Demo & Kundgebung: Ma…
Kulturschaffende aus der Freien Szene, Subkultur, Institutionen, Initiativen, Ateliers, Kollektiven, Vereinen, Bühnen und Projekten rufen am Samstag, 14.03.2026 zu einer Demonstration unter dem Titel „Manifest für Kultur und Lebensfreude“ auf.
Inhaltlich geht es den Initiator:innen bzw. dem „Planungskomitee Manifest für Kultur und Lebensfreude“ darum:
sich zusammenschließen und ein kraftvolles Statement für Kultur und Lebensfreude zu setzen
deutlich zu machen, dass Kultur kein Luxus ist, sondern Grundlage für Demokratie, Diskurs und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Zeigen, dass „wir“ viele sind und dass es ohne uns still wird
auf die prekäre Situation vieler Kulturschaffender aufmerksam machen
Lebensfreude, Kreativität und Vielfalt in den öffentlichen Raum tragen
Unsere Statements und Forderungen für die Öffentlichkeit und die Politik sichtbar und hörbar machen
Geplant ist u.a. eine performative Aktion in Anlehnung an Luthers Thesenanschlag sowie die symbolische Übergabe eines gemeinsamen Manifests an Vertreter:innen der Kulturdeputation.
Kulturschaffende, Initiativen und Einrichtungen sind eingeladen, sich sichtbar zu beteiligen – beispielsweise mit künstlerischen Beiträgen, klar formulierten Statements oder durch Mitwirkung am Demonstrationszug. Das Thema des Zuges lautet „Leise und Laut“.
Weitere Informationen sowie Kontakt zur Organisation:
Die Schriftstellerin Annett Gröschner erhält den von der VGH Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord. Mit dieser Entscheidung würdigen Jury und Stifterin die Autorin für ihr bisheriges Werk, insbesondere für ihren zuletzt erschienenen Roman Schwebende Lasten (C.H.Beck, 2025). Annett Gröschner wird den Preis am Donnerstag, den 16. April 2026, in Hannover entgegennehmen.
Auf die LiteraTour Nord gehen jeden Winter von Oktober bis Januar ausgewählte Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und lesen aus ihren Neuerscheinungen in Oldenburg, Bremen, Lübeck, Rostock, Lüneburg, Hannover und Osnabrück. Die Lesungen finden in den örtlichen Literaturhäusern und Buchhandlungen statt, moderiert von Professor:innen und Dozent:innen, die jeweils ein die Tour begleitendes Seminar an ihren Hochschulen anbieten.
Die Autorinnen und Autoren bewerben sich mit ihrer Teilnahme auch um den Preis der LiteraTour Nord, der jährlich von der VGH Stiftung ausgelobt wird und mit 15.000 Euro dotiert ist. Die Jury besteht aus den Veranstalter:innen und Moderator:innen und dem Publikum. Die Publikumsstimme wird an jedem der Veranstaltungsorte per Stimmkarte ermittelt. Voraussetzung zur Stimmabgabe ist, dass man alle fünf Veranstaltungen der aktuellen LiteraTour Nord gesehen hat.
Förderungen
Förderprogramm „Allzei…
Der Bundesverband Soziokultur e.V. und die Robert Bosch Stiftung GmbH legen das Förderprogramm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“ neu auf. Die wichtigste Neuerung: Projekte werden künftig mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren und einer Fördersumme von bis zu 140.000 Euro unterstützt. Ziel ist es, Demokratie an alltäglichen Orten nachhaltig zu verankern. Dafür fördert das Programm Kooperationen zwischen Akteuren der Soziokultur, der politischen Bildung und einem lokalen Alltagsort. Bewerbungen sind bis zum 17.05.2026 möglich.
„Mit unserem Programm Allzeitorte stärken wir genau die Orte, die die Demokratie braucht, um lebendig zu sein – vom Nachbarschaftstreff über das Schwimmbad bis zur Suppenküche. Damit Menschen sich beteiligen, braucht es Vertrauen und starke Beziehungen. Deshalb geben wir in der neuen Programmphase bewusst mehr Zeit für diese kontinuierliche Arbeit vor Ort. Wir sind überzeugt: Demokratie wird dort widerstandsfähig, wo Menschen erleben, dass sie ihr eigenes Umfeld mitgestalten und etwas bewirken können“, sagt Antje Scheidler, Teamleiterin Demokratie bei der Robert Bosch Stiftung.
An diesen Allzeitorten, an denen Menschen verschiedener Hintergründe zusammenkommen, sollen langfristige Räume für Austausch und Mitgestaltung entstehen. Die verlängerte Förderdauer ist eine gezielte Reaktion auf die Erfahrungen aus der Pilotphase und soll den Projekten den nötigen Rahmen für eine nachhaltige Beziehungsarbeit vor Ort geben.
