Förderungen

Mit dem Förderprogramm „U25-Richtung: Junge Kulturinitiativen“ ruft der Fonds Soziokultur für das Jahr 2022 die zweite Antragsrunde zur Förderung junger Aktiver in der Soziokultur aus: 

Bis zum 02. November 2022 können junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren bis zu 4.000 EUR und maximal 80% ihrer Projektkosten zur Umsetzung ihrer Ideen im Bereich partizipative Kunst und Kultur beantragen. 

Für die Anträge steht das Online-Portal zur Verfügung. 

Projektbeginn ist frühestens der 1. Februar 2023.  

Mit U25 das kulturelle Engagement junger Menschen fördern 

Der Fonds Soziokultur fördert mit zwei Antragsrunden jährlich junge Antragsteller*innen mit jeweils rund 50.000 Euro pro Runde. Antragsberechtigt sind Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, egal ob als Einzelperson oder als Initiative. Bei Bedarf können sich die jungen Menschen Unterstützung für die finanzielle Organisation suchen oder sich später vertraglich von einem Verein vertreten lassen. Die Konzepte und Durchführung der Projekte müssen jedoch von den jungen Erwachsenen konzeptioniert und realisiert werden.

Platz machen für Entfaltung und Selbstwirksamkeit junger Menschen 

Eigene Ideen tatsächlich sichtbar zu machen, ist keine Selbstverständlichkeit. Der Fonds Soziokultur will mit dem Förderprogramm das experimentelle Selbermachen junger Kulturschaffender fördern und ihnen die Möglichkeit bieten, eigene Projekte zu verwirklichen. Ob ein Videoprojekt zu Street-Art im Stadtteil, eine Tanzperformance mit der Schlange am Supermarkt oder ein Projekt von Jugendlichen mit Medienkünstler*innen unter Einbezug weiterer Teilnehmer*innen. Im Fokus der Förderung steht die Bereitschaft, soziale und gesellschaftliche Themen mit Gestaltungsfreude und Offenheit sowie möglichst zugänglich für die Mitwirkung vieler Menschen zu bearbeiten.

Online-Infoveranstaltung für die Antragstellung 

Der Fonds Soziokultur wird im Oktober Online-Infoveranstaltungen zur Beratung und Antragstellung anbieten. Die Termine finden am Donnerstag, den 06.10.2022 von 17 bis 18 Uhr und am Montag, den 17.10.2022 von 19 bis 20 Uhr statt. 

Die Anmeldung erfolgt online über die Webseite des Fonds Soziokultur.

Weitere Infos: https://www.fonds-soziokultur.de/foerderung/foerderprogramme/u25-richtung-junge-kulturinitiativen.html

News

Der Fonds Soziokultur veröffentlicht die Evaluationsergebnisse seiner ersten Förderprogramme 2020–2021 im Rahmen des Rettungs- und Zukunftspakets NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Die durch das Institut für Kulturpolitik (IfK) der Kulturpolitischen Gesellschaft durchgeführte Evaluation analysiert die Umsetzung des Sonderprogramms durch den Fonds Soziokultur während der Pandemiejahre 2020/21, clustert Zukunftsthemen der Soziokultur und gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Förderpraxis des Fonds Soziokultur. 

Die Broschüre ist online frei verfügbar und kann ab November kostenlos als Printversion bestellt werden:

https://www.fonds-soziokultur.de/publikationen/evaluation-neustart-kultur-2020-21.html

Förderungen

Das erfolgreiche Förderprogramm „Profil: Soziokultur“ wird ein zweites Mal aufgelegt. Es stehen Fördermittel von rund 4 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Ausschreibung ist durch die Verlängerung des Bundesprogramms NEUSTART KULTUR der BKM ermöglicht.

Im Zeitraum von 01.09.2022 bis 07.10.2022 (bis 24 Uhr) können die Förderanträge über das Antragsportal des Fonds Soziokultur online eingereicht werden. Die beantragten Vorhaben können innerhalb von sechs Monaten und zwar vom 01.01.2023 bis 30.06.2023 durchgeführt werden.

