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Wie gut ist der Kulturbereich auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet – und wo besteht konkreter Unterstützungsbedarf? Eine bundesweite Befragung von 2N2K Deutschland im Rahmen des Projekts „Klimaanpassungskompetenz im Kulturbereich“ zeigt: Der Handlungsbedarf ist groß. 90 Prozent der befragten Kulturorganisationen sehen für die kommenden Jahre einen mittleren bis hohen Bedarf an Klimaanpassungsmaßnahmen.
An der Befragung beteiligten sich 431 Akteur*innen aus nahezu allen Bundesländern. Befragt wurden unter anderem Kultureinrichtungen und Kulturveranstaltungen, Kulturverwaltungen sowie Kulturberatungen. Die Ergebnisse geben Aufschluss über den aktuellen Stand, bestehende Herausforderungen und den Bedarf an Information und Qualifizierung.
Der nun vorliegende Ergebnisbericht „Klimaanpassungsbedarfe im Kulturbereich“ bildet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung zielgruppenspezifischer Weiterbildungsangebote und für politische Handlungsempfehlungen.
Zum Ergebnisbericht
Am 16. September 2026 werden die Ergebnisse im Rahmen einer Online-Veranstaltung vorgestellt und mit Vertreter*innen aus Kulturverbänden, Kulturverwaltungen und Wissenschaft diskutiert.
Zur Online-Veranstaltung und Anmeldung
Das Projekt „Klimaanpassungskompetenz im Kulturbereich“ wird vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gefördert. Ziel ist es, den Kulturbereich für die Herausforderungen und Möglichkeiten der Klimaanpassung zu sensibilisieren und durch Qualifizierung konkrete Handlungskompetenzen zu stärken.
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Mit der Aktion Gutes Klima wird versucht zu verdeutlichen, dass Klimaschutz weiterhin vielen Menschen und Organisationen wichtig ist, und zugleich dazu anregen, selbst aktiv zu werden. Dabei geht es sowohl darum, eigene Beiträge zum Klimaschutz sichtbar zu machen als auch Menschen im eigenen Umfeld zu weiteren Schritten zu motivieren.
Mit der Aktion GUTES KLIMA mwird der September zu einem starken Signal für Klimaschutz. Seit 2024 in Bremen, in Zukunft dann an immer Stellen in Deutschland.
Die mitmachenden Einzelpersonen und institutionellen Akteure machen selber Klimaschutz und fordern die Politik auf das Thema ernst zu nehmen. Letzteres machen die Einzelpersonen mit Buttons, Aufklebern, Armbändern und Plakaten in den Fenstern. Die Unternehemen, Institutionen und Organisationen können das mit Bannern, Fahnen oder Aufsteller in den Geschäftsräumen tun.
Im September widmet sich die Aktion GUTES KLIMA jede Woche einem Big Point des Klimaschutzes: Mobilität, Energie, Klimagerechtigkeit sowie Ernährung & Konsum. Die Einzelpersonen schauen, wo sie selber einen Schritt bei dem Thema machen können.
Die institutionellen Akteure vermitteln der Öffentlichkeit, was sie für den Klimaschutz tun.
Im Laufe des Monats gibt es auch öffentliche Aktionen oder Veranstaltung zu den Themen. Hier geht es zu den Aktivitäten und Aktionen: Mobilität, Energie, Klimagerechtigkeit, Konsum & Ernährung.
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Auf der digitalen Plattform „Externe Lernangebote für Kita und Schule“ können fortlaufend gemacht werden.
Info zur Plattform
Die Bildungsangebote der Kulturellen Bildung, der politischen Bildung, der MINT-Bildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung richten sich an Kitagruppen und Schulklassen. Es können einmalige Termine oder langfristige Projekte sein, sie können an den externen Lernorten stattfinden oder direkt in der Schule bzw. der Kita.
Fortbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte werden auf dieser Seite nicht beworben, auch keine Ferienangebote für Kinder und Jugendliche.
Die Angebote werden jeweils zum Monatsanfang gesichtet und freigeschaltet. Die Angebote erscheinen auf der Plattform somit monatsaktuell.
