Im Bereich Allgemeine Projektförderung bei der Kulturstiftung des Bundes können Kulturschaffende zwei Mal im Jahr Fördergelder für Projekte aus allen künstlerischen Sparten beantragen, für Bildende und Darstellende Kunst, Literatur, Musik, Tanz, Film, Fotografie, Architektur oder Neue Medien. Es handelt sich dabei um die Projektförderung zeitlich befristeter, soziokultureller Projekte, die Menschen vor Ort als Aktive in der Konzeption und Durchführung mit einbeziehen und ein gesellschaftspolitisches oder soziales Thema mit kulturellen Methoden bearbeiten.
Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt im Rahmen der Allgemeinen Projektförderung Projekte aus allen künstlerischen Bereichen. Besonders gefördert werden dabei innovative Vorhaben mit internationalem Bezug. Für eine Förderung muss der beantragte Betrag mindestens 50.000 Euro umfassen.
Die Allgemeine Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht auf die Förderung einer bestimmten Sparte oder eines bestimmten Themas festgelegt ist. Es sind große, innovative Projekte im internationalen Kontext, die hier berücksichtigt werden können.
Im Vorfeld der aktuellen Antragsphase gibt es wieder Infoveranstaltungen.
Infoveranstaltungen: 09.04.2026 um 14:00 Uhr / 17.04.2026 um 11:00 Uhr / 22.04.2026 um 16:00 Uhr / 27.04.2026 um 17:00 Uhr sowie eine englische Infoveranstaltung am 28.04.2026 um 14:00 Uhr
Der Bundesverband Soziokultur e.V. und die Robert Bosch Stiftung GmbH legen das Förderprogramm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“ neu auf. Die wichtigste Neuerung: Projekte werden künftig mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren und einer Fördersumme von bis zu 140.000 Euro unterstützt. Ziel ist es, Demokratie an alltäglichen Orten nachhaltig zu verankern. Dafür fördert das Programm Kooperationen zwischen Akteuren der Soziokultur, der politischen Bildung und einem lokalen Alltagsort. Bewerbungen sind bis zum 17.05.2026 möglich.
„Mit unserem Programm Allzeitorte stärken wir genau die Orte, die die Demokratie braucht, um lebendig zu sein – vom Nachbarschaftstreff über das Schwimmbad bis zur Suppenküche. Damit Menschen sich beteiligen, braucht es Vertrauen und starke Beziehungen. Deshalb geben wir in der neuen Programmphase bewusst mehr Zeit für diese kontinuierliche Arbeit vor Ort. Wir sind überzeugt: Demokratie wird dort widerstandsfähig, wo Menschen erleben, dass sie ihr eigenes Umfeld mitgestalten und etwas bewirken können“, sagt Antje Scheidler, Teamleiterin Demokratie bei der Robert Bosch Stiftung.
An diesen Allzeitorten, an denen Menschen verschiedener Hintergründe zusammenkommen, sollen langfristige Räume für Austausch und Mitgestaltung entstehen. Die verlängerte Förderdauer ist eine gezielte Reaktion auf die Erfahrungen aus der Pilotphase und soll den Projekten den nötigen Rahmen für eine nachhaltige Beziehungsarbeit vor Ort geben.
„Im Programm Allzeitorte kommen die Kompetenzen der Soziokultur voll zum Tragen. Soziokulturelle Zentren und Initiativen bieten Räume demokratischer Begegnung, Teilhabe und Selbstwirksamkeit. Gemeinsam mit der politischen Bildung wollen wir diese Expertise nutzen, um Alltags- und Freizeitorte weiterzuentwickeln und neue Zielgruppen zu erreichen“, sagt Kristina Rahe, kulturpolitische Geschäftsführerin des Bundesverbands Soziokultur.
Das Auswahlverfahren ist zweistufig: Eine Jury wählt zunächst 15 Einreichungen aus. Diese Teams erhalten 6.000 Euro sowie professionelle Beratung, um ihre Projektskizze von Juli bis November 2026 zu einem tragfähigen Konzept auszuarbeiten. Im Dezember 2026 entscheidet die Jury, welche sieben Projekte von Januar 2027 bis September 2029 in die Umsetzung gehen.