„Im Programm Allzeitorte kommen die Kompetenzen der Soziokultur voll zum Tragen. Soziokulturelle Zentren und Initiativen bieten Räume demokratischer Begegnung, Teilhabe und Selbstwirksamkeit. Gemeinsam mit der politischen Bildung wollen wir diese Expertise nutzen, um Alltags- und Freizeitorte weiterzuentwickeln und neue Zielgruppen zu erreichen“, sagt Kristina Rahe, kulturpolitische Geschäftsführerin des Bundesverbands Soziokultur.
Das Auswahlverfahren ist zweistufig: Eine Jury wählt zunächst 15 Einreichungen aus. Diese Teams erhalten 6.000 Euro sowie professionelle Beratung, um ihre Projektskizze von Juli bis November 2026 zu einem tragfähigen Konzept auszuarbeiten. Im Dezember 2026 entscheidet die Jury, welche sieben Projekte von Januar 2027 bis September 2029 in die Umsetzung gehen.
Der Jury gehören Inga Gertmann (More in Common Deutschland), Sevgi Demirkaya (Kulturbunker Köln-Mülheim), Johannes Dietrich (Allzeitort „Kleider.Machen.Leute“ aus der Pilotphase, Königstein), Georg Pirker (Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V.), Isidora Randjelović (RomaniPhen e.V.), Merve Selek (Kubus e.V.) und Benjamin Schwarz (part GmbH für digitales Handeln) an.
Förderungen
Fonds Soziokultur U25: Ju…
Ab dem 02. April bis zum 02. Mai ist die Antragstellung für das U25-Programm des Fonds Soziokultur für das zweite Halbjahr möglich.
Erste eigene Kulturideen entwickeln, Mut zur Umsetzung aufbringen, gemeinschaftlich aktiv werden – das U25-Programm des Fonds Soziokultur schafft dafür die Voraussetzungen. Es fördert soziokulturelle Projekte, die von jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren eigenverantwortlich geplant und durchgeführt werden. In diesem Jahr stellt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit 300.000 Euro zunächst einmalig mehr Mittel für den Nachwuchs bereit. Für das erste Halbjahr 2026 konnten dadurch bereits 35 U25-Projekte bewilligt werden.
NEU IN DER SONDERAUSSCHREIBUNG
Mehr Fördermittel Das größte Fördervolumen bislang: 300.000 Euro für U25 im Jahr 2026 – ein positives Signal für junge Ideen.
Erhöhter Förderanteil Statt der regulären 80 Prozent können in dieser Förderrunde einmalig bis zu 90 Prozent der Gesamtkosten des Projektes, max. jedoch 4.000 Euro übernommen werden.
Extra für Beratung und Begleitung Vereine oder andere erfahrene Organisationen können 1.000 Euro zusätzlich beantragen, wenn sie die jungen Projektverantwortlichen rechtlich vertreten und bei administrativen Anforderungen unterstützen und beraten.
Ausschreibungen
Wettbewerb: Auf die Stein…
Bremen startet am 21.03.2026 den Wettbewerb „Bremen pflastert ab!“. Bis zum 31. Oktober 2026 sind Bürger:innen, Unternehmen, Schulen, Vereine und Initiativen aufgerufen, versiegelte Flächen zu entsiegeln und neu zu begrünen. Ziel ist es, möglichst viele Quadratmeter Pflaster, Beton oder Asphalt zu entfernen und so einen aktiven Beitrag zur Klimaanpassung und Artenvielfalt in der Stadt zu leisten.
Der Wettbewerb ist Teil der bundesweiten Initiative abpflastern.de. Alle in Bremen eingetragenen Flächen werden sowohl für den städtischen Wettbewerb als auch für die bundesweite Wertung berücksichtigt. Innerhalb Bremens zählen alle Flächen, die zwischen dem 21.03. und dem 31.03.2026 entsiegelt wurden. Die feierliche Preisverleihung findet am 19.11.2026 statt.
Mitmachen können alle, die eine eigene versiegelte Fläche entsiegeln möchten – etwa im Vorgarten, im Hinterhof, auf dem Schulhof oder auf einem Firmengelände. Auch mehrere Flächen können eingereicht werden, eine Mindestgröße gibt es nicht. Die Teilnahme ist unkompliziert: Pflastersteine oder Beton entfernen, die Fläche ausmessen, Fotos vom Vorher- und Nachher-Zustand machen und die Quadratmeter online eintragen. Wichtig ist, dass nur Flächen entsiegelt werden, für die eine entsprechende Berechtigung vorliegt.