Es besteht auch die Möglichkeit, ein Projekt oder eine Institution im jeweiligen Bildungsbereich redaktionell vorzustellen. Hierzu wird ein kurzer Text und ein Foto benötigt.
Die Plattform ist ein Service des Senators für Kinder und Bildung in Zusammenarbeit mit dem Magistrat Bremerhaven.
Sie richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus Kita und Schule und ermöglicht Einrichtungen und freischaffenden Akteur:innen der Kulturellen Bildung, der politischen Bildung, der MINT-Bildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ihre vielfältigen Bildungsangebote vorzustellen und zu bewerben.
Die Angebote werden auf einer Karte verortet und können über verschiedene Filterfunktionen angezeigt werden.
Pädagogische Fachkräfte haben so die Möglichkeit, gezielt nach Angeboten zu suchen.
Hierfür soll folgendes Formular genutzt werden: https://lernangebote-kita-schule.bremen.de/eingabe-14183.
Link zur Plattform: https://lernangebote-kita-schule.bremen.de/start-1459
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Vorschläge des Deutschen Kulturrates zum Abbau von Bürokratie und zur Verwaltungsmodernisierung im Zuwendungsrecht.
Berlin, den 14.07.2026. Morgen wird sich das Entlastungskabinett der Bundesregierung mit dem Bürokratieabbau befassen. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat konkrete Vorschläge vorgelegt, wie durch den Abbau von Bürokratie und Verwaltungsmodernisierung in der Kultur Ressourcen freigesetzt werden können.
Angesichts der schwierigen Haushaltslage ist es aus Sicht des Deutschen Kulturrates wichtig, dass die öffentlichen Mittel vor allem für Kunst und Kultur und nicht für Verwaltung verwendet werden. Durch Bürokratieabbau und Verwaltungsmodernisierung können in beträchtlichem Maße finanzielle und personelle Ressourcen im Kulturbereich freigesetzt werden, die der inhaltlichen Arbeit zugutekommen. Das gilt für die geförderten Institutionen wie die Bundesverwaltung gleichermaßen. Bürokratieabbau bedeutet im Kern, dass vertraut und nicht misstraut wird und damit kleinteilige Regelungen und deren Kontrolle überflüssig werden.
Die vom Deutschen Kulturrat erarbeiteten Vorschläge zur Modernisierung des Zuwendungsrechts sind pragmatisch und praxisorientiert. Sie zeigen teilweise auf, was in den Ländern schon längst praktiziert wird und machen damit deutlich, wo der Bund nachziehen sollte. Konkret fordert der Deutsche Kulturrat:
- den Vorrang der Festbetragsfinanzierung einzuführen
- das Verbot des vorzeitigen Maßnahmenbeginns abzuschaffen
- das Mittelanforderungsverfahren zu vereinfachen
- die Mittelverwendungsfrist zu verlängern
- die 20 %-Grenze bei der Überschreitung von Einzelansätzen abzuschaffen
- einheitliche Bagatellgrenzen für Rück- und Zinsforderungen einzuführen
- Gemeinkostenpauschalen zu etablieren
- die Quote an Selbstbewirtschaftungsmitteln zu erhöhen
- einen einheitlichen Abgabetermin für Erfolgskontrolle, Sachbericht und Verwendungsnachweis festzulegen
- den einfachen Verwendungsnachweis bis zu einer Fördersumme von 100.000 Euro einzuführen
- auf Zwischennachweise zu verzichten
- die Verwendungsnachweise bei Mischfinanzierungen zu vereinheitlichen und eine Prüfinstanz zu etablieren
- das Bundesreisekostengesetz zu aktualisieren
- die Bewirtungsrichtlinie anzupassen
- die Digitalisierung voranzutreiben
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Bürokratieabbau ist mehr als ein Schlagwort. Bürokratieabbau im Zuwendungsrecht bedeutet, den geförderten Institutionen, also Vereinen, Stiftungen und Kultureinrichtungen, mit Vertrauen und nicht mit Misstrauen zu begegnen. Bürokratieabbau eröffnet Freiräume für die inhaltliche Arbeit und schafft Anreize zusätzliche Mittel einzuwerben. Dies kommt der Kultur zugute. Angesichts von Einschnitten im Kulturhaushalt wäre der Abbau von Bürokratie und die Verwaltungsmodernisierung ein wichtiges und richtiges Signal, um die vorhandenen Mittel besser einsetzen zu können.“
Hier finden Sie die Vorschläge des Deutschen Kulturrates „Vertrauen statt Misstrauen: Durch Bürokratieabbau Ressourcen in der Kultur freisetzen“.