Der Jury gehören Inga Gertmann (More in Common Deutschland), Sevgi Demirkaya (Kulturbunker Köln-Mülheim), Johannes Dietrich (Allzeitort „Kleider.Machen.Leute“ aus der Pilotphase, Königstein), Georg Pirker (Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V.), Isidora Randjelović (RomaniPhen e.V.), Merve Selek (Kubus e.V.) und Benjamin Schwarz (part GmbH für digitales Handeln) an.
Förderungen
Fonds Soziokultur U25: Ju…
Ab dem 02. April bis zum 02. Mai ist die Antragstellung für das U25-Programm des Fonds Soziokultur für das zweite Halbjahr möglich.
Erste eigene Kulturideen entwickeln, Mut zur Umsetzung aufbringen, gemeinschaftlich aktiv werden – das U25-Programm des Fonds Soziokultur schafft dafür die Voraussetzungen. Es fördert soziokulturelle Projekte, die von jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren eigenverantwortlich geplant und durchgeführt werden. In diesem Jahr stellt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit 300.000 Euro zunächst einmalig mehr Mittel für den Nachwuchs bereit. Für das erste Halbjahr 2026 konnten dadurch bereits 35 U25-Projekte bewilligt werden.
NEU IN DER SONDERAUSSCHREIBUNG
Mehr Fördermittel Das größte Fördervolumen bislang: 300.000 Euro für U25 im Jahr 2026 – ein positives Signal für junge Ideen.
Erhöhter Förderanteil Statt der regulären 80 Prozent können in dieser Förderrunde einmalig bis zu 90 Prozent der Gesamtkosten des Projektes, max. jedoch 4.000 Euro übernommen werden.
Extra für Beratung und Begleitung Vereine oder andere erfahrene Organisationen können 1.000 Euro zusätzlich beantragen, wenn sie die jungen Projektverantwortlichen rechtlich vertreten und bei administrativen Anforderungen unterstützen und beraten.
Förderungen
Website-Förderprogramm f…
Beim Webseitenförderprogramm „Kultur & Literatur online“ können sich Kommunen, Vereine, öffentliche und soziale Einrichtungen und kleinere Unternehmen kostenfrei durch Auszubildende und Studierende eine Webseite erstellen lassen. Organisiert wird das Programm vom Förderverein für regionale Entwicklung e.V. , das den Auszubildenden und Studierenden (unter Anleitung) die Möglichkeit gibt, praktische Berufserfahrung in realen Webseitenprojekten zu sammeln.
Darüber hinaus beinhaltet die Förderung u.a.:
die Berücksichtigung geltender Datenschutzrichtlinien
die technischen Voraussetzungen zur Einhaltung der Barrierefreiheit der Webseiten
die Nutzung eines bedienerfreundlichen Redaktionssystem zu selbstständigen Pflege der Seite nach Projektabschluss
kostenfreier Telefon- und E-Mail-Support bis mindestens 2035 bei Rückfrage zur Bearbeitung.
Förderungen
Kulturstiftung des Bundes…
Die Kulturstiftung des Bundes stockt ihre Förderprogramme für kulturelle Zukunftsvorhaben und lokales Engagement auf. Insgesamt stellt sie für die kommenden Jahre rund 16 Millionen Euro bereit.
Mehr Mittel für „Übermorgen“
Für die zweite Phase des Programms „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“ erhöht die Kulturstiftung des Bundes das Fördervolumen auf bis zu 10 Millionen Euro. Von 2027 bis 2031 sollen damit maximal zwanzig wegweisende Zukunftskonzepte umgesetzt werden, jeweils mit einer Förderung von bis zu 600.000 Euro. Neu ist, dass sich auch Einrichtungen und Verbünde bewerben können, die bislang nicht Teil des Programms waren. Die Ausschreibung startet im Herbst 2026.
