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Der Landesverband Sachsen weist auf einen Artikel der Allianz „Rechtsicherheit für poliztische Willensbildung“ hin, der Hilfestellungen gibt, wenn Vereine sich politisch betätigen oder äußern. Es geht dabei darum, die Gemeinnützigkeit möglichst nicht zu gefährden bzw. Verunsicherungen rund um das Thema aus den Weg zu räumen. Dürfen Vereine gegen die AfD demonstrieren oder sich anderweitig politisch äußern – oder bringen sie damit ihre Gemeinnützigkeit in Gefahr?

Die Allianz “Rechtssicherheit für politische Willensbildung” hat zu diesen und weiteren Fragen eine Hilfestellung veröffentlicht. Seit Wochen wird im ganzen Land gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit demonstriert. Die Zivilgesellschaft ist gefragt – und stolpert manchmal an den Grenzen des Gemeinnützigkeitsrechts. Viele gemeinnützige Vereine beschäftigt derzeit die Frage, inwieweit sich ein Verein politisch äußern darf, ohne seine Gemeinnützigkeit zu gefährden. Darf er zu einer Demo gegen Rechtsextremismus aufrufen? Darf er so eine Demo veranstalten oder unterstützen?

Die Allianz “Rechtssicherheit für politische Willensbildung“, ein Zusammenschluss von fast 200 zivilgesellschaftlichen Organisationen (unter anderen auch der Bundesverband Soziokultur, hat hierzu einen Text mit hilfreichen Hinweisen für Vereine veröffentlicht. Dabei wird unter anderem unterschieden, ob ein Verein bei dieser Gelegenheit über seine gemeinnützigen Zwecke hinaus handelt oder ob das eine dauerhafte Tätigkeit ist.

Inhaltsverzeichnis:

Hintergründe zum Thema

Weitere praktische Hinweise

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„Zusammenhalt in Vielfalt“: 15 Thesen zu kultureller Integration und Zusammenhalt

Die „Initiative kulturelle Integration“ hat unter dem Leitspruch „Zusammenhalt in Vielfalt“ 15 Thesen für ein gutes gesellschaftliches Zusammenleben unter demokratischen Prinzipien aufgestellt. Kultur wird dabei als wichtiger Faktor für Integration definiert. Der Kulturellen Bildung kommt dafür eine wichtige Bedeutung zu. Auch die Grundprinzipien und Wirkungsweisen Kultureller Bildung finden sich in den Thesen wieder, wie zum Beispiel das Thema Inklusion, Diversität, kulturelle Teilhabe und Engagement.

Die Mitglieder der „Initiative kulturelle Integration“ kommen aus verschiedenen inhaltlichen Themenfeldern, Organisationen und Institutionen. Sie stellen die Bedeutung kultureller Integration zur Förderung von Zusammenhalt und Vielfalt hervor und sprechen sich klar gegen Spaltung, Hetze, Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aus.

Ziel der Initiative ist die Ermutigung und Einladung, sich mit den aufgestellten Thesen zu beschäftigen, sie mit Mitmenschen zu teilen und sie zu leben.

Quelle: www.bkj.de

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Die menschenverachtenden, rechtsextremen Pläne zur Deportation von Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte und deren Unterstützerinnen und Unterstützer stehen mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie in direkter Linie zum Nationalsozialismus.

Sie richten sich gegen die Grundfeste unseres Staates und unsere Überzeugung als Demokraten, die Würde des Einzelnen und das friedliche Zusammenleben in Vielfalt zu achten, aber auch zu schützen.

Wer die Menschenwürde an Herkunft, Einwanderungsgeschichte oder Sprache knüpft, gefährdet unser demokratisches Zusammenleben und unsere Freiheit. Worte können schnell zu menschenverachtenden Taten werden. Solche Umsturz- und Deportationspläne sind ein klarer Fall für den Verfassungsschutz und die Strafverfolgungsbehörden.


Als Integrationsbeauftragte der Länder und der Bundesregierung stellen wir uns schützend an die Seite aller Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Sie sind ein wichtiger Teil und eine tragende Säule unserer pluralistischen Gesellschaft. Wir sind Freundinnen und Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn und Kolleginnen und Kollegen. Wer unsere Mitmenschen bedroht und ihre Zugehörigkeit in Frage stellt, stellt unser Land und die Freiheit in Frage.