Kultur macht Stark
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Der Deutsche Kulturrat appelliert an die Bundesregierung, die Weichen für neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ zu stellen.
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, appelliert an die Bundesregierung, namentlich an das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die im Koalitionsvertrag formulierte, neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt zu sichern. Er fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf, bei den anstehenden Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2027 die entsprechenden Mittel in mindestens bisheriger Höhe bereitzustellen und ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigung zu sichern.
Das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ startete 2013, 2027 endet die dritte Förderperiode. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegebenen externen Evaluationen bescheinigen dem Programm eine hohe Wirksamkeit, insbesondere weil die Zielgruppe Kinder und Jugendliche in Risikolagen gut erreicht wird. Rund 90 Prozent aller Angebote werden von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen, die ansonsten nicht an der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung partizipieren. Damit werden insbesondere herausgeforderte Familien entlastet. Das Programm ist in allen Bundesländern vertreten. Seit Beginn des Programms wurden in 99 Prozent aller Kreise und kreisfreien Städte Bündnisse für Bildung durch „Kultur macht stark“ unterstützt. Knapp 37 Prozent der Projekte werden in ländlichen Räumen angeboten, was besonders hervorzuheben ist.
Umgesetzt wird das Programm durch bundesweit tätige Programmpartner, die diese Mittel an lokale Bildungsbündnisse außerschulischer Bildungsträger, an denen mindestens drei Partner beteiligt sind, weiterleiten. Den Programmpartnern obliegt die inhaltliche Auswahl lokaler Bildungsbündnisse sowie die verwaltungstechnische Betreuung. Die spezifische Struktur der Zusammenarbeit ermöglicht schnelles Reagieren auf aktuelle bildungspolitische Anforderungen und wirkt unterstützend im Bereich der Extremismusprävention, im Verhandeln von gesellschaftlichem Miteinander sowie bei der Stärkung mentaler Resilienz von Kindern und Jugendlichen. Fachkräfte an außerschulischen Bildungs-, Jugend- und Kulturorten verfügen über Expertise und Vernetzungen, um Bildungsbedarfe und -bedürfnisse adäquat zu erfassen und zu decken.
Die bundesweit tätigen Programmpartner müssen sich jeweils für eine Förderperiode mit einem inhaltlichen und pädagogischen Konzept bewerben. Das schließt die Weiterentwicklung erprobter Konzepte ein. Die Programmpartner werden von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt. Das wettbewerbliche Verfahren und die Auswahl durch eine Fachjury gewährleisten, dass verschiedene künstlerische Sparten und Ausdrucksformen einschließlich der Medienbildung vertreten sind und eine Anbindung an zivilgesellschaftliche Akteure vor Ort gegeben ist. Die bisherigen Förderperioden haben belegt, dass durch die Expertise von Programmpartnern vorheriger Förderperioden und neue Sichtweisen der Hinzukommenden sowohl der Erfahrungsaustausch als auch eine Erneuerung des Programms gewährleistet sind.
Seit Beginn des Programms im Jahr 2013 haben die Programmpartner unter Beweis gestellt, dass die Umsetzungsstruktur wirkungsvoll ist. Das gilt für alle damit verbundenen Prozesse inklusive der Förderverfahren. Auf eigene Initiative hin haben sich die Programmpartner vernetzt und stehen in einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch.