Aufstockung bei „LOKAL“
Auch das Programm „LOKAL – Programm für Kultur und Engagement“, das sich an Kulturakteur:innen in Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohner*innen richtet, wird deutlich aufgestockt. Aufgrund der hohen Nachfrage erhöht die Kulturstiftung des Bundes die Mittel für die zweite Antragsrunde um 2,5 Millionen Euro auf insgesamt 5,52 Millionen Euro.
Damit können von 2026 bis 2031 bis zu 27 lokale Netzwerke gefördert werden. Die einzelnen Förderungen liegen bei 200.000 bis 240.000 Euro pro Netzwerk. Antragsschluss ist der 31. März 2026.
Förderungen
Neues Förderprogramm: Sc…
Neues Förderprogramm für Schallschutz bei Clubs und Festivals – Livekultur ohne Lärmbeschwerden.
Mit dem Bundesschallschutzprogramm startet im Januar 2026 erstmals ein bundesweites Pilotprogramm für besseren Schallschutz bei Musikclubs und Festivals. Spielstätten, die aufgrund von Lärmbeschwerden von einer Schließung bedroht sind, erhalten Unterstützung bei der Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) stellt dafür 3 Mio. Euro bereit. Die fachliche Umsetzung übernimmt die Initiative Musik und wird dabei unterstützt durch die LiveMusikKommission.
Clubs und Festivals geraten zunehmend durch Lärmbeschwerden unter Druck – insbesondere in dicht bebauten Stadtgebieten, in denen die Folgen der Nachverdichtung besonders spürbar sind. Notwendige Schallschutzmaßnahmen wie verbesserte Dämmung und Noise-Cancelling-Lösungen sowie moderierte Dialogformate zwischen Veranstaltenden und Nachbarschaft können Abhilfe schaffen, sind jedoch häufig kostenintensiv. Viele Kultureinrichtungen stehen angesichts stark steigender Gesamtkosten vor enormen finanziellen Herausforderungen und können diese notwendigen Investitionen kaum noch stemmen.
Modellprojekt unterstützt den Schallschutz
Um die Situation zu verbessern, startet die Bundesregierung im kommenden Jahr ein Modellprojekt, das Clubs und Festivals gezielt beim Ausbau ihres Schallschutzes unterstützt. Im Rahmen der Pilotrunde werden Musikclubs mit einer Kapazität von bis zu 2.000 Besucher:innen sowie Festivals unterstützt, die aufgrund erheblicher Lärmbeschwerden besonders stark von einer Schließung bedroht sind oder deren Durchführung gefährdet ist. Für die Vorauswahl wird die Expertise von Verbänden und Netzwerken der Livemusikbranche herangezogen. Anschließend empfiehlt eine überwiegend fachlich besetzte Jury aus dieser Vorauswahl, welche Projekte gefördert werden sollten.
Details zum Programm und zum Auswahlverfahren werden zum Programmstart im Januar auf der Website der Initiative Musik veröffentlicht.
Förderungen
Fonds Darstellende Künst…
Fristen der Antragstellung sind für die Produktionsförderung der 26.01.2026 und für die Konzeptionförderung der 02.02.2026.
Die Produktionsförderung des Fonds Darstellende Künste unterstützt künstlerische Arbeitsprozesse, in deren Mittelpunkt ein neues Produktionsvorhaben in den Freien Darstellenden Künsten steht und die in der Regel mit einer Premiere und zeitnah daran anschließenden Aufführungen abschließen. Die Antragssumme beträgt 15.000 bis 50.000 Euro.
Die Konzeptionsförderung unterstützt mehrjährige Vorhaben (2026–2028), die eine künstlerische oder organisatorische Weiterentwicklung anstreben. Gefördert werden mindestens drei Neuproduktionen oder zwei Neuproduktionen mit einem strategischen Vorhaben. Die Fördersumme beträgt insgesamt 150.000 bis 240.000 Euro.
Förderungen
Cultural Bridge
Neue Antragsphase ab Herbst 2025.