Hintergrund des Wettbewerbs ist die zunehmende Belastung durch Starkregen und Hitzeperioden. Versiegelte Flächen verhindern, dass Regenwasser versickern kann, und heizen sich an heißen Tagen stark auf. Durch die Entsiegelung wird der Boden wieder aufnahmefähig, die Kanalisation entlastet und das Stadtklima verbessert. Gleichzeitig entstehen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Die Preise werden in drei Kategorien verliehen: die „Goldene Spitzhacke“ für die größte entsiegelte Fläche, die „Goldene Gießkanne“ für eine besonders gelungene Gestaltung sowie der „Grüne Roland“ als Wanderpokal für den Stadtteil mit dem größten Engagement. Zusätzlich vergibt hanseWasser ein Preisgeld an die Gewinner:innen. Die Auszeichnung erfolgt durch die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung.
Aus dem alten Bundeswehrhochhaus ist ein neuer Quartiersmittelpunkt für die westliche Bahnhofsvorstadt geworden. Ein Quartier dem noch ein Dritter Ort fehlt.
Die komplette 14. Etage (338m2) des Q45 ist eine leerstehende Gewerbefläche. Da diese nicht ausgebaut ist, kostet der Quadratmeter nur 7€. Die GEWOBA signalisierte in Vorgesprächen zeigten Interesse an der Idee eines Begegnungsortes, zu dem nun ein Konzept vorgelegt werden soll.
Dies ist ein Aufruf, gemeinsam ein Konzept zu entwickeln.
Wie könnte so ein Ort aussehen? Der Grundgedanke beinhaltet:
barrierefreie Büros und Co-Working für Initiativen, Vereine und Verbände
barrierefreie Seminar- und Veranstaltungsräume
Bildungsangebote
Veranstaltungsfläche
Labs (3D-Druck, Foto/Video), Repair-Cafés und offene Werkstätten
Fundus für Materialien
Ausstellungen wechselnder Künstler:innen
Showrooms und Pop-Up Stores für Manufakturen und Startups
Raum für // alle // Gemeinschaft // Kunst und Kultur // gemeinwohlorientiertes Engagement // Bildung und Austausch // neues Wirtschaften // Weitblick
Wer Interesse hat, diesen Ort mit zu entwickeln kann sich per E-Mail melden: manu@weserwelle.org
Stellenangebote
Fotografie-Student:in fü…
Du fotografierst gerne subkulturelle Szenen, Konzerte, Menschen oder Stadtleben und willst deine Arbeit in einem echten Magazin sehen? Das zett, das Kulturmagazin des Kulturzentrums Schlachthof, sucht Verstärkung für unsere nächste Ausgabe:
Wir sind auf der Suche nach einem/einer Fotograf:in, die uns einmalig begleitet – mit der Option auf eine längerfristige Zusammenarbeit, wenn’s passt.
Konkret geht’s um ca. 5 Fotos für eine Ausgabe, die Subkultur, Stadtleben und das lebt, wofür der Schlachthof steht. Du hast freie Hand beim Stil. Wir freuen uns über einen eigenen Blick. Besonders angesprochen fühlen dürfen sich Fotografie-Studierende und alle, die noch am Anfang ihrer professionellen Laufbahn stehen und Bock haben, ihre Arbeit in einem redaktionellen Kontext zu zeigen.
Was wir uns wünschen: Schick uns eine kurze Nachricht, warum du Lust hast und ein paar Arbeitsproben (als Link oder PDF, gerne auch Instagram). Was wir bieten: Veröffentlichung, Credit, ein echtes Magazin in den Händen und ein Honorar in Höhe von 300€. Melde dich unter zett@schlachthof-bremen.de
News
Stellungnahme: Quartiersf…
Das Waller Stadtteilfest am 27. und 28.06.2026 muss ausfallen, stattdessen findet das Quartiersfest am Osterfeuerberg statt.
Das alle zwei Jahre stattfindende Waller Stadtteilfest hat sich über viele Jahre hinweg zu einem festen Bestandteil der Waller Kulturlandschaft entwickelt und zählt inzwischen zu den größten Straßenfesten Bremens.
Als alleiniger Veranstalter hat das Kulturhaus Walle Brodelpott das Fest mit großem Engagement und erheblichem personellen Einsatz durchgeführt. Was einst als nachbarschaftliches Straßenfest begann, ist mittlerweile zu einer Großveranstaltung herangewachsen, die einen Großteil der Ressourcen des Hauses bindet und das Personal an die Grenze der Belastbarkeit bringt.
Die daraus resultierende Konsequenz ist, dass das Kulturhaus seiner eigentlichen Kernaufgabe – der kontinuierlichen Entwicklung und Durchführung soziokultureller Formate – nur noch eingeschränkt nachkommen kann. Alle verfügbaren finanziellen Mittel des Veranstaltungsbudgets sowie ein großer Teil der Personalkapazitäten fließen im Festjahr in die Organisation dieser anderthalb tägigen Veranstaltung. Dieses Missverhältnis ist aus unserer Sicht nicht länger tragbar.
