Ausschreibungen

Ausschreibung für Art Residencies im Arbeitszimmer thealit 2022-23, St. Jürgen Straße 157/159, Bremen

The Art of Emergency

Wir befinden uns in einer Zeit der globalen Notfälle. Krieg, Pandemie und Klimakatastrophe haben universelle Folgen, wenn nicht direkt tödliche, so doch in Form körperlicher, psychischer, sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Schädigungen. Insbesondere diese aktuell größten Bedrohungen rufen Notfallpläne hervor und fordern sofortige und nachhaltige Änderungen unseres Verhaltens ein.

Emergency, eine Notfallsituation, passiert anscheinend plötzlich, stürzt ein System ins Chaos, verändert altbekannte Muster, verschärft bestehende Ungleichgewichte – zu immer wieder unbekanntem Zeitpunkt. Ein Handeln ist dann sofort gefragt, eine aktive Antwort. Schnell, improvisiert und mit unbekannten Größen operierend. Eine Umstellung von bisherigen Plänen und Maßgaben steht im Zentrum. Denn es geht um eins: Überleben.

Wenn Emergency systemgefährdend eintritt, ist eine Schwelle überschritten, ein Kipppunkt erreicht, an dem gehandelt werden muss, meist, um einen Zustand – ähnlich zu dem vor Eintritt des Notfalls – wiederherzustellen. Wie kann ein solches Handeln aber aussehen und welche Experimente im Kleinen und Großen können ein solches Umdenken und Neubewerten testen und einleiten? Das wäre eine Kunst, mit und im Notfall konkret und weitblickend zu agieren. Dies wäre „The Art of Emergency“.

Genauso lässt sich auch sagen, Emergency ist eine schon erwartete Krise oder erwarteter Zusammenbruch eines Systems, wenn alle vorsorgenden, möglichst verzögernden Maßnahmen nicht hinreichend gewesen sind. Emergency ist somit auch erwartet, Emergency wird geplant. Permanent. Allerdings bleibt stets ungewiss, ob Vorbereitungen greifen, ein System wieder zu stabilisieren, es womöglich sogar zu stärken.
Spezialisten der Emergency, das ganze rettende und steuernde Krisenmanagement, haben diese Lücke zwischen prognostizierten Notfällen und deren tatsächlichen Eintreten, zwischen geplanten und tatsächlichen Erfolg ihrer Maßnahmen zum Zentrum ihrer Tätigkeiten gemacht. „The Art of Emergency“ jongliert jeweils mit Wahrscheinlichkeiten und Machbarkeiten. Träumt, simuliert, testet, trainiert.

Immer wieder erst im Nachhinein lassen sich Zeichen mit Gewissheit deuten, die den Notfall ebenso wie seinen Zeitpunkt angekündigt hätten, die womöglich im Voraus hätten wissen lassen können, was wann passieren würde. Immer wieder auch gibt es diejenigen, die jeweils genau davor gewarnt hätten, – auch dies gehört zu „The Art of Emergency“, wenn Nicht-Wissen unerträglich scheint.

Was allerdings, wenn Emergency in einer Vielzahl eintreffender und wiederkehrender Katastrophen zum sogenannten Normalzustand geworden ist? Was, wenn eine Furcht vor weiteren Aufschaukelungen generell jedes Handeln dem Zweck der Katastrophenbewältigung unterstellt und folglich permanente Warnung, permanenter Streit um die richtigen Voraussagen und Abhilfen Desensibilisierung bewirken? Eine Lähmung ist zu erwarten, unter dem Sperrfeuer von Gefahren und Warnungen, Vorschriften und Strafen in überdehntem Schockzustand, bis hin zum achselzuckenden, scheinbar abgestumpften Parieren unfassbarer Bedrohungen. So wird dann ein Kipppunkt erreicht und jedes Messen, Prognostizieren, Simulieren kommender unausweichlicher Notfälle würde von einem massenweisen: ‚Wir wollen es nicht mehr wissen‘ beantwortet. Auch dies eine „Art of Emergency“.

Mit Umdenken, wie es in Momenten der Bedrohung blitzhaft entsteht und zu neuem Handeln führt, ebenso dem Analysieren von jeder Art von guten oder schlechten Bewältigungsversuchen von Emergency soll im Arbeits- und Ausstellungsprojekt „The Art of Emergency“ experimentiert werden. Dass solche „Art of Emergency“ auch eine „Emergency of Art“ beinhaltet, nämlich eine dringende Aufgabe an die Kunst darstellt, ist unsere Überzeugung.

Wir laden ein zu einmonatigen Art-Residencies (Künstlerinnen, Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen), in denen dieses Notfallhandeln ausprobiert, vorgestellt, trainiert oder eingeübt wird.

Ein besonderes Extra, ein kalkuliert unvorhersehbares Element, kommt dabei hinzu: Jedes eingeladene Projekt soll für das nachfolgende Projekt etwas im thealit Arbeitsraum hinterlassen, dem Ort der Residencies, wo auch Präsentationen, Zusammenkünfte stattfinden können. Auf diese Hinterlassenschaft soll dann das folgende Projekt reagieren: es einbeziehen, verändern, es zum Ausgangspunkt nehmen, es links liegen lassen, es verkleiden, es verstecken oder anderes …

Ab der 2. Residency werden diese jeweils weiterverwendeten Objekte von thealit abgeholt und archiviert, so dass für das Folgeprojekt wieder etwas anderes hinterlassen werden kann. Das Archiv dieser materiellen oder immateriellen Objekte wird am Ende des Programms online dokumentiert, ebenso wie die eingeladenen Projekte selbst natürlich auch.

Wir freuen uns auf Einsendungen mit Projektvorschlägen. Diese können roh, spontan und unfertig sein. Bitte sendet sie zusammen mit einem knappen Portfolio und CV ans thealit Frauen.Kultur.Labor. bis zum 1. Oktober. Einreichungen von Duos oder Gruppen freuen uns auch.

