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Seit Januar 2023 befindet sich die Bremer Beratungsstelle »Kultur macht stark« in Trägerschaft von Stadtkultur Bremen e.V.

Wir geben Erstinformationen für Vereine und Verbände, Schulen, Kitas und Kulturschaffende rund um das Programm »Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung«.  

Gerne beantworten wir Fragen zur Förderung und Antragsstellung, helfen bei der Suche nach einem geeigneten Förderangebot und passenden Bündnispartnern und erläutern die Struktur des Programms. 

Neben der individuellen Beratung – per Telefon, E-Mail oder persönlich – organisieren wir Informationsveranstaltungen, Netzwerk- und Multiplikator:innentreffen.  

Wir möchten informieren und zum Austausch und zur Vernetzung von Vereinen, Initiativen, Jugendzentren, Kitas und anderen Stellen beitragen.  

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Die IG Kultur Österreich ruft auf zur Solidarisierung mit Umweltaktivist*innen!

Den Klimaschutz-Aktivistinnen, darunter die „Letzte Generation“, weht ein rauer Wind entgegen, sie werden als Extremistinnen diffamiert. Ihre Aktionen haben sie bewusst so durchgeführt, dass keine bleibenden Schäden entstehen, und sie haben es geschafft, dass das Thema wieder breit diskutiert wird. Um die Debatte wieder in die richtige Bahn zu lenken, solidarisieren sich Kunst und Kultur mit dem Klimaschutz und weisen darauf hin, wie wichtig es ist, schnell Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe zu setzen. 

Klimaschutz ist kein Verbrechen! Die Kultur solidarisiert sich.
 

Die Klimakatastrophe bedroht nicht eine ferne Zukunft, sie hat längst begonnen. Wir sehen ihre Auswirkungen durch Überschwemmungen, Ernteausfälle und Hungersnöte, Hitzewellen und schmelzende Gletscher. Wissenschaftliche Daten sind eindeutig: Es braucht drastische Maßnahmen, um entgegenzuwirken – und zwar sofort!

Doch die Politik agiert zaghaft und meist nur auf starken öffentlichen Druck. Zuletzt war sogar von Laufzeitverlängerung europäischer Atomkraftwerke oder Kohle-Comeback die Rede, Windräder werden aus „ästhetischen Gründen“ verhindert, Autobahnen sollen durch Naturschutzgebiete gebaut werden und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird nur zögerlich gelöst. Keines der Klimaziele wird so erreicht werden. 

Das Thema ist in den letzten Monaten in den Hintergrund geraten. Klimaschutz-Aktivist*innen wie die „Letzte Generation“ stemmen sich dagegen und bringen das Thema mit Protestaktionen, Blockaden und Aktionismus wieder in eine größere Öffentlichkeit. 

Weite Teile der Politik und Presse reagieren mit Hohn oder Diffamierung. Politischem Aktivismus in Form von friedlichem Protest wird Extremismus vorgeworfen. Das ist ein Hohn für den Klimaschutz und eine Relativierung von tatsächlichem Extremismus. 

Andere meinen, das Anliegen sei zwar richtig, aber die Methoden seien falsch. Doch was bleibt anderes übrig als öffentlichkeitswirksame Aktionen, wenn keine Gesprächs- und Handlungsbereitschaft besteht?

Der Kunst- und Kulturbereich unterstützt den Protest und Aktionismus, der keine bleibenden Schäden hinterlassen hat, außer in den Scheuklappen der Öffentlichkeit gegenüber diesem drängenden Thema. Eine offene Gesellschaft und funktionierende Demokratie hält solche Aktionen nicht nur aus, sie sind sogar notwendig! 

Wir sind dankbar für jede Initiative in Sachen Klimaschutz, zollen unseren Respekt und erklären uns solidarisch mit den Klimabewegungen, zu denen die „Letzte Generation“ zählt. Wir sind selbst aktiv und setzen Aktionen und Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe. 