Mit „Profil: Soziokultur“ reagiert der Fonds Soziokultur auf den Bedarf, die Auswirkungen der anhaltenden Krisen auf Inhalte, Methoden, die Beteiligten, das Personal und die Arbeitsstrukturen von Akteur*innen in der Soziokultur neu zu gestalten. Gefördert werden Entwicklungsprozesse von gemeinnützigen Einrichtungen bzw. Träger*innen, die sich mit entsprechenden strukturellen und strategischen Fragen beschäftigen. Ziel ist es, freie Träger*innen der Soziokultur, der kulturellen Bildung und Medienkulturarbeit auf der Basis der Pandemie- und Krisenerfahrungen bei der Transformation zu unterstützen. Die beantragten Entwicklungsprozesse sollen der Stabilisierung und besseren Verankerung vor Ort dienen. So soll kulturelle Teilhabe auch in unsicheren Zeiten sichergestellt werden.

Stellenangebote

Der Fonds Soziokultur hat für den Dienstort Bonn zum nächst möglichen Termin und befristet bis zum 30. Juni 2024 folgende Stelle im Rahmen des befristeten Sonderprogramms NEUSTART KULTUR zu besetzen

Öffentlichkeitsarbeit und Strategische Kommunikation (m/w/d)

Der Fonds Soziokultur ist ein gemeinnütziger Verein, dem sieben Bundesverbände aus dem Bereich der Soziokultur und Kulturellen Bildung angehören. Er fördert seit 1988 zeitlich befristete Projekte im Bundesgebiet, die sich für die Entwicklung und praktische Erprobung neuer Angebots- und Aktionsfor- men in der Soziokultur engagieren.


Im Rahmen des Konjunkturprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, BKM, verantwortet der Fonds Soziokultur seit Juli 2020 und bis Juni 2024 ein Sonderprogramm mit Themenausschreibungen und der aktuellen Förderung von Organisationsentwick- lung („Profil: Soziokultur“) sowie Begleit- und Transferprogramm im Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro. Ziel ist die Förderung, Entwicklung und Stabilisierung soziokultureller Arbeit in Deutschland.

Ihre Aufgaben:

Ihr Profil:

Wir bieten Ihnen

Bewerbungen von Bewerberinnen und Bewerbern mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung nach Maßgabe des Sozilagesetzbuches IX bevorzugt berücksichtigt. Wir freuen uns insgesamt über mehr Diversität im Team.
Zu Zwecken der Durchführung des Bewerbungsverfahrens werden personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet.

So bewerben Sie sich:

Bitte senden Sie bis zum 19. Oktober 2022 ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, (Arbeits-) Zeugnisse,) in einer PDF-Datei (max. 5 MB) an die Geschäftsführerin Mechthild Eickhoff, info@fonds-soziokultur.de

Kontakt für Rückfragen:


Mechthild Eickhoff, Geschäftsführerin, Fon 02 28 – 97 144 790.

Fonds Soziokultur e.V.
Weberstr. 59a
53113 Bonn
info@fonds-soziokultur.de

www.fonds-soziokultur.de

Veranstaltungen

Infoveranstaltungen anhand erfolgreicher Projektvorstellungen. Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an Kultureller Bildung zu fördern, ist seit 2013 der Kern des Bundesförderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. 2023 geht das Programm in die dritte Förderphase.

Im Übergangsjahr 2022 informieren und beraten vier Servicestellen in vier digitalen Veranstaltungen dazu, wie Projekte erfolgreich teilhabegerecht gestaltet werden können. An Beispielen aus der „Kultur macht stark“- Praxis regen wir an, wie partizipative, rassismuskritische, gendersensible und inklusive Projektgestaltung umgesetzt werden kann. Ergänzt und vertieft werden diese Einblicke durch die Präsentation geförderter Projekte.

Am 05. Oktober laden wir herzlich ein zu IM FOKUS: Gendersensible Projektgestaltung.
Die digitale Veranstaltung findet statt von 14:30 bis 17:00 Uhr.

Anmeldung bitte bis zum 03.10.2022 unter:
https://kultur-macht-stark.lkjnds.de/unsere-veranstaltungen/kultur-macht-stark-im-fokus.html

Dr.in Ines Pohlkamp, Referentin für Gender & Diversity, Supervisorin (DGSv), Praxisforscherin, wird zu Gendersensibler Jugendarbeit und kulturelle Bildung referieren und Impulse für die Praxis geben.

Kathrin Felzmann vom /Paritätisches Bildungswerk e.V. (PB) Bundesverband/ wird das „Kultur macht stark“ – Förderangebot JEP – Jung Engagiert Phantasiebegabt vorstellen.