Wir unterstützen gegebenenfalls mit Fahrkosten. Bei der Suche nach einer Unterkunft sind wir behilflich, können aber leider keine zur Verfügung stellen. Es gibt ein Budget für Materialkosten von 200 Euro und eine Aufwandsentschädigung von 250 Euro. Technisches Equipment stellen wir zur Verfügung. Wir Kuratorinnen stehen auf Wunsch gern für Projektgespräche bereit.

5 Art Residencies sind in dieser Periode 2022/2023 möglich:
24.10.2022-18.11.2022
21.11.2022-16.12.2022
19.12.2022-13.01.2023
16.01.2023-10.02.2023
13.02.2023-10.03.2023

Eine organisatorische Bitte: Bei den Einreichungen die Daten angeben, an denen eine Residency nicht wahrgenommen werden könnte.


Vorschläge für kurze Vorträge, Workshops oder kleinere Performances können auch – unabhängig von den Residencies – eingereicht werden.

Bitte an Lola Castro senden: castro(at)thealit.de
Wir sind gespannt auf eure Einreichungen!
Claudia Reiche, Andrea Sick


Call for Applications: Art Residencies
thealit Arbeitszimmer 2022-23,
St. Jürgen Straße 157/159, Bremen
Deadline October 1

The Art of Emergency
We find ourselves in an age of global emergencies. War, pandemic, and climate catastrophe—when not directly fatal—have universal consequences in the form of physical psychic, social, cultural, and economic damage. The current, most significant threats call for emergency plans as well as immediate, sustained changes in our behavior.

An emergency situation can seem to occur suddenly, plunge a system into chaos, alter old, familiar patterns, and exacerbate existing imbalances—and always at unpredictable times. Action is immediately demanded, an active answer. Fast, improvised, operating with unknown dimensions. Previous plans and measures must be adjusted. Because it’s about one thing, and one thing only: survival.When an emergency occurs in a way that endangers the system, a threshold has been crossed, a tipping point reached when it is necessary to do something, usually in order to restore a state similar to the one before the emergency happened. But what would such an action look like, and what kinds of small- and large-scale experiments might be able to test and initiate this kind of rethinking and reevaluation? It would be an art to deal with an emergency concretely and farsightedly. That would be the “art of emergency.”

At the same time, it can also be said that an emergency is an expected crisis or collapse of a system when all precautions and delaying mechanisms have been insufficient. Thus, an emergency is also expected, an emergency is planned for. Permanently. The trouble is that it is always uncertain whether preparations made to restabilize a system or even strengthen it will be effective.

Emergency specialists—all of the management of crisis-related rescue and control— have put this gap between predicted emergencies and their actual occurrence, between the planned and the real success of their measures at the center of their activities. Each “art of emergency” juggles with probabilities and feasibilities. Dreams, simulates, tests, trains.


Again and again, it is only in retrospect that signs of coming emergencies and their timing can be interpreted with certainty—things that might have been able to predict in advance what would happen and when. Again and again, there are those who would have given warnings in each case—this is also an “art of emergency,” which that does not want to accept not knowing.


What happens, however, when emergencies become the normal state of affairs, with so many incoming and recurring disasters? What happens when fear of increasing trouble generally subordinates all action in favor of managing disasters, so that, consequently, constant warnings, constant disputes about the correct predictions and the right remedies leads to desensitization? In an overly strained state of shock, paralysis is to be expected under the barrage of threats and warnings, regulations and punishments, to the point where people simply shrug their shoulders, apparently jadedly parrying incomprehensible threats. In this way, a tipping point is reached and any measuring, forecasting, or simulation of upcoming, inevitable emergencies is answered en masse: “We don’t want to hear about it anymore.” This, too, is an “art of emergency.”


The Art of Emergency project and exhibition will experiment with the sort of rethinking that occurs in a flash during moments of danger and leads to a different kind of action, as well as with the analysis of every sort of good or bad attempt at managing emergencies. We are convinced that this Art of Emergency also involves an “emergency of art,” namely, an urgent task for art.


We are inviting artists, activists, and scientists to participate in one-month residencies, in which time emergency action will be tried, introduced, trained, or practiced.


A special “extra,” a calculated, unpredictable element, is also involved: each project will leave something behind for the next project, in, for instance, the thealit Arbeitsraum, the residency site, where presentations and meetings can also take place. The ensuing project will react to whatever has been left behind: include it, change it, use it as a starting point for something else, ignore it, disguise it, hide it, or something else …
Starting with the second residency, thealit will pick up and archive each of these re-used objects, so that something else can be left for the following project. At the end of the program, the archive of these material or intangible objects as well as the projects by the invitees will be documented online.


We look forward to receiving your project proposals. These can be rough, spontaneous, and unfinished. Please send them, along with a small portfolio of your work and your CV to thealit Frauen.Kultur.Labor. by October 1. Submissions from duos or groups are also welcome.


We will help with travel costs, if necessary. We can also assist you in finding lodgings, but unfortunately are unable to provide any. There is a material budget of 200 euros and an expense allowance of 250 euros. We will also provide technical equipment. We curators are available to discuss projects, if desired.


Five art residencies are possible during 2022-23:
October 24, 2022 – November 18, 2022
November 21, 2022 – December 16, 2022
December 19, 2022 – January 13, 2023
January 16, 2023 – February 10, 2023
February 13, 2023 – March 10, 2023


An organizational request: When submitting your proposal, please note the dates you cannot participate in the residency. Proposals for brief lectures, workshops, or short performances can also be submitted independently of an application for a residency.