Stattdessen möchten wir unseren Fokus künftig stärker auf das Quartiersfest sowie auf die Entwicklung neuer Formate legen, die das Profil unserer Einrichtung schärfen und den Stadtteil nachhaltig bereichern. Sollte sich ein anderer Veranstalter für die Durchführung des Stadtteilfestes finden, sind wir selbstverständlich bereit, das Fest im Rahmen einer Kooperation zu unterstützen. Das Quartiersfest am Osterfeuerberg wird bereits in diesem Jahr am Termin des Stadtteilfestes stattfinden.
Auslöser für diese Entscheidung waren unter anderem der Wegfall mehrerer öffentlicher Fördermittel in den vergangenen Wochen sowie der Rückzug bislang verlässlicher Sponsoren, die aufgrund der allgemeinen finanziellen Lage ihre Unterstützung einstellen mussten. Doch selbst wenn diese Finanzierungslücken geschlossen werden könnten, bliebe die strukturelle Herausforderung bestehen: Die personellen Ressourcen des Kulturhauses reichen nicht aus, um eine Veranstaltung dieser Größenordnung dauerhaft zu stemmen – insbesondere vor dem Hintergrund steigender organisatorischer Anforderungen und wachsender struktureller Rahmenbedingungen, vor allem Sicherheitsaspekten.
Das Kulturhaus Walle hat dieses Fest seit über 40 Jahren ausgerichtet und wachsen sehen. Dass wir jetzt dieses Stadtteilfest so nicht mehr durchführen können, stimmt uns traurig. Wir freuen uns aber sehr über die neuen Möglichkeiten, die diese schwere Entscheidung mit sich bringt.
Dr. Roberta Menéndez (sie/ihr)
Geschäftsführung und Veranstaltungsplanung
Kulturhaus Walle Brodelpott Schleswiger Str. 4, 28219 Bremen Tel. 0421 – 388 75 677 Mobil 0177 8758 850 www.kulturhauswalle.de
Stellenangebote
Kulturzentrum Schlachthof…
Zur Verstärkung des Teams sucht das Kulturzentrum Schlachthof zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Reinigungskraft (w/m/d) in Vollzeit (35 Stunden), nach Absprache auch Teilzeit möglich.
Das Kulturzentrum Schlachthof ist seit 45 Jahren fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Bremen. Es bietet in einem historischen Gebäude ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für unterschiedliche Zielgruppen und betreibt Kulturwerkstätten, die Projekte zur kulturellen und künstlerischen Betätigung organisieren. Die Alltagsgeschäfte werden in kollegialer Selbstverwaltung geführt. Eine detaillierte Beschreibung unserer Arbeitsfelder findet sich auf unserer Internetseite unter: www.schlachthof-bremen.de
Ihre Aufgaben:
Reinigung von Böden, Sanitäranlagen, Veranstaltungsräumen und Büros
Reinigung des Außengeländes
Entleerung von Mülleimern
Auffüllen von Hygieneartikeln
Überprüfung und Dokumentation von Schäden und Verschmutzung
Absprachen und Unterstützung der Gebäudetechnik
Ihr Profil:
Erfahrung in der Gebäudereinigung
Zuverlässigkeit
Sorgfältige Arbeitsweise
Sprachkenntnisse in Deutsch oder Englisch
Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten, auch Wochenend-, Feiertags- und Nachtdienste
Das erwartet Sie:
Mitarbeit in einem engagierten Team
Eine Tätigkeit im Umfang von 35 Wochenstd,. monatliches Brutto-Gehalt: 2506,82 €.
Ein interessantes und lebendiges Arbeitsumfeld in einem Kulturzentrum mit Veranstaltungen, Kulturwerkstätten (Theater, Medien, Zeitung, Musik) und einem Vermietungsbereich.
Allgemeine Hinweise: Wir fördern aktiv die Vielfalt und Gleichstellung aller Mitarbeitenden. Bewerber:innen, die von strukturellen Diskriminierungserfahrungen betroffen sind, in Bezug auf Geschlecht, Geschlechtsidentität, Rassismus, Migrations- oder Fluchterfahrung, Behinderung, sexuelle Orientierung, Alter, soziale Herkunft, sind ausdrücklich erwünscht. Die Stelle ist vorerst auf ein Jahr befristet und kann vorbehaltlich der weiteren Finanzierung entfristet werden.
Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbung mit Angabe Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins bitte per E-Mail an: gebaeudetechnik@schlachthof-bremen.de