Wir sind eine offene und vielfältige Gesellschaft. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir sind eine Demokratie, die von der Pluralität der Meinungen lebt und sich gegen ihre Feinde zur Wehr setzt: durch das vielfältige Engagement in Vereinen, Verbänden und demokratischen Parteien.


Es ist ermutigend, dass so viele Menschen nun ihre Stimme erheben und für unsere Demokratie einstehen. Demokratie und Freiheit sind das unverrückbare Fundament unseres Staates, aber keine Selbstverständlichkeit! Wir alle müssen jeden Tag dafür kämpfen.

Jede und jeder Einzelne ist daher aufgefordert, mitzumachen. Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten auf, geschlossen mit starker Stimme einzutreten für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung, für unser friedliches Zusammenleben, für eine Zukunft in Vielfalt in unserem Land. Lasst uns zeigen, dass wir mehr sind!


Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus

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Auf der digitalen Plattform „Externe Lernangebote für Kita und Schule“ können zum neuen Schuljahr, das am 05. Februar 2024 beginnt, neue Einträge gemacht werden.

Aktuelle Angebote der Einrichtungen sollten möglichst bis zum 01.02.24 eingepflegt werden (und auch geprüft werden, ob die gelisteten Angebote weiterhin bestehen).    

Info zur Plattform

Die Bildungsangebote der Kulturellen Bildung, der politischen Bildung, der MINT-Bildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung richten sich an Kitagruppen und Schulklassen. Es können einmalige Termine oder langfristige Projekte sein, sie können an den externen Lernorten stattfinden oder direkt in der Schule bzw. der Kita. 

Fortbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte werden auf dieser Seite nicht beworben, auch keine Ferienangebote für Kinder und Jugendliche.    

Auch nach dem 01.02.2024 können Angebote fortlaufend eingereicht werden. Die Angebote werden jeweils zum Monatsanfang gesichtet und freigeschaltet. Die Angebote erscheinen auf der Plattform somit monatsaktuell.  

Es besteht auch die Möglichkeit, ein Projekt oder eine Institution im jeweiligen Bildungsbereich redaktionell vorzustellen. Hierzu wird ein kurzer Text und ein Foto benötigt.

Die Plattform ist ein Service der Senatorin für Kinder und Bildung in Zusammenarbeit mit dem Magistrat Bremerhaven. 

Sie richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus Kita und Schule und ermöglicht Einrichtungen und freischaffenden Akteur:innen der Kulturellen Bildung, der politischen Bildung, der MINT-Bildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ihre vielfältigen Bildungsangebote vorzustellen und zu bewerben. 

Die Angebote werden auf einer Karte verortet und können über verschiedene Filterfunktionen angezeigt werden. 

Pädagogische Fachkräfte haben so die Möglichkeit, gezielt nach Angeboten zu suchen.  

Hierfür soll folgendes Formular genutzt werden: https://lernangebote-kita-schule.bremen.de/eingabe-14183.

Link zur Plattformhttps://lernangebote-kita-schule.bremen.de/start-1459   

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Der Bundesverband Soziokultur startet das Projekt Ökologische Mindeststandards für die Soziokultur. Das Vorhaben wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien für zwei Jahre gefördert.

Bis Oktober 2025 entwickelt das Projektteam in Kooperation mit soziokulturellen Einrichtungen Standards, erprobt und verbreitet sie. Ziel ist es, einen systematischen Zugang zum Thema Betriebsökologie zu ermöglichen, Orientierung bei den ersten Schritten zu bieten und gleichzeitig die Motivation für die folgenden Schritte zu schaffen.