Send to Lola Castro: castro(at)thealit.de
We look forward to receiving your proposals by October 1, 2022
Claudia Reiche, Andrea Sick

Ausschreibungen

Alle Bremer Bildende Künstler:innen sind wieder eingeladen, sich für einen Atelierbesuch durch eine:n international tätige:n Kurator:in zu bewerben! Visiting Curators ermöglicht Bremer Künstler:innen ein Treffen und den Austausch mit auswärtigen Kurator:innen. Ziel ist es, Bremer Künstler:innen mit Kurator:innen zu vernetzen und ihnen durch Einzelgespräche in ihren Ateliers (oder in einem Raum im Künstlerhaus Bremen) ein professionelles Feedback zu ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen. Fünf international tätige Kurator:innen sind im Herbst 2022 eingeladen, Bremer Künstler:innen zu besuchen. 

Die Besuche finden zwischen 8. und 10. November 2022 im Zeitraum zwischen ca. 9 und 18 Uhr statt. Bitte halten Sie sich den Zeitraum frei. Die genaueren Termine werden wir ca. drei Wochen vorher mitteilen.

Die Gastkurator:innen sind Stef Van Bellingen, Lisa Britzger, Anne Hagen Kielgast, Tobias Peper und Susanne Weiß.

Wer kann sich bewerben? 

Bewerben können sich alle professionell arbeitenden Künstler:innen aus Bremen, die ihr Studium an einer Kunsthochschule abgeschlossen haben bzw. nachweislich professionell als Künstler:in arbeiten. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Wie bewirbt man sich?
Die Bewerbungsunterlagen umfassen: 

Bitte schicken Sie Ihre Unterlagen digital als PDF per E-Mail an: assistenz@kuenstlerhausbremen.de

Wie wird man ausgewählt?

Die Bremer Künstler:innen nennen eine Erst- und Zweitwahl, für den/die Kurator:in, die/den Sie gerne treffen möchten. Jede:r Gastkurator:in wählt 6 bis 8 Künstler:innen aus, mit denen er/sie sich treffen wird. 

Bitte beachten Sie: Die Treffen mit Stef Van Bellingen und Anne Hagen Kielgast finden in englischer Sprache statt. Alle Treffen finden unter Einhaltung der dann geforderten Hygieneschutz-Standards statt – wir informieren Teilnehmende rechtzeitig. 

Bewerbungsschluss: Sonntag, 04. September 2022, 24 Uhr! 


Später eingereichte Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden.
Rückfragen richten Sie bitte per E-Mail an: assistenz@kuenstlerhausbremen.de oder telefonisch unter: 0421-508 598.

Visiting Curators ist ein gemeinsames Projekt des Bremer Künstler*innenverbandes BBK, des Künstlerinnenverbandes Bremen, GEDOK, des Künstlerhauses Bremen und der Städtischen Galerie Bremen und wird gefördert durch den Senator für Kultur Bremen.

Das Format findet 2022 zum fünften Mal statt und wird vom Künstlerhaus Bremen organisiert. 

Informationen zu den Gastkurator:innen 2022


Stef Van Bellingen ist seit den frühen 1990er Jahren als Kurator tätig und organisierte Ausstellungen in Brüssel, Dakar, Dublin, London, Ljubljana, Ludwigshafen, Den Haag, Venedig und Wien. Er versucht langfristige Beziehungen und Kooperationen mit Künstler:innen und Kunstinstituten aufzubauen. Aufgrund seiner Herkunft (Karibik) ist er an einer vergleichenden Perspektive auf die Kunstgeschichte interessiert und beschäftigt sich ausgehend von seinen archäologischen Studien mit dem Thema der Tiefenzeit. Er studierte Archäologie und Kunstgeschichte an der Universität Gent und begann seine Karriere am SMAK Gent mit mehreren künstlerischen Kooperationen mit Jan Hoet. Im Jahr 2006 gründete er WARP, eine Plattform für zeitgenössische Kunst in Sint-Niklaas (Belgien) – der Kleinstadt, in der er aufgewachsen ist.
(Vorgeschlagen von Arie Hartog, Direktor, Gerhard-Marcks-Haus) 

Lisa Britzger studierte Kulturwissenschaften und der ästhetischen Praxis in Hildesheim und begann 2005 als Mitglied des Kurator:innekollektivs a7.ausstellungen Ausstellungsprojekte an wechselnden Orten zu realisieren. Sie arbeitete als Assistenzkuratorin im Kunstverein München, als Leiterin des Kunstvereins Hildesheim und im Team der Stadtkuratorin Hamburg. Von 2016 bis 2018 leitete sie gemeinsam mit Jennifer Smailes und Annette Hans den Kunstverein Harburger Bahnhof in Hamburg. Seit Januar 2020 ist sie Kuratorin des städtischen Kunstraums Lothringer 13 Halle in München. Sie realisierte Projekte mit Einzelkünstler:innen und immer wieder auch mit Gruppen wie der Galerie BRD, COPS (Corporation of people’s situations) oder K Hybrid. In ihrer kuratorischen Praxis konzentriert sie sich auf prozessuale und kontextspezifische Projekte, künstlerische Forschung, eine Verknüpfung von künstlerischer Produktion, Präsentation und Diskurs sowie auf kollaborative und gemeinschaftliche Methoden und Praktiken.
(Vorgeschlagen von Annette Hans, Künstlerische Leitung und Geschäftsführung, GAK Gesellschaft für aktuelle Kunst)



Anne Hagen Kielgast
 ist seit 2006 Kuratorin am Kunstforeningen GL STRAND in Kopenhagen, Dänemark und ist dort inzwischen als Leitende Kuratorin tätig. Unter ihrer Leitung wurden u. a. die Ausstellungen von Anette Harboe Flensburg: Montanasalen (2022), Thomas Hirschhorn: COMMUNITY OF FRAGMENTS (2021), Asger Harbou Gjerdevik: Driving Home for Christmas (2019) realisiert. Zuvor hat sie als Beraterin und Managerin für Ausstellungen in der Gemeinde Frederiksberg in Dänemark gearbeitet. Studiert hat Kielgast Kunstgeschichte, Kunstkritik und Konservierung an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität von Kopenhagen.
(Vorgeschlagen von Dr. Ingmar Lähnemann, Kurator, Städtische Galerie Bremen)