Aufgrund des Erfolgs von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ und dem nach wie vor bestehenden Handlungsbedarf, Kindern und Jugendlichen aus Risikolagen den Zugang zu außerschulischer kultureller Bildung zu ermöglichen und damit ihre Teilhabechancen zu erhöhen, fordert der Deutsche Kulturrat:
- eine weitere Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt zu sichern, hierfür im Haushalt 2027 entsprechende Haushaltsmittel vorzusehen und für die Jahre ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigungen abzusichern; das Finanzvolumen muss mindestens dem der aktuellen Förderperiode entsprechen;
- um einen Förderknick zu vermeiden, noch in diesem Jahr die Förderrichtlinie und Ausschreibung für die neue Förderperiode mit ausreichendem Vorlauf zur Erarbeitung der Bewerbung durch die künftigen bundesweit tätigen Programmpartner auf den Weg zu bringen und dabei auch potenzielle neue Partner zu adressieren;
- die Auswahl der künftigen Programmpartner in den Händen einer unabhängigen Fachjury zu belassen;
- den im Koalitionsvertrag vereinbarten Bürokratieabbau und die Verwaltungsvereinfachung in der neuen Förderperiode konsequent anzuwenden. Das bedeutet konkret, den ausgewählten Programmpartnern mit Vertrauen zu begegnen und vor allem die Anforderungen für die lokale Ebene niedrigschwellig und einfach zu halten. Dazu zählt bspw. summarische Verwendungsnachweise zu ermöglichen, wenn die Projektdurchführung dem Antrag grundsätzlich entspricht. Nur so kann die Einbindung bürgerschaftlichen Engagements und zivilgesellschaftlicher Initiativen sichergestellt werden.
Mit Blick auf die neue Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ regt der Deutsche Kulturrat an:
- ein besonderes Augenmerk auf Bildungsübergänge von der Kita in die Schule und von der Grundschule zu weiterführenden Schulen sowie am Übergang zur Berufsausbildung oder Studium zu legen. Sie sind herausfordernd für Kinder und junge Menschen. Neue Umgebungen, neue Personen, neue Anforderungen und anderes mehr stellen für Kinder und junge Menschen, insbesondere aus Risikolagen, eine Herausforderung dar. Außerschulische kulturelle Bildungsangebote können sie in herausfordernden Lebensphasen stärken und unterstützen. Sie tragen zur Bildung von Selbstbewusstsein und -wirksamkeit bei und stärken das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gemeinschaft;
- weiterhin ein besonderes Augenmerk auf das Erreichen von Kindern und Jugendlichen in ländlichen Räumen zu legen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in ländlichen Räumen. Kulturelle Angebote vor Ort sind ein zentraler Faktor für die Schaffung gleichwertigen Lebensverhältnisse und ein Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt, der zur Demokratiestärkung beiträgt. Es sollte ein Anteil von 50 % an Projekten in ländlichen Räumen angestrebt werden;
- die durch „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ geförderten lokalen Bildungsbündnisse zu stärken, da sie dazu beitragen können, den Ganztag auch im Sinne des „UNESCO-Framework for Culture and Arts Education“qualitativ weiterzuentwickeln. Außerschulische Partner der kulturellen Bildung bringen eigene pädagogische Konzepte und Formen non-formalen Lernens in kommunale Bildungslandschaften ein. „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ bietet hierfür bereits erprobte Strukturen;
- die Potenziale des Programms zur Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes in der digitalen Welt zu nutzen. Digitalität prägt die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Medienbildung greift als präventives Mittel neue Kultur- und Ausdrucksformen auf, vermittelt Kompetenzen in der Nutzung und kreativen Gestaltung digitaler Medien und stärkt die kritische Reflexion;
- zur Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit gezielte Ansätze zu erproben, um auch Jungen in der kulturellen Bildung besser zu erreichen und ihre spezifischen Interessen, Zugänge und Unterstützungsbedarfe stärker zu berücksichtigen. In Teilnahmedaten zeigt sich ein leichter Überhang von Teilnehmerinnen;
- auch in einer kommenden Förderperiode konsequent an Schutzkonzepten festzuhalten und die Programmpartner mit passenden Ressourcen auszustatten, damit sie die Bildungsbündnisse vor Ort befähigen können, wirksam zur Gewaltprävention beizutragen.
Kultur macht Stark
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Der Bildungsbericht Bildung in Deutschland ist Mitte Juni 2026 erschienen. Er zeigt, dass der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen weiterhin stark von der sozialen Herkunft abhängt. Frühe wie auch außerschulische Lernumwelten können hingegen dazu beitragen, diese Ungleichheiten zu verringern.