Ökologische Mindestandards, die realistisch und umsetzbar sind

Unter Berücksichtigung der Vielfalt der Soziokultur erarbeitet das Projektteam des Bundesverbands grundlegende Richtlinien für ein Mindestmaß an betriebsökologischer Ausrichtung. Dafür bindet es Einrichtungen und Initiativen der Soziokultur in den Entwicklungsprozess ein. Diese geben Feedback aus Praxissicht mit Blick auf Umsetzbarkeit, Verständlichkeit und Relevanz der Standards. Ausgewählte Modellstandorte erproben Umsetzungsmöglichkeiten direkt vor Ort und reflektieren in übergreifenden Netzwerkveranstaltungen die Ergebnisse. Das Projekt möchte so Empfehlungen und Erfahrungen aus der Soziokultur selbst festlegen und verbreiten.

„Die Heterogenität der Soziokultur muss sich in den Standards widerspiegeln: Sie müssen flexibel auf die verschiedenen Situationen anpassbar und modular aufgebaut sein“, beschreibt Franziska Mohaupt, Referentin für nachhaltige Entwicklung, den Ansatz des Vorhabens.

Baukastenprinzip als Basis für machbare Maßnahmen

Das Baukastenprinzip ermöglicht es, dass Kultureinrichtungen sich im Zug der Einführung der Mindeststandards nur mit den Bereichen befassen, die sie wirklich betreffen. Gleichzeitig liefert die systematische Herangehensweise den Überblick darüber, welche Maßnahmen noch umgesetzt werden müssen, um die Standards einzuhalten. Die ökologischen Mindeststandards helfen zudem bei der Einordnung, wie nachhaltig der eigene Betrieb bereits aufgestellt ist. Und schließlich lassen sich Nachhaltigkeitsbemühungen mit Hilfe von Standards systematisch nach außen kommunizieren.

Von der Soziokultur für die Soziokultur: Standards selbst festlegen

Der Bundesverband Soziokultur sieht in dem Vorhaben die Chance, einen eigenständigen Standard für die Soziokultur zu schaffen, der im Wissen um ihre Potentiale bestmöglich geeignet ist, ökologische Maßnahmen anzugehen und sich in der Breite zukunftsfähig aufzustellen.

Die Ergebnisse werden unter www.soziokultur.de/programme/oemi veröffentlicht.

Der Bundesverband Soziokultur e. V. ist der Dach- und Fachverband soziokultureller Akteur*innen in Deutschland. Mitglieder sind 15 Landesverbände, in denen über 700 soziokulturelle Zentren und Initiativen organisiert sind. Der Verband engagiert sich für die Anerkennung soziokultureller Arbeit als fester Bestandteil kulturellen Lebens und setzt sich auf Bundesebene für ihre angemessene Förderung ein.

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Der Bundesverband Soziokultur hat am Policy-Paper „Zivilgesellschaft und Digitalisierung“ des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mitgearbeitet.

Das Policy-Paper ist Teil des Beteiligungsprozesses zur Bundes-Engagementstrategie, die 2024 durch die Bundesregierung verabschiedet werden soll.

Das BBE bündelt im Rahmen des Prozesses die Expertise seiner Mitglieder, wie etwa des Bundesverband Soziokultur, der in den AG „Digitalisierung und bürgerschaftliches Engagement“ sowie „Migration, Teilhabe, Vielfalt“ vertreten ist.

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Der „Tanzkongress“, den die Kulturstiftung des Bundes von 2006 bis 2022 an sechs verschiedenen Orten (Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Hannover, Dresden und Mainz) ausgerichtet hat, war internationales Spartentreffen, publikumswirksames Festival und interdisziplinäre Forschungsstätte zugleich. Nach dem Wechsel der künstlerischen Leitung 2023 hat die Kulturstiftung des Bundes Gespräche mit Vertreterinnen der Tanzszene geführt, um ein Konzept für die Zukunft zu entwickeln. Aus diesen Gesprächen ist nun die Tanztriennale entstanden. Diese wird gemeinsam mit einem starken städtischen Partner realisiert und soll aktuelle Tendenzen des zeitgenössischen Tanzes sichtbar machen, neues Publikum gewinnen und den Fachaustausch innerhalb der Sparte ermöglichen. Eine eigenständige künstlerische Leitung wird durch einen internationalen Findungsprozess bestimmt. Zudem liegt ein besonderes Augenmerk darauf, die verschiedenen Szenen im Tanz zusammenzuführen, die sich – vom Urban Dance über zeitgenössische Ästhetiken bis zum klassischen Ballett – zuletzt weiter ausdifferenziert haben.