Tobias Peper leitet seit 2021 den Kunstverein Harburger Bahnhof. Zuvor arbeitete er fünf Jahre am Kunstverein in Hamburg, wo er u. a. Ausstellungen mit FORT, Cana Bilir-Meier, Hannah Perry, Matheus Rocha Pitta und Prem Sahib kuratierte. Zuvor absolvierte er sein Volontariat am Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich und studierte Kunstgeschichte, Soziologie und Deutsche Philologie in Köln. Tobias Peper ist Herausgeber der ersten Monografie von Lerato Shadi, die 2022 bei Archive Books erschien, und veröffentlich regelmäßig Texte zu zeitgenössischen künstlerischen Positionen.
(Vorgeschlagen von Janneke de Vries, Direktorin, Weserburg Museum für moderne Kunst)

Susanne Weiß ist Museologin und arbeitet an der Schnittstelle von Kuratieren und Vermitteln. Seit März 2021 leitet sie zusammen mit Inka Gressel die ifa-Galerie in Berlin. Von 2017 bis 2021 arbeitete sie als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit dem Schwerpunkt Ausstellen, Präsentieren, Netzwerk Kunst. Von 2012 – 2016 leitete sie den Heidelberger Kunstverein, für den sie verschiedene Ausstellungsreihen konzipierte, die den Radius der Ausstellung und das statische Format der Ausstellung ortsspezifisch erweiterten. Im Herbst 2013 war sie Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Für das Institut für Auslandsbeziehungen entwickelt sie seit 2015 gemeinsam mit Inka Gressel die ifa-Tourneeausstellung „The Event of a Thread/Das Ereignis eines Fadens“, die die globalen Erzählungen im Medium des Textilen zum Ausgangspunkt macht.
(Vorgeschlagen von Nadja Quante, Künstlerische Leitung/Kuratorin, Künstlerhaus Bremen)

Ausschreibungen

Zur Förderung des literarischen Nachwuchses sowie professionell arbeitender Autor*innen vergibt der Senator für Kultur auch im Jahr 2022 zwei Stipendien an Schriftsteller*innen, die ihren Wohnsitz in Bremen/Bremerhaven oder dem angrenzenden Umland haben. Die  Organisation der Ausschreibung und Vergabe liegt erneut beim Bremer Literaturkontor.

Wie bereits in den beiden vergangenen Jahren werden zwei unterschiedliche Stipendien ausgeschrieben: Vergeben wird zum einen ein Nachwuchsstipendium zu 4.000,- Euro, plus Mentoring-Programm (s.u.), das sich an Autor*innen im Alter von unter 40 Jahren richtet. Zum anderen wird ein Projektstipendium zu 5.000,- Euro vergeben, das sich an bereits professionell arbeitende Autor*innen richtet, die an einem aktuellen Buchprojekt arbeiten.

Beide Stipendien sollen weniger zur Deckung der Lebenshaltungskosten dienen, als vielmehr bereits begonnene deutschsprachige literarische Arbeiten fertigzustellen und Autor*innen zu fördern, deren Arbeit eine hohe literarische Befähigung erkennen lässt.

Bewerbungskriterien

1) Kriterien für das Nachwuchsstipendium
Bewerbungen sind nur mit eigenen unveröffentlichten Texten möglich. Wiederholte Bewerbungen sind möglich, nicht jedoch für  Autor*innen, die das Stipendium bereits erhalten haben. Die Bewerber*innen sollen das 18. Lebensjahr vollendet haben und nicht älter als 40 Jahre sein. 

Es können Texte aus den Gattungen Epik, Lyrik oder Dramatik eingereicht werden. Die Jury entscheidet anhand von Textproben und Exposé, die den Juror*innen anonym vorgelegt werden.

Erwartet werden (1) Textproben von maximal 10 Normseiten (DIN A4, maximal 30 Zeilen à 60 Anschläge, Schrift: 12 Punkt), (2) ein Exposé im Umfang von zwei bis maximal drei Seiten, in dem das Projekt beschrieben werden soll (siehe Hinweis unten), und (3) eine bio-bibliografische Übersicht mit Namen, Adresse und Telefonnummer sowie Kennwort (s.u.).

Da das Auswahlverfahren anonym erfolgt und ausschließlich Textprobe und Exposé an die Jury weitergeleitet werden, dürfen diese beiden Dokumente nicht mit dem Namen des/der Bewerber*in versehen werden, sondern müssen stattdessen mit einem Kennwort gekennzeichnet werden! 

Alle Unterlagen bitte in einer E-Mail mit PDF-Anhängen an: 
autorenstipendium@literaturkontor-bremen.de
Betreff: Nachwuchsstipendium
Bitte dabei folgende Aufteilung beachten:
1) ein PDF mit Textprobe und Exposé (das Kennwort bitte als Dateinamen nutzen)
2) ein PDF mit der bio-bibliografischen Übersicht inklusive Kontaktdaten und Kennwort, damit Textprobe und Exposé später zugeordnet werden können (bitte Vor- und Nachnamen als Dateinamen nutzen)

Das Mentoring-Programm: Zusätzlich zu den 4.000 Euro Preisgeld ist das Nachwuchsstipendium mit einem Mentoring-Programm  verknüpft. Zur Weiterentwicklung des ausgezeichneten Textes wird der Stipendiatin bzw. dem Stipendiaten ein*e Autor*in zur Seite gestellt.  Stattfinden wird das Mentoring im Rahmen von drei Werkstatttagen (verteilt auf sechs Monate), in denen der Text bzw. das ausgezeichnete Gesamtprojekt intensiv besprochen, weiterentwickelt und im Idealfall zu einem Manuskript verarbeitet wird, mit dem sich der/die Stipendiat*in bei Agenturen und/oder Verlagen bewerben kann. 