Cultural Bridge unterstützt die Kooperationen von Organisationen mit dem Schwerpunkt der kulturellen Mitwirkung, Soziokultur und Community Engagement zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Gemeinsam fördern die Partner Arts Council England, Arts Council of Northern Ireland, British Council, Creative Scotland, Fonds Soziokultur, Goethe-Institut London und Wales Arts International / Arts Council of Wales. Gefördert werden sowohl Austauschtreffen auf Fachebene für neue Partnerschaften (Förderbereich 1) als auch konkrete soziokulturelle Projekte von Partnerorganisationen, die bereits zusammengearbeitet haben (Förderbereich 2). Dabei befassen sie sich mit Themen und Herausforderungen, mit denen Communities in beiden Ländern konfrontiert sind. In dieser Förderrunde liegt einer der Schwerpunkte unter anderem auf Organisationen mit Sitz außerhalb großer Städte oder mit Arbeitsschwerpunkt in ländlichen Gebieten bzw. weniger dicht besiedelten Bezirken und Regionen.
Ab dem 01. Oktober bis zum 12. November 2025 können Anträge für die neue Förderrunde eingereicht werden.
Alle wichtigen Informationen rund um die Förderung finden Sie außerdem im ausführlichen Förderleitfaden (deutsch und englisch) auf cultural-bridge.info.
Förderungen
Nachwuchsprogramm U25: An…
Mit U25 – Richtung: Junge Kulturinitiativen unterstützt der Fonds Soziokultur junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren, die ihre eigenen Ideen für partizipative Kulturprojekte verwirklichen möchten – von Tanz und Theater bis zu Magazin, Workshop oder Podcast. Gefördert werden zeitlich befristete Projekte, die Menschen vor Ort mit einbeziehen und ein gesellschaftspolitisches oder soziales Thema in den Fokus stellen. Ziel ist es, jungen Engagierten die Möglichkeit zu geben, Verantwortung zu übernehmen, Erfahrungen zu sammeln und ihre Ideen eigenständig umzusetzen. Anträge können von Vereinen, jungen Initiativen oder Einzelpersonen gestellt werden, die Projektleitung (Planung, Durchführung und Umsetzung) muss jedoch klar bei den jungen Menschen liegen.
„Das Programm hat mir und meinem Thema eine Stimme gegeben. Die Projektarbeit hat nicht nur riesigen Spaß gemacht, sondern mir gezeigt, wie viel möglich ist, wenn man Menschen an seiner Seite hat, die an einen glauben – und dass man dann auch selbst anfängt, an sich zu glauben.“
Junge Menschen bringen frische Perspektiven, innovative Ansätze und Engagement in die Kulturarbeit. Mit gezielter Förderung können sie ihre Ideen für Beteiligung mit Kultur professionell umsetzen, Erfahrung als Kulturschaffende sammeln und eine Vielzahl junger Menschen aktivieren. Das Programm U25 – Richtung: Junge Kulturinitiativen bietet dafür nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch Unterstützung während der Projektdurchführung.
Das Programm fördert eigenverantwortliche soziokulturelle Projekte von Menschen zwischen 18 und 25 Jahren und soll jungen Kulturschaffenden die ersten Schritte in der Soziokultur erleichtern. Gefördert werden zeitlich befristete Projekte, die Menschen vor Ort mit einbeziehen und ein gesellschaftspolitisches oder soziales Thema mit kulturellen Methoden bearbeiten. Es können max. 4.000 Euro beantragt werden, jedoch nicht mehr als 80 % des Gesamtbudgets. Das gesamte Budget des Projektes darf 8.000 Euro nicht überschreiten, größere Projekte müssen in der Allgemeinen Projektförderung beantragt werden.
Das Antragsportal ist vom 2. Oktober bis 12. November 2025 geöffnet.
Interessierte können sich in digitalen Infoveranstaltungen über die Antragstellung und Förderbedingungen informieren:
Mittwoch, 22. Oktober 2025, 14 Uhr Montag, 3. November 2025, 16 Uhr