Die Förderung als „Kultureller Leuchtturm“ der Kulturstiftung des Bundes wird es ermöglichen, längerfristige Kooperationen von Profis und Laien oder zwischen den unterschiedlichen Richtungen des Tanzes zu entwickeln – so können beispielsweise Tänzerinnen des Urban Dance oder Artisten des Nouveau Cirque mit klassischen Choreografinnen und Choreografen zusammenarbeiten. Die Tanztriennale soll 2026 erstmals stattfinden, der künftige Austragungsort wird durch eine bundesweite Ausschreibung ermittelt. Die Vorbereitungen sollen 2024 beginnen, erste digitale Informationsveranstaltungen für Interessierte finden im Januar statt.

Informationsveranstaltungen zur Tanztriennale

Am 18. und 19. Januar 2024 informiert die Kulturstiftung des Bundes über den weiteren Entwicklungsprozess der Tanztriennale. Bei den Info-Veranstaltungen können Sie mehr über die Ausschreibungsverfahren für Städte und die künstlerische Leitung sowie über das Profil des neuen Kulturellen Leuchtturms erfahren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Join the digital information event in English on 18 January at 14:30 here on MS Teams (externer Link, öffnet neues Fenster).

Teilnahme an der digitalen Informationsveranstaltung auf Deutsch am 19. Januar um 10 Uhr hier per MS Teams (externer Link, öffnet neues Fenster).

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Kulturszene 23

„Was viele anstreben, gelingt der Soziokultur seit langem: Sie ist bunt und divers, sie ist vor Ort präsent im Alltag und in der Nachbarschaft, sie erreicht Alt und Jung. Die Soziokultur schafft Räume des Austausches und der Begegnung – kurzum soziale Orte, die Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Herkunft und Religion zusammenbringen. Die Soziokultur fördert Teilhabe, Zusammenhalt in Vielfalt und belebt unsere Demokratie.“

Mit diesen Worten leitet Claudia Roth MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, die 23. Ausgabe der Kulturszene ein und betont in ihrem Grußwort die Bedeutung der Soziokultur für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Kurt Eichler, Vorstandsvorsitzender des Fonds Soziokultur e. V., blickt auf 50 Jahre Soziokultur zurück und stellt die Frage, wie unsere Kulturlandschaft heute aussähe, wenn statt der ersten Opernhäuser soziokulturelle Zentren gegründet worden wären. Dass heute selbst der etablierte Kulturbetrieb Methoden und Formate der Soziokultur aufnimmt, bestätige die vorbildhafte Leistung der soziokulturellen Einrichtungen in den vergangenen 50 Jahren.

Darüber hinaus enthält die Kulturszene Einblicke in die soziokulturelle Praxis anhand ausgewählter Projektbeispiele des Jahres 2022 sowie die Darstellung der jährlichen Förderstatistik des Fonds Soziokultur durch Geschäftsführerin Mechthild Eickhoff.

Die Publikation ist als PDF frei verfügbar und kann kostenlos als Druckversion bestellt werden (presse@fonds-soziokultur.de).

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In der gemeinsamen Pressemitteilung zur Kundgebung „Mehr Räume für subkulturelle Angebote“ sprechen der Senat für Kultur, der Senat für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung und der Senat für Wirtschaft, Häfen und Transformation von ihrer bisherigen Unterstützung diverser subkultureller Angebote. Dabei scheint den Senatsstellen nicht klar zu sein, dass es sich bei Kultur im Bunker e.V. und Zucker e.V. um verschiedene gemeinnützige Vereine handelt.

Zur Info:
Das Zuckernetzwerk arbeitet seit 2011 daran ein neues subkulturelles Zentrum in Bremen zu eröffnen. Das 2013 gewonnene (!) Preisgeld aus dem Wettbewerb “für die Entwicklung und Umsetzung von Leuchtturmprojekten der Kultur- und Kreativwirtschaft Bremen” ist dabei die einzig erhaltene nennenswerte Summe aus dem Bremer Haushalt.