Ergänzt wird die Veranstaltung durch die Projektpräsentation vom KUBO Kultur- und Bildungsverein Ostertor e.V. mit dem Good Practice Beispiel „(LASER)DRUCKEN / Mädchen_Atelier Makerspace“

Die Veranstaltungen findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie von uns am Tag vor der Veranstaltung.

Bei der Veranstaltungsreihe handelt es sich um eine Kooperation der „Kultur macht stark“ – Servicestellen aus Schleswig-Holstein, Berlin, Niedersachsen und Bremen. Die Veranstaltungen stehen Interessierten aus allen Bundesländern offen.

Leiten Sie diese Einladung gern an Ihr interessiertes Umfeld weiter. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ausschreibungen

Ausschreibung für Art Residencies im Arbeitszimmer thealit 2022-23, St. Jürgen Straße 157/159, Bremen

The Art of Emergency

Wir befinden uns in einer Zeit der globalen Notfälle. Krieg, Pandemie und Klimakatastrophe haben universelle Folgen, wenn nicht direkt tödliche, so doch in Form körperlicher, psychischer, sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Schädigungen. Insbesondere diese aktuell größten Bedrohungen rufen Notfallpläne hervor und fordern sofortige und nachhaltige Änderungen unseres Verhaltens ein.

Emergency, eine Notfallsituation, passiert anscheinend plötzlich, stürzt ein System ins Chaos, verändert altbekannte Muster, verschärft bestehende Ungleichgewichte – zu immer wieder unbekanntem Zeitpunkt. Ein Handeln ist dann sofort gefragt, eine aktive Antwort. Schnell, improvisiert und mit unbekannten Größen operierend. Eine Umstellung von bisherigen Plänen und Maßgaben steht im Zentrum. Denn es geht um eins: Überleben.

Wenn Emergency systemgefährdend eintritt, ist eine Schwelle überschritten, ein Kipppunkt erreicht, an dem gehandelt werden muss, meist, um einen Zustand – ähnlich zu dem vor Eintritt des Notfalls – wiederherzustellen. Wie kann ein solches Handeln aber aussehen und welche Experimente im Kleinen und Großen können ein solches Umdenken und Neubewerten testen und einleiten? Das wäre eine Kunst, mit und im Notfall konkret und weitblickend zu agieren. Dies wäre „The Art of Emergency“.

Genauso lässt sich auch sagen, Emergency ist eine schon erwartete Krise oder erwarteter Zusammenbruch eines Systems, wenn alle vorsorgenden, möglichst verzögernden Maßnahmen nicht hinreichend gewesen sind. Emergency ist somit auch erwartet, Emergency wird geplant. Permanent. Allerdings bleibt stets ungewiss, ob Vorbereitungen greifen, ein System wieder zu stabilisieren, es womöglich sogar zu stärken.
Spezialisten der Emergency, das ganze rettende und steuernde Krisenmanagement, haben diese Lücke zwischen prognostizierten Notfällen und deren tatsächlichen Eintreten, zwischen geplanten und tatsächlichen Erfolg ihrer Maßnahmen zum Zentrum ihrer Tätigkeiten gemacht. „The Art of Emergency“ jongliert jeweils mit Wahrscheinlichkeiten und Machbarkeiten. Träumt, simuliert, testet, trainiert.

Immer wieder erst im Nachhinein lassen sich Zeichen mit Gewissheit deuten, die den Notfall ebenso wie seinen Zeitpunkt angekündigt hätten, die womöglich im Voraus hätten wissen lassen können, was wann passieren würde. Immer wieder auch gibt es diejenigen, die jeweils genau davor gewarnt hätten, – auch dies gehört zu „The Art of Emergency“, wenn Nicht-Wissen unerträglich scheint.

Was allerdings, wenn Emergency in einer Vielzahl eintreffender und wiederkehrender Katastrophen zum sogenannten Normalzustand geworden ist? Was, wenn eine Furcht vor weiteren Aufschaukelungen generell jedes Handeln dem Zweck der Katastrophenbewältigung unterstellt und folglich permanente Warnung, permanenter Streit um die richtigen Voraussagen und Abhilfen Desensibilisierung bewirken? Eine Lähmung ist zu erwarten, unter dem Sperrfeuer von Gefahren und Warnungen, Vorschriften und Strafen in überdehntem Schockzustand, bis hin zum achselzuckenden, scheinbar abgestumpften Parieren unfassbarer Bedrohungen. So wird dann ein Kipppunkt erreicht und jedes Messen, Prognostizieren, Simulieren kommender unausweichlicher Notfälle würde von einem massenweisen: ‚Wir wollen es nicht mehr wissen‘ beantwortet. Auch dies eine „Art of Emergency“.