2) Kriterien für das Projektstipendium
Bewerbungen sind nur mit eigenen unveröffentlichten Texten möglich. Bewerben können sich Autor*innen, die mindestens eine eigene  Buchpublikation in einem unabhängigen Verlag (ausgeschlossen sind Zuschussverlage, BOD, Selfpublishing und E-Books) oder mehrere Veröffentlichungen in renommierten Literaturzeitschriften vorweisen können.

Dieses Stipendium wird 2022 erst zum dritten Mal ausgeschrieben. Bewerben können sich deshalb auch Autor*innen, die das Bremer  Autorenstipendium bereits vor 2020 erhalten haben, allerdings nicht mit dem Projekt, für das sie bereits mit dem Autorenstipendium  ausgezeichnet worden sind. Die Bewerber*innen sollen das 18. Lebensjahr vollendet haben. 

Es können Texte aus den Gattungen Epik, Lyrik oder Dramatik eingereicht werden. Die Jury entscheidet anhand von Textproben und Exposé.

Erwartet werden (1) Textproben aus dem aktuellen Projekt von maximal 10 Normseiten (DIN A4, maximal 30 Zeilen à 60 Anschläge, Schrift: 12 Punkt) sowie (2) eine 10 Norm- bzw. Buchseiten umfassende Leseprobe aus bereits veröffentlichten Büchern/Zeitschriften, damit sich die Jury einen Einblick in die bisherige literarische Arbeit verschaffen kann. Zudem (3) eine bio-bibliografische Übersicht sowie (4) ein Exposé im Umfang von jeweils zwei bis maximal drei Seiten. Hierin soll das Projekt beschrieben werden, in dessen Zusammenhang der eingereichte Text steht (siehe Hinweis unten).

Alle Unterlagen bitte per E-Mail als PDF-Anhang an:
autorenstipendium@literaturkontor-bremen.de
Betreff: Projektstipendium
Da über die Vergabe dieses Stipendiums nicht in einem anonymisierten Verfahren entschieden wird, bitte alle Unterlagen in einer einzigen  PDF zusammenfassen und anhängen.

Allgemeine Hinweise zu beiden Stipendien
Autor*innen können sich jeweils nur auf eines der beiden Stipendien bewerben. Doppelbewerbungen sind ausgeschlossen. 

Neben den Stipendien, die der Senator für Kultur vergibt, bietet die Bremer Landesvertretung in Berlin beiden Stipendiat*innen die Möglichkeit eines Arbeitsaufenthalts von ein bis sechs Monaten in einem Appartement der Bremer Landesvertretung in Berlin. Darüber hinaus stellt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Nord den beiden Stipendiat*innen Freipässe für die Frankfurter und die Leipziger Buchmesse 2023 zur Verfügung.

Hinweis zum Exposé: Das Exposé sollte neben dem Inhalt die Figuren, Zeit und Ort der Handlung und die Erzählperspektive des Textes  erläutern. Zudem sollte der Text sowohl thematisch als auch in ein literarisches Umfeld (z.B. Genre: Roman, literarischer Essay, Gedichtband etc.) eingeordnet und der voraussichtliche Seitenumfang angegeben werden. 

Einsendeschluss für beide Stipendien ist der 31. August 2022.


Hinweis zur digitalen Bewerbung: Wie bereits im vergangenen Jahr läuft das Bewerbungsverfahren ausschließlich digital. Bis 2020 umfasste jede Bewerbung (aufgrund der sechsfachen Ausfertigung) mindestens 80 Seiten Papier, was bei ca. 50 Bewerber*innen insgesamt über 4.000 Seiten bedeuteten, die nach Abschluss des Auswahlverfahrens im Schredder landeten. Der Umwelt zuliebe haben wir daher komplett auf  digital umgestellt. Schicken Sie uns also bitte keine analogen Bewerbungen in Papierform zu und beachten Sie bitte das vorgegebene Dateiformat PDF (also bitte keine Anhänge in den Formaten doc/docx, odt, rtf, txt oder ähnlichem). Sollte Ihnen eine digitale Bewerbung aus bestimmten Gründen nicht möglich sein, kontaktieren Sie bitte das Bremer Literaturkontor.

Die Jury
Nachdem die Jury drei Jahre lang erfolgreich und konstruktiv in derselben Besetzung zusammengearbeitet hat, ist die ehrenamtliche Jury wie ursprünglich miteinander verabredet in diesem Jahr komplett neu besetzt worden, um regelmäßig Wechsel in der Jurybesetzung zu haben.
Zur Jury 2022 gehören Dr. Alexandra Tacke (Leiterin des Referats 12 & Referentin für Literatur beim Senator für Kultur), Annette Freudling (Freie Autorin/Journalistin & Vorstand Bremer Literaturkontor), Sven Odens (Geschäftsführer Buchhandlung Buntentor), Annika Depping (Redakteurin Literaturmagazin Bremen & Mitarbeiterin virt. Literaturhaus) und Leyla Bektaş (Freie Autorin & Stipendiatin 2020).

Die Namen der Stipendiat*innen werden im Herbst 2022 bekanntgegeben. Bitte verzichten Sie auf Nachfragen – alle Bewerber*innen werden im Anschluss an die Entscheidung per E-Mail darüber informiert, wen die Jury mit den Stipendien auszeichnet. 

Die ausgezeichneten Stipendiat*innen verpflichten sich mit der Annahme des Stipendiums zu zwei Lesungen, die das Bremer Literaturkontor organisiert und in der die prämierten Projekte dem Publikum vorgestellt werden sollen – und zwar zum einen im Rahmen einer  gemeinsamen Lesung im Januar 2022 in Bremen und zum anderen im Rahmen einer Lesung in der Bremer Landesvertretung in Berlin im  Laufe des kommenden Jahres. Außerdem erklären sich die Stipendiat*innen damit einverstanden, dass ein Auszug aus ihren prämierten Texten auf der Homepage des Bremer Literaturkontors veröffentlicht wird. 