Der Verein Zucker e.V. hat durch Crowdfunding, Stiftungen, Spenden, Bundesmittel, Bürgschaften, Kredite und viel ehrenamtlicher Arbeit eine Finanzierung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro, ohne einen dezidierten Förderbescheid Bremens, aufgestellt.
Das Zuckernetzwerk hat fünf Jahre daran gearbeitet einen Bunker kaufen zu dürfen und die Finanzierung auf die Beine zu stellen, um dann weitere sechs (!) Jahre zu warten um endlich einen Grundbucheintrag in den Händen zu halten. Sechs Jahre inklusive Coronakrise und Explosion der Baukosten.

Durch zähe Verwaltungsprozesse und Auswirkungen der Krisen droht jetzt der Verlust bereits bewilligter Bundesmittel.

Die zwölfjährige Arbeit unzähliger Bremer*innen an einem neuen Kulturzentrum mit Clubbetrieb droht so doch noch zu scheitern.

Wir brauchen jetzt 250.000€ um diesen Verlust abzuwenden.

Wir sehen die Stadt Bremen in der Verantwortung den enormen Einsatz vieler Bremerinnen für den Umbau des Bunkers in der Hans-Böckler-Straße in ein Zentrum für Subkultur in dieser Notlage zu unterstützten, statt in Pressmitteilungen durch Aufzählung von Förderungen anderer Projekte, unter Verwechslung der einzelnen Akteurinnen den Eindruck zu erwecken schon genug getan zu haben.

Bremen, 04.12.23
Zucker e.V.

English

In the joint press release on the rally „Mehr Räume für subkulturelle Angebote“, the „Senat für Kultur“, the „Senat für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung und der Senat für Wirtschaft, Häfen und Transformation“ talk about their previous support for various subcultural events. However, the Senate departments do not seem to be aware that Kultur im Bunker e.V. and Zucker e.V. are different non-profit associations.

For your information:
The Zucker network has been working on opening a new subcultural center in Bremen since 2011. The (!) prize money won in 2013 from the competition „für die Entwicklung und Umsetzung von Leuchtturmprojekten der Kultur- und Kreativwirtschaft Bremen“ is the only significant sum received from the Bremen budget.

Through crowdfunding, foundations, donations, federal funds, guarantees, loans and a lot of voluntary work, the Zucker e.V. association has raised funding of around 1.5 million euros without a dedicated funding decision from Bremen.
The Zuckernetzwerk worked for five years to be allowed to buy a bunker and get the financing in place, only to wait another six (!) years to finally have a land register entry in its hands. Six years including the corona crisis and an explosion in construction costs.

Due to slow administrative processes and the effects of the crisis, there is now a risk of losing federal funding that has already been approved.

The twelve years of work by countless Bremen residents on a new cultural center with club operations is in danger of failing after all.

We now need €250,000 to avert this loss.

We believe that the city of Bremen has a responsibility to support the enormous efforts of many Bremen residents to convert the bunker in Hans-Böckler-Straße into a center for subculture in this emergency situation, instead of giving the impression in press releases that they have already done enough by listing funding for other projects and confusing the individual players.

Bremen, 04.12.23
Zucker e.V.

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In den letzten Jahren konnten durch Investitionsprogramme des Bundes, der Länder und Kommunen viele soziokulturelle Zentren ihre digitale Ausstattung modernisieren, damit auch hybride Formate in der Kulturvermittlung erproben und sich komplexes Know-how aneignen. Wie verändert die neue Digitalität die soziokulturelle Arbeit?

Die aktuelle SOZIOkultur zeigt Schritte der Transformation auf. HEIKE HEROLD, Geschäftsführerin von Soziokultur NRW, und CAROLIN VIKTORIN, Referentin für Digitalisierung und Wissensmanagement im Bundesverband Soziokultur, beleuchten, wie die Digitalität in der Soziokultur Raum gewinnt, wie die Einrichtungen mit der Dynamik der Entwicklung umgehen und welche neuen Möglichkeiten der Partizipation sich eröffnen. Einer wachsenden gesellschaftlichen und ökonomischen Machtkonzentration nicht demokratisch legitimierter Tech-Giganten steht das soziokulturelle Selbstverständnis kritisch gegenüber.