Ziviler gewaltfreier Widerstand gegen die Klimanotlage ist legitim und notwendig und verdient unsere solidarische Unterstützung.

Ihr seid in Kunst und Kultur tätig und wollt mitunterzeichnen? Schickt uns eine eMail!
 

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Mit dem Handbuch Inklusive und barrierefreie Kulturarbeit möchte die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich Kulturakteur:innen aller Sparten ein praxisorientiertes Werkzeug an die Hand geben, das ihnen hilft, Schritt für Schritt inklusiver zu arbeiten. Hier können Sie unterschiedliche Versionen des Handbuches kostenlos herunterladen.

Darüberhinaus gibt es den Leitfaden inklusive und barrierefreie Veranstaltungen als kostenlosen Download. Der Leitfaden enthält wichtige Fragen und Hinweise, die bei der Konzeption und Planung von Veranstaltungen helfen sollen, Barrierefreiheit und Inklusion mitzudenken. Es kann direkt mit dem Leitfaden gearbeitet werden oder die Fragen in die eigenen Projektmanagement-Checklisten übernommen werden.

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Statement zur Berichterstattung über die Drogenszene am Bremer Hauptbahnhof.

Situation belastet zunehmend das Künstler:innenareal Güterbahnhof.

Wir nehmen die aktuelle Berichterstattung über die Drogenszene am Bremer Hauptbahnhof zum Anlass und melden uns zu Wort. In missverständlicher Weise wurde dabei der auch der Name „Güterbahnhof“ im Zusammenhang mit der geplanten „Umsiedlung“ der Drogenszene in die Friedrich-Rauers-Straße genannt, wo bereits ein Drogenkonsumraum installiert wurde.  

Der Güterbahnhof mit seinen Ateliers, Werkstätten und Bühnen ist eine wichtige Produktionsstätte für Kunst und Kultur in Bremen und wird institutionell gefördert. Hier arbeiten rund 200 Künstler:innen und Kulturschaffende. 

Die aktuellen Maßnahmen in der Bahnhofsgegend haben direkte Auswirkungen auf das Künstler:innenareal, die Situation wird für uns zunehmend zur Belastung. Die Verdrängungspolitik auf dem Bahnhofsvorplatz führt dazu, dass auch unser Areal zunehmend von Drogenkonsument:innen und Wohnungslosen frequentiert wird. Die schon seit Beginn unserer Geländebewirtschaftung vorhandene Problematik verstärkt sich seit den Sommermonaten deutlich. 

Über die rasante Verwahrlosung des im Juli eröffneten Parkhauses am Fernbusterminal, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, wurde im Oktober viel berichtet. Die dortigen Zustände zeigen auf, wieviel Arbeit wir auf dem Güterbahnhof jeden Tag aufbringen müssen, um gegen einen vergleichbaren Zustand unseres Geländes anzukämpfen. Vielen Konsument:innen ist die Friedrich-Rauers-Straße zu weit vom Hautbahnhof entfernt. 

Wir wünschen uns einen respektvollen Umgang mit der Drogenszene. Die Problematik von Drogenkonsum und Drogenhandel im öffentlichen Raum kann unserer Meinung nach nicht durch Verlagerung gelöst werden. Eine Befriedung der Situation kann nur mit einem ganzheitlichen Ansatz gelingen, der alle Akteur:innen einbezieht, respektiert und auf ihre jeweiligen Bedürfnisse eingeht.

Wir fordern die Politik und die Behörden daher auf, einen nachhaltigen Ansatz zur Umsetzung dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe zu suchen und wünschen uns Unterstützung bei der Bewältigung der jetzigen Situation. 

Vorstand: Anja Fußbach, Gertrud Schleising, Ulrike Isenberg
Geschäftsführung: Kerstin Kimmerle

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Die internationalen Jugendgemeinschaftsdienste ijgd suchen neue Projektpartner:innen für nach Aufgaben und Projekten 2023, bei denen junge Freiwillige unterstützen können.