Zu den 13 Programmen, die auf Bundesebene ausgewertet wurden, zählt auch „Kultur macht stark“ (S. 290). Dem aktuellen Bildungsbericht zufolge ist dessen Handlungsansatz unter den Bundesförderprogrammen singulär. Das Programm zielt auf mehr Bildungsgerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen: individuell, direkt und vor Ort.
Lokale Bündnisse für Bildung sorgen unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft seit 2013 dafür, dass insbesondere Kinder und Jugendliche mit erschwerten Zugängen durch Kulturelle Bildung profitieren können. Denn die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur wirkt sich positiv auf ihre Kreativität aus und unterstützt die persönliche Entwicklung. Die Projekte stärken soziale Kompetenzen, fördern Entdeckungsfreude und wirken Bildungsabbrüchen entgegen. Sie schützen vor Einsamkeit und extremistischen Einflüssen, indem sie Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft erfahrbar machen.
Wie Sie sich in „Kultur macht stark“ engagieren und zu mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland beitragen können, erfahren Sie auf der Programmseite von „Bündnisse für Bildung“ sowie bei allen 27 Programmpartnern und den 16 Service- und Beratungsstellen in jedem Bundesland.
Den Bildungsbericht 2026 finden Sie hier: Bildung in Deutschland 2026. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
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FULCRUM war ein dreijähriges Erasmus+-Projekt zur Stärkung zukunftsfähiger soziokultureller Zentren in Europa. Der Bundesverband Soziokultur war als Projektpartner im Verbund des European Network of Cultural Centres (ENCC) beteiligt.
Im Mittelpunkt standen zentrale Zukunftsfragen soziokultureller Arbeit: Wie können Einrichtungen Communities stärken, ökologische Verantwortung übernehmen und ihre Strukturen weiterentwickeln? Die Ergebnisse aus europäischen Trainings, Austauschprozessen und Reflexionen sind in drei praxisorientierten Toolkits sowie einem gemeinsamen Manifest zusammengefasst.
Toolkits für die Praxis
Sustainability at the Centre
Impulse und Werkzeuge für die ökologische Weiterentwicklung von Einrichtungen – von nachhaltigen Betriebsstrukturen über Ressourcenfragen bis zur Organisationsentwicklung.
https://encc.eu/articles/resources-from-sustainability-at-the-centre
Resources from Sustainability at the Centre
Make it Happen
Ansätze für Community Building und Audience Development: Wie können Einrichtungen Beziehungen stärken, Beteiligung fördern und ihre Arbeit partizipativer gestalten?
https://encc.eu/articles/resources-from-make-it-happen
Resources from Make it Happen
Visions for the Future
Europäische Perspektiven auf zentrale Herausforderungen der Soziokultur – darunter gesellschaftliche Polarisierung, veränderte Förderbedingungen, Arbeitsbelastungen, Bürokratie, Extremismus und ökologische Nachhaltigkeit.
https://encc.eu/articles/cultural-centre-challenges-a-toolkit-from-the-second-visions-for-the-future-brainstorm
Cultural Centre Challenges: a toolkit from the second Visions for the Future brainstorm
Manifest: Soziokultur als Infrastruktur
Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist das europäische Manifest zur Zukunft soziokultureller Einrichtungen. Es beschreibt Soziokultur als unverzichtbare Infrastruktur für gesellschaftlichen Zusammenhalt: als Orte der Begegnung, des Dialogs und der Beteiligung. Das Manifest macht zugleich deutlich, dass die langfristige Wirkung soziokultureller Arbeit in bestehenden Förderstrukturen oft nicht ausreichend abgebildet wird. Es formuliert daher Forderungen nach:
- verlässlicher, mehrjähriger Finanzierung
- vertrauensbasierten Förderstrukturen
- Anerkennung von Beziehungsarbeit als zentraler Leistung
- besseren Arbeitsbedingungen in der Soziokultur
https://encc.eu/articles/a-manifesto-from-socio-cultural-centres
A manifesto from socio-cultural centres
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Veranstaltungen
Die Breminale möchte dieses Jahr verstärkt Barrieren abbauen und so Kultur für alle ermöglichen. Das Festival findet vom Mittwoch, 01.07. bis Sonntag, 05.07.2026 auf den Wiesen am Osterdeich an der Weser sowie im Umfeld der Kunsthalle im Park statt. Wie immer ist der Eintritt frei – alle sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.