PROF. DR. TOBIAS HOCHSCHERF, Vizepräsident der Fachhochschule Kiel, und PROF. DR. MARTIN LÄTZEL, aus dem Fachbereich Kulturmanagement und Digitalisierungspolitik, gehen der Frage nach, wie die Nutzung digitaler Werkzeuge in Einklang zu bringen ist mit dem Gemeinwohl und der freiheitlich demokratischen Grundordnung – wofür soziokulturelle Zentren prädestinierte Orte sind. TABEA RÖSSNER, Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Vorsitzende des Ausschusses für Digitales im Deutschen Bundestag, beschreibt, wie die Politik die Weichen für den digitalen Wandel stellt. Ziel ist es, jedem den Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen. Die Digitalstrategie der Bundesregierung enthält erste Ansätze hinsichtlich sozialer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Teilhabe durch Digitalisierung. Nach der Etablierung von sozialen Medien zeichnet sich nun mit der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz der nächste Quantensprung ab.

In diesem Zusammenhang hat das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement mit dem POLICY-PAPER „SCHWERPUNKT ZIVILGESELLSCHAFT UND DIGITALISIERUNG“ einen Impuls zur Engagementstrategie des Bundes vorgelegt. Die Praxis soziokultureller Einrichtungen richtet sich vor allem auf Synergien zwischen digitalen Prozessen und der Arbeit vor Ort. Eine gelungene Verschmelzung von digitalen und lokalen Räumen unter Einbeziehung der Nachbarschaft stellt Felix Striegler vom _BÜRGERHAUS WILHELMSBURG_ in Hamburg vor. Die _BÖRSE _in Wuppertal richtete eine Stelle für einen „Beauftragten für digitale Schönheit“ ein. Das _HAUS AM WESTBAHNHOF _in Landau in der Pfalz stellte seine Strukturen und Prozesse auf den Prüfstand, um durch digitale Lösungen mehr Zeit für die eigentliche Kulturarbeit zu schaffen. Die _SCHAUBÜHNE LINDENFELS_ in Leipzig erschließt mit der „Psst!-WebApp“ neue Erzählräume und schafft ein interaktives Erlebnis, das die Grenzen zwischen Fiktion und Realität hinterfragt. Die Deutschschweizer Soziokulturszene gründete den Verein _RADARSTATION – RAUM ZUR (VER-)ORTUNG VON DIGITALITÄT IN DER SOZIOKULTUR_ und veranstaltet Barcamps „Soziokultur und digitaler Wandel“. Und der _PAVILLON HANNOVER_ vermittelt durch digitale Spielformate brisante, höchstgegenwärtige politische Themen.  

Für den Medienpädagogen MARTEN DUCK gehört die enge und intensive Begleitung der Debatte zur Interaktion von Mensch und Maschine zu den Kernaufgaben der modernen Soziokultur. Um sich diesen Aufgaben zu stellen, braucht die Soziokultur jedoch langfristige finanzielle Sicherheit – vor dem Hintergrund wachsender Akzeptanz von Rassismus und Populismus eher früher als später.   Das und noch mehr lesen Sie in der AKTUELLEN SOZIOKULTUR. 

DER BUNDESVERBAND SOZIOKULTUR E.V. ist der Dach- und Fachverband soziokultureller Akteur*innen in Deutschland. Mitglieder sind 15 Landesverbände, in denen über 700 soziokulturelle Zentren und Initiativen organisiert sind. Der Verband engagiert sich für die Anerkennung soziokultureller Arbeit als fester Bestandteil kulturellen Lebens und setzt sich auf Bundesebene für ihre angemessene Förderung ein. DAS MAGAZIN SOZIOKULTUR erscheint viermal im Jahr zum Ende des Quartals. Es hat jeweils einen thematischen Fokus und widmet sich aktuellen kulturpolitischen Themen. Die Ausgaben stehen online zur Verfügung. In der Printversion ist es zu bestellen bei der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Soziokultur.