Die Projektinhalte sind z.B. Bau- und Renovierungsarbeiten, Um- und Neugestaltungen von Außenflächen oder Spielplätzen sowie die Vorbereitung und Durchführung von Festivals, Stadtjubiläen oder (Kinder-) Ferienaktionen. 

Auch andere Tätigkeiten, die Jugendliche ohne besondere Kenntnisse verrichten können, kommen in Frage.    

In den zwei- oder dreiwöchigen Workcamps arbeiten die jungen Menschen 25 Stunden pro Woche. Bei einer Gruppengröße von 12 – 15 Personen bietet dieser zeitlich begrenzte intensive Arbeitseinsatz eine Leistung von 600 – 1.000 Stunden.  

In Bremen haben Jugendliche aus dem Programm u.a. beim Auf- und Abbau von SummerSounds geholfen sowie in Gröpelingen bei der Durchführung des Mikro Festival „Europa Zentral“ (Kultur Vor Ort) unterstützt. 

Wer an einer Kooperation interessiert ist, solltet sich bis Mitte Dezember mit dem ijgd in Verbindung setzen.

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Die Soziokultur ist stark belastet. Bundesverband Soziokultur fordert schnelle und unbürokratische Umsetzung des „Kulturfonds Energie“ sowie nachhaltig wirksame Investitionen für energetische Sanierungen.


Der Bundesverband Soziokultur begrüßt den Beschluss von Bund und Ländern in der letzten Woche, Kultureinrichtungen während der Energiekrise im Rahmen des Entlastungspakets III zu unterstützen. Besonders erfreulich ist die Nachricht, dass die im Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen vorhandenen Restmittel auch in 2023 genutzt werden können, um steigende Energiekosten abzufedern.


Wie bereits am 25.9. vom Deutschen Kulturrat in der Positionierung „Energie für Kultur II: Vielfalt der Kultur unterstützen und stärken“ gefordert, gilt es den Sonderfonds zu diesem Zweck weiterzuentwickeln.


Ellen Ahbe, Geschäftsführerin des Bundesverbands Soziokultur, konkretisiert: „Wichtig ist nun die schnelle und vor allem unbürokratische Umsetzung des ‚Kulturfonds Energie‘. Im Vergleich zum Sonderfonds sollte das Antrags- und Nachweisverfahren stark vereinfacht werden, verbesserte Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung gewährleistet sein, sodass vor allem auch kleinere, ehrenamtlich geführte Einrichtungen eine realistische Chance bekommen, von der dringend notwendigen Entlastung profitieren zu können.“


Pandemiefolgen und Energiekrise bedrohen die Soziokultur existentiell
Wie eine Mitgliederbefragung des Bundesverbands Soziokultur gezeigt hat, sind die soziokulturellen Zentren und Initiativen massiv von den sich überlagernden Auswirkungen der Pandemie und Energiekrise betroffen. Der Rücklauf der 660 Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbandes spiegelt nicht nur die derzeitige Überlastung, sondern auch eine große Unsicherheit und Existenzängste wider.


Die Umfrage belegt, dass fast 70 Prozent der soziokulturellen Zentren mit Gas heizen, ca. 4 Prozent mit Öl und 18 Prozent mit Fernwärme. Betroffen sind damit im Grunde alle soziokulturellen Zentren. Die Einrichtungen erwirtschafteten vor der Pandemie im bundesweiten Durchschnitt fast 50 Prozent ihrer Einnahmen selbst. Die anderen 50 Prozent stammten aus Fördergeldern der Kommunen, Länder, des Bundes und anderen Fördermittelgebern. Die Eigenerwirtschaftungsquote, die sich vor allem aus Eintrittsgeldern, Vermietungen und Einnahmen durch die Gastronomie errechnet, ist durch die Pandemie extrem gesunken. Gleichzeitig steigen die Kosten für Energie. Damit ist die Abhängigkeit von öffentlichen Mitteln höher denn je und existentiell.