In diesem Jahr wurden verschiedene Maßnahmen zur räumlichen, technischen und kommunikativen Barrierefreiheit umgesetzt. Dabei hat die Breminale eng mit der LAGS Bremen zusammengearbeitet.
Angebote für Besucher*innen mit unterschiedlichen Bedarfen
Rollstuhlpodest im Zelt
Vor der Bühne Schleuse im Zelt wird es in diesem Jahr ein Rollstuhlpodest geben, das Menschen im Rollstuhl eine bessere Sicht auf das Bühnengeschehen ermöglicht. Der genaue Standort ist im Lageplan auf der Breminale-Website zu finden.
Hörunterstützungssystem auf den Bühnen
Auf der Radio Bremen Bühne und der Parkbühne steht wieder ein Wi-Fi-basiertes Hörunterstützungssystem zur Verfügung.
Das System „Bettear SHOW“ ermöglicht Menschen mit Hörbeeinträchtigungen die Teilnahme an Live-Veranstaltungen mit ihren eigenen Bluetooth-fähigen Hörkomponenten – zum Beispiel Hörgeräten, Cochlea-Implantaten oder Kopfhörern.
Das Audiosignal der Bühne wird über WLAN übertragen. Dafür kann die „Bettear“-App genutzt werden:
- App öffnen
- Den Barcode an der jeweiligen Bühne scannen
- Mit dem Netzwerk verbinden
- Eigene Bluetooth-Hörkomponenten oder Kopfhörer koppeln
Falls kein Smartphone vorhanden ist, können am Infocontainer passende Leihgeräte mit Kopfhörern und Induktionsschleifen ausgeliehen werden. Eine vorherige Anfrage ist möglich unter: jonas@breminale.de
Begleitservice für Menschen mit B im Schwerbehindertenausweis
Für Besucher*innen, die nicht allein zum Festival kommen möchten oder Unterstützung auf dem Gelände wünschen, bietet die Breminale eine ehrenamtliche Begleitung („BUDDIE“) an.
Interessierte können sich bis 10:00 Uhr am jeweiligen Veranstaltungstag bei Jonas melden. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Kulturfreund*innen mit einem B im Schwerbehindertenausweis. Pflegerische Tätigkeiten wie Katheterwechsel oder Toilettengänge können in der Regel nicht übernommen werden.
Auch wenn aufgrund von Neurodiversität kein entsprechender Eintrag im Schwerbehindertenausweis vorhanden ist, könnt Ihr Euch gerne melden.
Kontakt und Anmeldung:
jonas@breminale.de
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit, zur Anreise, zu Toiletten, den Geländegegebenheiten und zum Aufenthalt vor Ort gibt es auf der Website der Breminale.
Wir freuen uns auf ein Festival, das Kultur für Alle erlebbar macht!
News
Das Förderprogramm Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen unseres Bundesverbands Soziokultur zusammen mit der Robert Bosch Stiftung GmbH verzeichnet eine beachtliche Resonanz: Insgesamt sind im Rahmen der Ausschreibung 295 vollständig eingereichte Anträge eingegangen. Trios aus Alltagsort, Soziokultur und politischer Bildung hatten bis zum 17. Mai 2026 Zeit, eine Projektskizze einzureichen. Die Zahlen verdeutlichen das große Interesse und den Bedarf an einer nachhaltigen Stärkung von Demokratieprojekten. Aus Bremen haben sich 10 Projekte beworben.
Allzeitorte-Anträge aus allen Bundesländern
Die eingereichten Projekte verteilen sich über alle 16 Bundesländer. Für den Bundesverband Soziokultur besonders erfreulich: Es bewarben sich Mitgliedszentren aus 15 Bundesländern als Antragstellende.
Wie geht es weiter? Jurybewertung und Projektstart
Aktuell befindet sich das Programm in der entscheidenden Phase der Begutachtung. Die Fachjury bewertet die eingegangenen Konzepte nach den Ausschreibungskriterien.