Bei Fragen zum Stipendium wenden Sie sich bitte an das Bremer Literaturkontor.
Kontakt
Bremer Literaturkontor e.V.
Jens Laloire
Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Tel.: 0421 327943
E-Mail: info@literaturkontor-bremen.de

Ausschreibungen

Das Stipendienprogramm des Bundesverband Pop im Rahmen von NEUSTART KULTUR zielt darauf ab, freiberufliche Popmusiker:innen aus dem Bereich der Popularmusik dabei zu unterstützen, ihre Arbeit trotz Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie fortsetzen zu können. Die Stipendien sollen Popmusiker:innen ermöglichen, in der Zeit während und nach der durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen Ideen zu entwickeln und sich weiter zu professionalisieren. Das können beispielsweise Recherchearbeiten sein, Weiterbildungen im Beruf von Popmusiker:innen, Konzepte sowohl im digitalen als auch im öffentlichen Raum sowie die Produktion von medialen Inhalten. Grundsätzlich werden keine Auslands- oder Wissenschaftsstipendien gefördert.

Das Stipendienprogramm umfasst ein Stipendium in Höhe von EUR 5.000,00 pro Person für eine Stipendiendauer von vier Monaten, mithin EUR 1.250 pro Monat . Zudem erhalten die Stipendiaten das Angebot, das bundesweite Netzwerk der regionalen Popförderinstitutionen zu nutzen. Die regionalen Popförderinstitutionen stehen den Stipendiaten als Ansprechpartner*innen zur Verfügung und unterstützen diese mit ihren Formaten bei der Realisierung der Stipendien und damit auf dem Weg ihrer Professionalisierung, um ihre Positionierung als Selbständige am Markt und ihre Vernetzung nach der Corona-Pandemie zu stärken.

https://www.popstipendium.de

Ausschreibungen

Kulturnetz e.V., die Hochschule für Künste Bremen, die Städtische Galerie Bremen sowie die Musiker*inneninitiative Bremen laden zur Teilnahme am Bremer Zine Festival 2022 ein.

Das Festival ist offen für Grafik und Kunstzines, DIY-Comics aber auch Text und Literaturzines. Daneben sind Fanzines zu den unterschiedlichsten Themen willkommen.

Comic-, Zine- und Heftmacherinnen aus der Region, Deutschland und auch darüber hinaus, haben an drei Tagen die Gelegenheit ihre Hefte, Bücher, Drucke, Karten, Klapp-, Falt-, Schau- und Lesearbeiten den Besucherinnen im Rahmen einer Messe zu präsentieren und auch zum Kauf anzubieten. Angesprochen sind sowohl einzelne Heftmacherinnen und Künstlerinnen, aber auch Gruppen und Kollektive sowie Kleinstverlage.

Veranstaltungsort der Zinemesse ist die am Werdersee gelegene Städtische Galerie Bremen mit ihren 780 qm Ausstellungsfläche in der Bremer Neustadt.

In Abhängigkeit von der Coronalage während des Festivals ist auch ein kulturelles Rahmenprogramm geplant aus Lesungen, Vorträgen und Performances. Veranstaltungsort für das Rahmenprogramm ist die im gleichen Gebäude befindliche Musiker Initiative Bremen.

Interessent*innen bewerben sich bis zum 15. Juni 2022 über das Formular auf unserer Webseite.

Nach Sichtung der Bewerbungen bekommen Ende Juni alle Bewerber:innen eine Rückmeldung per E-Mail. Die eingeladenen Austeller:innen erhalten alle weiteren Informationen und ihnen wird eine Bankverbindung übermittelt. Sobald die Standgebühr eingegangen ist, gelten die Plätze als reserviert.

Aufgrund der Coronapandemie gelten in Absprache mit der Städtischen Galerie Bremen folgende Regelungen:

Standgebühr 40,00 € – Tisch (1,80 Meter * 0,8 Meter)
Bewerbung bis 15. Juni 2022

Ausschließlich über diesen Link: https://kulturbuero-bremen.de/call-zinefestival-2022

Festival 23.09. – 25.09.2022

Öffnungszeiten
Fr. 12 – 19 Uhr
Sa. 10 – 19 Uhr
So. 10 – 19 Uhr

Ort
Städtische Galerie Bremen, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen
https://staedtischegalerie-bremen.de

Ausschreibungen

Booster für Nachhaltigkeitsprojekte

4 x 3.500 Euro für Eurer soziokulturelles Nachhaltigkeitsprojekt, eine Einladung zum ENCC-Event nach Turin zur Preisverleihung und Sichtbarkeit Eures Projekts europaweit – das bietet Euch die neue Ausschreibung des ENCC „UP Grants“.

Mit dieser Kleinstförderung könnt Ihr bereits laufenden Projekten noch mal einen Entwicklungsschub geben und Eure Erfahrungen mit der europäischen Soziokultur teilen. Euer Projekt sollte sich den folgenden zwei, weitgefassten Themensträngen zuordnen lassen:

Mind shift: Kunst und Kultur können die Denkweise und Verhalten von Menschen in Bezug auf Nachhaltigkeit verändern

a. Bildung und Bewusstseinsbildung (awareness raising)

b. Kunst und Nachhaltigkeit

Ökologischer Fußabdruck von Kultur: Wie können Kulturzentren nachhaltiger werden?

a. Veranstaltungsmanagement

b. Verwaltung eines soziokulturellen Zentrums

Der Antrag ist in englischer Sprache über die Website des ENCC zu stellen.

https://encc.eu/calls/up-grants

Das Online-Formular ist bewusst einfach und zeitsparend gestaltet. Über Eure Mitgliedschaft beim Bundesverband Soziokultur seid Ihr automatisch auch Mitglied im ENCC.


Im Anhang findet Ihr detaillierte Informationen und „Guidelines“ für die Antragstellung.

Alle Infos sind aber auch gebündelt auf der Website unter obenstehendem Link zu finden.

Bewerbungsfrist ist der 15. Mai 2022.