Mit Umdenken, wie es in Momenten der Bedrohung blitzhaft entsteht und zu neuem Handeln führt, ebenso dem Analysieren von jeder Art von guten oder schlechten Bewältigungsversuchen von Emergency soll im Arbeits- und Ausstellungsprojekt „The Art of Emergency“ experimentiert werden. Dass solche „Art of Emergency“ auch eine „Emergency of Art“ beinhaltet, nämlich eine dringende Aufgabe an die Kunst darstellt, ist unsere Überzeugung.

Wir laden ein zu einmonatigen Art-Residencies (Künstlerinnen, Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen), in denen dieses Notfallhandeln ausprobiert, vorgestellt, trainiert oder eingeübt wird.

Ein besonderes Extra, ein kalkuliert unvorhersehbares Element, kommt dabei hinzu: Jedes eingeladene Projekt soll für das nachfolgende Projekt etwas im thealit Arbeitsraum hinterlassen, dem Ort der Residencies, wo auch Präsentationen, Zusammenkünfte stattfinden können. Auf diese Hinterlassenschaft soll dann das folgende Projekt reagieren: es einbeziehen, verändern, es zum Ausgangspunkt nehmen, es links liegen lassen, es verkleiden, es verstecken oder anderes …

Ab der 2. Residency werden diese jeweils weiterverwendeten Objekte von thealit abgeholt und archiviert, so dass für das Folgeprojekt wieder etwas anderes hinterlassen werden kann. Das Archiv dieser materiellen oder immateriellen Objekte wird am Ende des Programms online dokumentiert, ebenso wie die eingeladenen Projekte selbst natürlich auch.

Wir freuen uns auf Einsendungen mit Projektvorschlägen. Diese können roh, spontan und unfertig sein. Bitte sendet sie zusammen mit einem knappen Portfolio und CV ans thealit Frauen.Kultur.Labor. bis zum 1. Oktober. Einreichungen von Duos oder Gruppen freuen uns auch.

Wir unterstützen gegebenenfalls mit Fahrkosten. Bei der Suche nach einer Unterkunft sind wir behilflich, können aber leider keine zur Verfügung stellen. Es gibt ein Budget für Materialkosten von 200 Euro und eine Aufwandsentschädigung von 250 Euro. Technisches Equipment stellen wir zur Verfügung. Wir Kuratorinnen stehen auf Wunsch gern für Projektgespräche bereit.

5 Art Residencies sind in dieser Periode 2022/2023 möglich:
24.10.2022-18.11.2022
21.11.2022-16.12.2022
19.12.2022-13.01.2023
16.01.2023-10.02.2023
13.02.2023-10.03.2023

Eine organisatorische Bitte: Bei den Einreichungen die Daten angeben, an denen eine Residency nicht wahrgenommen werden könnte.


Vorschläge für kurze Vorträge, Workshops oder kleinere Performances können auch – unabhängig von den Residencies – eingereicht werden.

Bitte an Lola Castro senden: castro(at)thealit.de
Wir sind gespannt auf eure Einreichungen!
Claudia Reiche, Andrea Sick


Call for Applications: Art Residencies
thealit Arbeitszimmer 2022-23,
St. Jürgen Straße 157/159, Bremen
Deadline October 1

The Art of Emergency
We find ourselves in an age of global emergencies. War, pandemic, and climate catastrophe—when not directly fatal—have universal consequences in the form of physical psychic, social, cultural, and economic damage. The current, most significant threats call for emergency plans as well as immediate, sustained changes in our behavior.

An emergency situation can seem to occur suddenly, plunge a system into chaos, alter old, familiar patterns, and exacerbate existing imbalances—and always at unpredictable times. Action is immediately demanded, an active answer. Fast, improvised, operating with unknown dimensions. Previous plans and measures must be adjusted. Because it’s about one thing, and one thing only: survival.When an emergency occurs in a way that endangers the system, a threshold has been crossed, a tipping point reached when it is necessary to do something, usually in order to restore a state similar to the one before the emergency happened. But what would such an action look like, and what kinds of small- and large-scale experiments might be able to test and initiate this kind of rethinking and reevaluation? It would be an art to deal with an emergency concretely and farsightedly. That would be the “art of emergency.”