- Projektauswahl: Aus den Anträgen werden insgesamt 15 Projekte für eine Förderung ausgewählt.
- Bekanntgabe: Die Rückmeldung an die Bewerber*innen erfolgt rechtzeitig vor dem Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern am 29. Juni 2026.
- Projektstart: Direkt nach Erhalt der Förderzusage können die ausgewählten Trios mit der Umsetzung ihrer Vorhaben beginnen.
- Bewerbung um Umsetzungsphase: Bis 15 November haben die 15 Trios Zeit für einen ausgefeilten Antrag inlklusive Finanzplan und Kooperationsvertrag. Im Anschluss entscheidet die Jury, welche sieben Projekte in die Umsetzung bis 2029 gehen.
Dank an alle Antragstellenden für ihre Arbeit vor Ort
Ein herzlicher Dank gilt allen Organisationen und Initiativen für die Ausarbeitung der Ideenskizzen, das entgegengebrachte Vertrauen und das Engagement vor Ort.
Aufgrund der begrenzten Förderplätze und des Budgets kann eine Vielzahl hervorragender und förderwürdiger Projektideen leider nicht berücksichtigt werden. Eine Absage ist keine qualitative Abwertung der eingereichten Projektskizzen oder der Arbeit vor Ort. Die Notwendigkeit einer Auswahl ist ausschließlich den limitierten Ressourcen des Programms geschuldet.
Der Bundesverband Soziokultur und die Robert Bosch Stiftung GmbH schätzen die wertvolle Arbeit und den Ideenreichtum aller Beteiligten sehr und ermutigen die Akteur*innen ausdrücklich, ihre Vorhaben weiterzuverfolgen und künftige Ausschreibungen im Blick zu behalten.
News
Die Mitglieder der GEMA haben im Rahmen der Mitgliederversammlung 2026 mit einer deutlichen Zweidrittel-Mehrheit für die Neuausrichtung der kulturellen Förderung gestimmt. Mit der Neuen GEMA Kulturförderung soll die bisherige Trennung der Förderung in die Bereiche E und U geöffnet und in eine genreübergreifende Förderung überführt werden. Dadurch eröffnen sich neue Chancen für die Mitglieder, insbesondere den Nachwuchs, und die Kontinuität der Förderung kann gesichert werden. Nun liegt der Fokus auf der konkreten Ausarbeitung der Umsetzungsplanung. Bis 2030 ist ein schrittweiser Übergang in die neue Förderlandschaft geplant.
„Die geringen Verdienste im Streaming, die Disruption durch neue Technologien und die wachsende Internationalisierung – all das stellt unsere Mitglieder jeden Tag vor die Herausforderung, wie sie von ihrem künstlerischen Schaffen leben können. Kulturelle Förderung muss deshalb die Vielfalt kreativen Schaffens in der Breite stärken. Mit ihrer Kulturförderung will die GEMA gestalten, die Fördermittel gezielt wieder dort einsetzen, wo sie echte Wirkung entfalten: bei besonderem Repertoire in allen Genres, bei Innovation und beim Nachwuchs. Sie ermöglicht künstlerische Entwicklung, um Vielfalt auch langfristig zu sichern – gerade dort, wo Marktmechanismen allein zu kurz greifen“, so Georg Oeller, Mitglied des Vorstands der GEMA. „Uns ist bewusst, dass die vorgeschlagenen Veränderungen unterschiedlich bewertet werden. Umso wichtiger ist es, den weiteren Weg im Dialog mit allen Mitgliedern zu gestalten und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.”
„Die Zukunft der GEMA entscheidet sich daran, ob wir heute die richtigen Weichen für morgen stellen“, sagt Dr. Ralf Weigand, Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA. „Unser Ziel ist es, das Repertoire unserer Mitglieder zu stärken, weiterzuentwickeln und auch unter veränderten Marktbedingungen sichtbar zu halten. Die Neue Kulturförderung der GEMA ist dabei im internationalen Vergleich einzigartig und ermöglicht weiterhin eine substanzielle Förderung kreativen Schaffens. Vielen Dank für das Vertrauen der Mitglieder, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.“