Ausschreibungen

APPLAUS würdigt bundesweit kulturell herausragende Livemusikprogramme und Spielstätten und vergibt Auszeichnungen in drei Hauptkategorien und drei Sonderkategorien. 2,4 Mio. Euro stehen für Prämien zur Verfügung. Die Bewerbungsphase startet am 25. April 2022

Berlin, 21. April 2022

APPLAUS ist die »Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten«, die Clubbetreiber:innen und Veranstalter:innen für ihre herausragenden Livemusikprogramme und Arbeit würdigt. Mit dem APPLAUS 2022 zeichnet die Kulturstaatsministerin Claudia Roth im November gemeinsam mit der Initiative Musik die Clubbetreiber:innen und Veranstalter:innen bereits zum neunten Mal aus. Mit ihren Konzertprogrammen sind die Musikclubs ein wesentlicher Bestandteil einer vielseitigen Kulturlandschaft in Deutschland.

Tina Sikorski, Geschäftsführerin der Initiative Musik: »Als Kulturorte stehen die Musikclubs für intensive Musikerlebnisse, für Nähe zwischen Publikum und Musiker:innen, für Innovation, für Weltoffenheit und Internationalität. Mit dem APPLAUS rücken wir bereits zum neunten Mal die Club-Szene in die Öffentlichkeit. Mit den dotierten Auszeichnungen wollen wir die Clubmacher:innen für ihre besondere Kulturarbeit nicht nur würdigen, sondern auch ermutigen, gerade jungen Acts jenseits des Mainstreams weiterhin eine Bühne für kreative Ideen zu bieten.«

2022 stehen insgesamt 2,4 Millionen Euro für Preisgelder zur Verfügung. Damit ist der APPLAUS einer der höchstdotierten Bundeskulturpreise.

APPLAUS 2022 Kategorien

Die mit dem APPLAUS verbundenen Prämien sollen die Programmmacher:innen in ihrer Arbeit unterstützen und z.B. dazu beitragen, die Bedingungen für die auftretenden Musiker:innen zu verbessern. Bewerben können sich Clubbetreiber:innen und Veranstalter:innen aus allen Bereichen von Popularmusik und Jazz. Eingereicht werden können Livemusikprogramme, die 2021 durchgeführt wurden – sowohl Konzerte in den Musikspielstätten als auch alternative Formen wie z.B. Online-Streaming-Angebote, Konzerte in Ausweichlocations sowie Open Air Veranstaltungen. Da kein durchgängiger Spielbetrieb möglich war, gibt es gemäß der Teilnahmebedingungen keine Festlegung einer Mindestkonzertanzahl für 2021.

Auszeichnungswürdig sind insbesondere Livemusikspielstätten und Veranstaltungsreihen, die Anspruch, Kreativität und Trendgespür vereinen. Über die Auszeichnungen in den drei Hauptkategorien entscheidet eine Jury, die sich aus neun fachkundigen Persönlichkeiten der deutschen Musikbranche zusammensetzt. Für die Sonderpreise Awareness, Innovation und Nachhaltigkeit werden weitere Fachjurys mit je drei Personen besetzt.

Die Durchführung des APPLAUS erfolgt seit 2013 durch die Initiative Musik unter Einbeziehung der Bundeskonferenz Jazz und der LiveMusikKommission – Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. Die Initiative Musik realisiert den Programmpreis mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Bewerbungsphase startet am 25. April 2022 um 10:00 Uhr. Die Details zur Bewerbung finden Sie in den Teilnahmebedingungen und den FAQ auf der APPLAUS-Website sowie auf der Website der Initiative Musik, siehe: https://www.initiative-musik.de/pressemitteilungen/pm2022/applaus-2022-start-der-bewerbungsphase/

Für weitere Presseinformationen wenden Sie sich bitte an:
Initiative Musik gGmbH, Friedrichstraße 122, D-10117 Berlin

Michael Wallies
michael.wallies@initiative-musik.de
+49 (0)30 – 531 475 45 – 211

Ausschreibungen

Auch dieses Jahr sind Bremer Künstler:innen eingeladen, sich für einen dreimonatigen Aufenthalt (7.9.–5.12.2022) in Helsinki im Rahmen des Helsinki International Artist Programme (HIAP) zu bewerben. Die Helsinki Artist Residency bietet Bremer Künstler:innen eine Plattform, um sich frei auszuprobieren und sich zu vernetzen. Neben der finanziellen Unterstützung fördert das Residenzprogramm neue Ansätze und den Austausch für die Produktion künstlerischer Arbeiten. Unsere internationale Partnerinstitution HIAP bietet ideale Voraussetzungen für die Vernetzung vor Ort als auch zwischen den internationalen Gästen der Organisation. HIAP gewährt Zeit und Raum für ein offenes Forschen und Experimentieren, ohne die Bedingung ein Projekt fertigstellen zu müssen. Die Institution vor Ort unterstützt die Künstler:innen Kontakte zu lokalen Kunstschaffenden und Organisationen herzustellen. Zudem bietet HIAP den Künstler:innen zum Abschluss ihrer Residenz die Chance, ihre Projektideen und Arbeiten im Rahmen eines Open Studios-Events vorzustellen.

Wer kann sich bewerben?
Bewerben können sich professionell arbeitende Künstler:innen mit (erstem) Wohnsitz in Bremen, die ihr Studium an einer Kunsthochschule abgeschlossen haben bzw. nachweislich professionell als Künstler:in arbeiten sowie über Englischkenntnisse verfügen. Es gibt keine Altersbeschränkung. Künstler:innen dürfen ihre Kinder mitbringen, es wird jedoch keine Kinderbetreuung angeboten.

Was bietet die Residency?
Die Residency umfasst die Übernahme der Reisekosten, die Unterbringung in einem der Wohnateliers von HIAP in Helsinki im genannten Zeitraum, ein monatliches Barstipendium von 1.000 € sowie ein einmaliges Produktionsbudget von 500 €. Darüber hinaus unterstützt HIAP vor Ort mit der Aufnahme in ein Netzwerk und der kuratorischen Betreuung durch das Team von HIAP http://www.hiap.fi

Wie bewirbt man sich?