At the same time, it can also be said that an emergency is an expected crisis or collapse of a system when all precautions and delaying mechanisms have been insufficient. Thus, an emergency is also expected, an emergency is planned for. Permanently. The trouble is that it is always uncertain whether preparations made to restabilize a system or even strengthen it will be effective.

Emergency specialists—all of the management of crisis-related rescue and control— have put this gap between predicted emergencies and their actual occurrence, between the planned and the real success of their measures at the center of their activities. Each “art of emergency” juggles with probabilities and feasibilities. Dreams, simulates, tests, trains.


Again and again, it is only in retrospect that signs of coming emergencies and their timing can be interpreted with certainty—things that might have been able to predict in advance what would happen and when. Again and again, there are those who would have given warnings in each case—this is also an “art of emergency,” which that does not want to accept not knowing.


What happens, however, when emergencies become the normal state of affairs, with so many incoming and recurring disasters? What happens when fear of increasing trouble generally subordinates all action in favor of managing disasters, so that, consequently, constant warnings, constant disputes about the correct predictions and the right remedies leads to desensitization? In an overly strained state of shock, paralysis is to be expected under the barrage of threats and warnings, regulations and punishments, to the point where people simply shrug their shoulders, apparently jadedly parrying incomprehensible threats. In this way, a tipping point is reached and any measuring, forecasting, or simulation of upcoming, inevitable emergencies is answered en masse: “We don’t want to hear about it anymore.” This, too, is an “art of emergency.”


The Art of Emergency project and exhibition will experiment with the sort of rethinking that occurs in a flash during moments of danger and leads to a different kind of action, as well as with the analysis of every sort of good or bad attempt at managing emergencies. We are convinced that this Art of Emergency also involves an “emergency of art,” namely, an urgent task for art.


We are inviting artists, activists, and scientists to participate in one-month residencies, in which time emergency action will be tried, introduced, trained, or practiced.


A special “extra,” a calculated, unpredictable element, is also involved: each project will leave something behind for the next project, in, for instance, the thealit Arbeitsraum, the residency site, where presentations and meetings can also take place. The ensuing project will react to whatever has been left behind: include it, change it, use it as a starting point for something else, ignore it, disguise it, hide it, or something else …
Starting with the second residency, thealit will pick up and archive each of these re-used objects, so that something else can be left for the following project. At the end of the program, the archive of these material or intangible objects as well as the projects by the invitees will be documented online.


We look forward to receiving your project proposals. These can be rough, spontaneous, and unfinished. Please send them, along with a small portfolio of your work and your CV to thealit Frauen.Kultur.Labor. by October 1. Submissions from duos or groups are also welcome.


We will help with travel costs, if necessary. We can also assist you in finding lodgings, but unfortunately are unable to provide any. There is a material budget of 200 euros and an expense allowance of 250 euros. We will also provide technical equipment. We curators are available to discuss projects, if desired.


Five art residencies are possible during 2022-23:
October 24, 2022 – November 18, 2022
November 21, 2022 – December 16, 2022
December 19, 2022 – January 13, 2023
January 16, 2023 – February 10, 2023
February 13, 2023 – March 10, 2023


An organizational request: When submitting your proposal, please note the dates you cannot participate in the residency. Proposals for brief lectures, workshops, or short performances can also be submitted independently of an application for a residency.


Send to Lola Castro: castro(at)thealit.de
We look forward to receiving your proposals by October 1, 2022
Claudia Reiche, Andrea Sick

Programme

Musikalischer Stadtteil-Spaziergang „Pusdorf Pictures – so klingen wir!“ lässt am 25.9.2022 ab 15 Uhr Bremen-Woltmershausen erklingen.

Wie klingt ein Stadtteil? Im partizipativen Musikprojekt „Pusdorf Pictures – so klingen wir!“ nehmen circa 200 musizierende Stadtteilbewohner:innen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – und dieBremer Philharmoniker das Publikum am 25. September 2022 mit auf einen musikalischen Stadtteilspaziergang. Das Bühnenbild und ergänzende Texte werden von Jugendlichen aus dem Stadtteil gestaltet. Die Route durch Woltmershausen, von den Bewohner:innen liebevoll Pusdorf genannt, führt vom Hafengebiet bis ins Tabakquartier, dem neuen Kreativ-Areal im Stadtteil.