Die Bewerbungsunterlagen umfassen:

Bitte schicken Sie Ihre Unterlagen digital als PDF per E-Mail an: assistenz@kuenstlerhausbremen.de

Bewerbungsschluss: Sonntag, 24. April 2022, 24 Uhr!
Unvollständige oder später eingereichte Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Die Jury entscheidet bis Mitte Mai über die Vergabe der Residency.

Rückfragen richten Sie bitte an Janine Behrens, per E-Mail an: jbehrens@kuenstlerhausbremen.de oder telefonisch
unter: 0421-5980 412.

Aktueller Hinweis COVID-19 Pandemie 2022:
Falls es aufgrund etwaiger Beschränkungen oder Einreiseverboten nicht möglich ist, die Durchführung der Residenz zum genannten Zeitraum zu realisieren oder der Aufenthalt abgesagt wird, besteht kein Rechtsanspruch auf dieses Förderprogramm. Der/die Stipendiat:in verpflichtet sich die aktuellen finnischen Einreiseregelungen zu befolgen. Ausschreibung als PDF finden Sie hier

ENGISH
Once again this year, artists from Bremen are invited to apply for a three-month residency (Sept. 7–Dec. 5, 2022) in Helsinki as part of the Helsinki International Artist Programme (HIAP).
The Helsinki Artist Residency provides a platform for Bremen artists to freely explore and network. In addition to financial support, the residency program encourages new approaches and exchange for the production of artistic works. Our international partner institution HIAP offers ideal conditions for networking locally as well as between the organization’s international guests. HIAP grants time and space for open research and experimentation without the condition of having to complete a project. The local institution supports the artists in establishing contacts with local artists and organizations. In addition, HIAP offers artists the chance to present their project ideas and work at an Open Studios event at the end of
their residency.

Who can apply?
Applications are open to professional artists with (their primary) residence in Bremen, who have completed their studies at an art academy or have a proven track record of working professionally as an artist, and who have a working knowledge of English. There is no age limit. Artists may bring their children, but no childcare is provided.

What does the residency offer?
The residency includes travel expenses, accommodation in one of HIAP’s residential studios in Helsinki during the specified period, a monthly cash stipend of €1,000, and a one-time production budget of €500. In addition, HIAP provides on-site support through inclusion in a network and curatorial support from the HIAP team.

How to apply?

The application documents include:

Please send your documents digitally as a PDF via email to: assistenz@kuenstlerhausbremen.de
Application deadline: Sunday, April 24, 2022, midnight!
Incomplete applications or applications submitted later cannot, unfortunately, be considered. The jury will decide on the awarding of the residency by mid-May.

Please direct any queries to Janine Behrens, by email at: jbehrens@kuenstlerhausbremen.de or by phone at: 0421-5980412.

Current Notice – COVID-19 Pandemic 2022:
If, due to any restrictions or entry bans, it is not possible to carry out the residency at the specified time or the residency is cancelled, there is no legal claim to this funding program. The grantee agrees to comply with the current Finnish entry regulations.
You can find the call for applications as a PDF here


Die Helsinki Artist Residency wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von / The Helsinki Artist Residency is made possible through the kind support of Senator für Kultur Bremen

Ausschreibungen

Gesucht werden lyrische Texte von Bremer:innen zu einem zeitgenössischen Thema. Es ist nicht Vorgabe, ausschließlich über die Pandemie zu schreiben, eher über die derzeitige Gefühlslage oder den Vergleich zum Lockdown oder zu anderen aktuellen Themen.

Die Texte werden in der nächsten HEUTESCHREIBEICH Ausstellung vom Künstlerduo Katharina Zorn und Jasna Fritzi Bauer kuratiert und teilweise multimedial dargestellt, in haptischen Installationen, sowie im Audio- und Videovisuellen Bereich.

We are looking for lyrical texts by Bremen residents on a contemporary topic. It is not a requirement to write exclusively about the pandemic, but rather about the current emotional state or the comparison to the lockdown and other current topics.

In the next HEUTESCHREIBEICH exhibition, the texts will be curated by Artist Duo Katharina Zorn and Jasna Fritzi Bauer and partially presented in multimedia form, in haptic installations, as well as in the audio and video-visual area.

Texts in all languages are welcome.

Ausschreibungen

Alle zwei Jahre vergibt der Fonds Soziokultur den mit 10.000 Euro dotieren Preis zu einem wechselnden Thema.

Wie können soziokulturelle Akteur*innen dazu beitragen, dass durch Kooperationen mit Partnern anderer Bereiche wie Soziales, Arbeit, Ökologie oder lokaler Wirtschaft und Verwaltung die Wirksamkeit der Kulturarbeit in die Gesellschaft verstärkt wird? Wie können Menschen aktiviert und ermächtigt werden, selbst kulturell-soziales Miteinander zu gestalten? Hier geht es um eine Einmischung im besten Sinne: Soziokuturelle Projekte können als Plattformen für Belange und Ideen von Bürger*innen funktionieren. Hinter aktivierender Kulturarbeit steht die Stärkung der Demokratie, die sich im Alltag jedes Einzelnen spiegeln muss, um widerstandsfähig zu bleiben.

Zum Thema „Kulturarbeit aktiviert“ – nach dem Motto „Einmischende Kulturarbeit“ – können Projekte aus der Allgemeinen Projektförderung für den Innovationspreis vom Kuratorium des Fonds nominiert werden. Eine gezielte Bewerbung um den Preis ist daher nicht nötig. Nach Projektende werden Prozess und Ergebnis durch eine Preisjury des Fonds Soziokultur juriert.

Weitere Informationen sowie die Preisträger*innen der vergangenen Jahre finden Sie hier.