Komponist und Musiker Peter Friemer variiert das musikalische Material des beliebten Orchesterwerks „Bilder einer Ausstellung“ (Mussorgsky / Ravel) und bildet durch seine Rekomposition die vielfältigen musikalischen Stimmen aus dem Stadtteil ab. An verschiedenen Orten entlang der Spazierroute werden so Geschichten über Vergangenes und Zukünftiges, über Gegensätze und Gemeinsamkeiten, über Tradition und Wandel hörbar. Das große Finale ertönt im neuen Saal der Bremer Philharmoniker im Tabakquartier: Dort musizieren alle beteiligten Stadtteil-Musikgruppen zusammen mit den Bremer Philharmonikern, dirigiert von Marko Letonja und Peter Friemer.

Ein Kooperationsprojekt des Kulturhaus Pusdorf e.V., der Quartier gGmbH, der Bremer Philharmoniker sowie div. Partnern im Stadtteil Bremen-Woltmershausen.

TERMIN & UHRZEIT
So 25.9.2022, 15:00 – circa 18.30 Uhr
Start: NieMet, Ladestraße 5 / 23, 28197 Bremen
Eintritt frei. Keine Kartenreservierungen möglich.

MITWIRKENDE

Bremer Philharmoniker (große Orchesterbesetzung sowie Streich-Quintett und Blechblas-Quintett)
Marko Letonja (Dirigent Bremer Philharmoniker)
Peter Friemer (Künstlerische Gesamtleitung & Komposition)
Imke Burma (Sprecherin)
Imke Burma, Donka Dimova (Texte)
Dany Handschuh (Dramaturgie)
Stefan Berthold (Bühnenbild)
Claudia Beißwanger (Projektleitung)
Ute Steineke (Stadtteil-Koordination)
Marko Gartelmann (Koordination Bremer Philharmoniker)

FÖRDERER & KOOPERATIONSPARTNER
Fonds Soziokultur, Senator für Kultur Bremen, Kultur macht stark, start JUGEND KUNST STIFTUNG
BREMEN, Waldemar Koch Stiftung, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Beirat Woltmershausen, swb
Bildungsinitiative, Kreativpotentiale Bremen, NieMet.

WEITERE INFORMATIONEN
www.instagram.com/pusdorfpictures
www.facebook.com/communitymusicbremen

PRESSEKONTAKT
Claudia Beißwanger
Projektleitung “Pusdorf Pictures – so klingen wir!”
Email: beisswanger@quartier-bremen.de
Tel. +49.178.1379139
Quartier gGmbH, Breitenweg 41, 28195 Bremen

Stellenangebote

Die Bildungsstätte Bredbeck sucht zum 01. Januar 2023 eine:n Jugendbildungsreferent:in mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Std./Woche im

Programm „Politische Jugendbildung im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB)“ im Programmschwerpunkt „Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt“.

Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Die Programmlaufzeit beginnt am 01. Januar 2023 und geht bis zum 31. Dezember 2028.

Die Bildungsstätte Bredbeck steht für diversitätssensible Jugend- und Erwachsenenbildung. Sie ist die Heimvolkshochschule und Bildungsstätte des Landkreises Osterholz und befindet sich 30 km nördlich von Bremen. Die Bildungsstätte verfügt über 98 Betten und 9 Seminarräume. In der Bildungsstätte Bredbeck arbeiten insgesamt ca. 35 Mitarbeiter*innen in den Bereichen Bildungsteam, Leitung, Hausservice, Küche, Buchungsservice und im Freiwilligendienst.

Aufgaben

Voraussetzungen

Wir bieten


Die Einstellung erfolgt für den Zeitraum der Programmlaufzeit. Eine Übernahme in ein entfristetes Arbeitsverhältnis wird angestrebt.

Wir freuen uns besonders über Bewerbungen von LSBTQI; BiPoC-Menschen. Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (ohne Foto) schicken Sie bitte bis zum 26. September 2022 als pdf an die Studienleitung unter kirsten.dallmann@bredbeck.de. Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich am 12. & 14. Oktober 2022 statt. Die Einstellung erfolgt zum 1. Januar 2023

Ansprechpartnerinnen:
Kirsten Dallmann (Organisation)
Dr.in Ines Pohlkamp (Inhalt)
Telefon Rezeption (bitte verbinden lassen)
04791-9618-3700
Bildungsstätte Bredbeck
Heimvolkshochschule
des Landkreises Osterholz
An der Wassermühle 30
D-27711 Osterholz-Scharmbeck
www.bredbeck.de
04791 – 96 18 0

Veranstaltungen

Wie kann der Kultursektor klimafreundlicher werden? Wie kann mit künstlerischen Methoden auf Klima- und Umweltschutz hingewiesen werden? Unsere Green Culture-Tagung „Klima – Wandel – Kultur“ informiert darüber. Seid dabei!

Klima- und Umweltschutz ist auch im Kultursektor angekommen: In der Musik, im Schauspiel und Tanz, in Filmen, Literatur oder Bildender Kunst regen Künstler:innen verschiedener Sparten ihr Publikum an, über den Klimawandel und Umweltverschmutzungen zu reflektieren und aktiv zu werden für einen gesünderen Planeten. Auch viele renommierte Wissenschaftler:innen und Forschungszentren nutzen mittlerweile künstlerisch ästhetische Methoden für multisensorische, innovative Wissenschaftskommunikation über Klima- und Umweltschutz-Themen.

Um sich nicht dem Verdacht von „Greenwashing“ („nur vom Klimaschutz reden, aber nicht auch klimafreundlicher handeln“) auszusetzen, kann es im Kultursektor nicht nur darum gehen, Klima- und Umweltschutz allein künstlerisch zu verhandeln. Dieser Sektor muss sich auch seiner Verantwortung für mehr Umwelt- und Klimaschutz im Produktionsprozess bewusst zu werden, um den eigenen CO2-Fußabdruck entsprechend zu reduzieren (Betriebsökologie). Maßnahmen können die Erstellung einer eigenen Klimabilanz und folglich klimafreundliche Sanierungen von Gebäuden, energiesparende elektrische Beleuchtungs- und Heizsysteme, Reduzierung von Transportwegen, die Nutzung klimafreundlicherer Transportalternativen und die Wiederverwertung von Materialien sein.

Um klimafreundlichere Alternativen praktikabel und finanzierbar für den Kultursektor zu machen, muss (kommunale) Kultur-Verwaltung und -Förderung entsprechende Infrastruktur ideell und finanziell stützen. „Green Culture“ ist daher ein intersektionales Thema, das gemeinsam von Kulturinstitutionen, Künstler:innen, Umweltverbänden, Kultur- und Umwelt-Politik, öffentlichen und privaten Förderern und der (Kultur-)Verwaltung vorangetrieben werden muss, um effektiv und glaubwürdig zu sein.

Ziele der Bremer „Green Culture“-Konferenz

Zielgruppe

Künstler:innen aller Sparten; Künstlerisches, technisches und Verwaltungs-Personal von Kulturinstitutionen; kommunale (Kultur-)Verwaltung, Umwelt- und Kultur-Politiker:innen; Institutionen von Kulturförderung (z.B. Stiftungen). Neben Bremer:innen sind auch interessierte Teilnehmende aus dem restlichen Bundesgebiet zu der Tagung eingeladen.

Das Twitter-Handle lautet #GCC22

Stellenangebote

Das Kammerensemble Konsonanz sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Projektmanager*in (m/w/d) für das Projekt “TipTap-Orchester – Streichensemble für Kinder an der Grundschule an der Nordstraße”


Projektbeschreibung
Das Kammerensemble Konsonanz bietet seit 2020 an der Grundschule an der Nordstraße in Bremen ein
Streichensemble an. Ein Team aus vier Dozent:innen (jeweils zwei hohe und tiefe Streicher) bietet bis zu 30 Kindern aus Klassenstufe 2-4 eine Mischung aus Einzel-, Kleingruppen- und Streicherklassenunterricht. Finanziert über das Bundesprogramm “Kultur macht stark”, erhalten Kinder aus überwiegend finanziell schwach ausgestatteten Haushalten kostenlos Unterricht, die Instrumente werden durch das Projekt gestellt und versichert. Das Dozentinnenteam passt sein pädagogisches Konzept an die jeweiligen Gruppen an, durch die
Aufteilung auf verschiedene Gruppen, kann flexibel auf den Lernfortschritt und die Bedürfnisse der Kinder
reagiert werden.


Das TipTap-Orchester verfolgt das Ziel, Kindern das haptische Erleben von Streichinstrumenten zu ermöglichen. Die Kinder lernen dabei technische Grundlagen des Spielens auf einem Streichinstrument. Der Gruppenunterricht schult insbesondere aber auch die Konzentration, Achtsamkeit, Zuhören und gemeinsames Arbeiten in der Gruppe. Durch gegenseitiges Vorspielen werden Erfolgserlebnisse generiert und ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht.


Aufgabenbereiche

Vergütung

Es handelt sich um eine freischaffende Tätigkeit auf Honorarbasis. Die Vergütung wird gezahlt aus der Overhead-Pauschale des “Musik für alle” Programms von Kultur macht stark.

Über das Kammerensemble Konsonanz

Das Kammerensemble Konsonanz ist eines der innovativsten Profi-Musikensembles der Bremer Klassik-Szene.
Es umfasst professionelle Streichinstrumentalisinnen, die ihr Publikum mit ungewöhnlichen Konzerterlebnissen überraschen und gesellschaftlich relevante Thematiken musikalisch beleuchten. Die klassisch ausgebildeten Musikerinnen, die sich aus verschiedenen Kulturen zusammengefunden haben, begeben sich dafür auf die Suche nach Werken außerhalb des gängigen klassischen Repertoires. Sie spielen in der Regel ohne Dirigentin, in variablen Besetzungen vom Duo bis zum Kammerorchester und präsentieren sich solistisch, begleitet von ihren Kolleginnen. Ihre Freude daran, mit innovativen inhaltlichen und räumlichen Konzepten zu experimentieren, führt zur sparten- und genre-übergreifenden Zusammenarbeit mit namhaften
Musikerinnen, Tänzerinnen, Videokünstlerinnen und Literatinnen.


Das Kammerensemble Konsonanz hat seinen Sitz in Bremen und ist stolz darauf, mit seinem Wirken die Werte
zu transportieren, für welche die Hansestadt steht: Selbstverantwortung mit gleichzeitiger Weltoffenheit,
Traditionsbewusstsein als Ausgangspunkt für neue Wege, Streben nach sozialer Inklusion. Auch die
musikpädagogische Arbeit mit verschiedenen Altersgruppen nimmt für die Musikerinnen einen wichtigen Stellenwert ein. In zahlreichen Kooperationen führen sie Instrumentalunterricht, Workshops und zielgruppenorientierte sowie inklusive Konzertformate durch. Das Kammerensemble Konsonanz erhielt Stipendien der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Hochschule für Künste Bremen. Es hat bisher fünf CDs eingespielt (u.a. mit Pacho Flores, Edicson Ruiz, Jon Flemming Olsen (nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2021) und Fábio Brum (unter NAXOS)). Konzerte führten sie u.a. in die Hamburger Laeiszhalle, die Glocke Bremen und in die Berliner Philharmonie. Als Projektinitiator entwickelte das Kammerensemble Konsonanz zusammen mit dem Bremer Literaturkontor das Projekts “LauschOrte“, einen musikalisch-literarischen Audio-Walk. Das Kammerensemble Konsonanz kooperiert mit der Bremer Grundschule an der Nordstraße und der Bremer Oberschule am Waller Ring. Diese Kooperation resultiert in Instrumentalunterricht für die Grundschülerinnen und die Durchführung von gemeinsamen Musiktheaterprojekten. Außerdem besteht eine Kooperation mit dem Bremer Jugendorchester
arco, das Kindern und Jugendlichen aus finanziell weniger privilegierten Familien kostengünstigen Streichinstrumenten-Unterricht ermöglicht. 2021 hat das Kammerensemble Konsonanz die Welt-Live-Uraufführung von HUMAN des Komponisten Helge Burggrabe präsentiert, zentraler Teil eines
weltweiten Tanz- und Musikprojekts (2021-23).

Für sein Kurzfilm-Projekt „The [Uncertain] Four Seasons“ wurde das Ensemble 2021 mit dem closeup-Stipendium der nordmedia Mediengesellschaft und Filmförderung für Niedersachsen und Bremen ausgezeichnet. Die musikalische Gesamtaufnahme von „The [Uncertain] Four Seasons“ ist offizielles Rahmenprogramm der UN-Klimakonferenz 2021. Das Kammerensemble Konsonanz bekommt für die Jahre 2021-23 eine Förderung des Bremer Senators für Kultur.


2022 wurde das Ensemble durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien für eine Ensembleförderung ausgewählt. Dem Ensemble angeschlossen ist ein gemeinnütziger Förderverein mit derzeit
17 Mitgliedern.


Weitere Informationen: www.konsonanz.com
Fragen und Berwerbungen an
Daniel Tolsdorf
d.tolsdorf@konsonanz.com
0176.234 634 50