Transparente Kommunikation in Zeiten großer Unsicherheit
Bei den institutionell durch Land oder Kommune geförderten Einrichtungen herrscht eine große Unsicherheit, ob die Zusatzbelastung durch gestiegene Energiepreise abgefedert werden kann: Fast 75 Prozent haben dazu noch keine Informationen erhalten. Bei den Einrichtungen, die Projektförderungen erhalten, wissen jedoch bereits rund die Hälfte, dass diese auf die Kostensteigerungen nicht reagieren können. Gerade in dieser Zeit ist trotz großer Unsicherheit eine transparente und rechtzeitige Kommunikation wichtiger denn je.


Nach ihren Erwartungen gefragt, was die Energiekrise im Herbst und Winter für Auswirkungen auf die eigene Arbeit haben wird, antworteten die soziokulturellen Einrichtungen wie folgt: Mehr als 85 Prozent rechnen damit, einige Räume weniger oder gar nicht mehr zu beheizen. 42 Prozent gegen davon aus, weniger Veranstaltungen durchführen zu können. 32 Prozent sorgen sich um Schäden am Gebäude, vor allem bei den für die Soziokultur typischen denkmalgeschützten Häusern. 26 Prozent rechnen damit, Mitarbeiter*innen erneut überwiegend ins Homeoffice schicken zu müssen, 24 Prozent erwarten restriktive Vorgaben durch die Kommunen, 16 Prozent befürchten die Schließung von einzelnen Bereichen der Einrichtungen und 11 Prozent sehen sogar sorgenvoll einer Schließung der gesamten Einrichtung entgegen.


Energiesparmaßnahmen sind eingeleitet
Fast die Hälfte alle befragten soziokulturellen Zentren hatten bereits im August Energiesparmaß-nahmen eingeleitet bzw. Pläne für den Herbst und Winter ausgearbeitet. Diese Maßnahmen betreffen einerseits den Gebäudebereich, wie das Überprüfen und Einstellen von Heizung und Warmwasser, das Einschalten der Nachtabsenkung, aber auch die Vermittlung von Sensibilisierungsmaßnahmen an das Team.


Andererseits werden viele Investitionsmaßnahmen genannt, wie das Umrüsten der Beleuchtung auf LED, die Erneuerung und Verbesserung der Dämmung und die Investition in erneuerbare Energien. Wie bereits die Umfrage des Bundesverbands Soziokultur „Das braucht’s!“ zum Thema nachhaltige Entwicklung in der Soziokultur gezeigt hat: Wenn die Soziokultur selbst Eigentümerin des Gebäudes ist, tut sie das ihr Mögliche, um eine nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten. Dennoch fehlen hier nach wie vor die Investitionsmittel.


Die Soziokultur braucht neben einem Sofortprogramm Mittel für nachhaltige Investitionen
Es ist also wenig überraschend, dass sich, nach konkreten Hilfsmaßnahmen gefragt, mehr als 75 Prozent der Einrichtungen ein Sofortprogramm zum Auffangen der Energiekosten wünschen. Der Bundesverband Soziokultur schätzt ein, dass 30 Millionen Euro bundesweit dafür bereitgestellt werden müssten. 65 Prozent der befragten Einrichtungen sehen einen hohen Bedarf an nachhaltigen Investitionen für die Energiesanierung. Der Bundesverband empfiehlt hierfür ein mehrjähriges Förderprogramm.


Gleichzeitig plant die Soziokultur eigene Unterstützungsangebote wie etwa die Einrichtung von Wärmestuben und Suppenküchen. Die Isolation der Pandemie soll sich nicht wiederholen. Ein Zitat aus der Umfrage zeigt die Haltung der Soziokultur trotz großer Belastung: „Es geht ja nicht nur um die Einrichtung, sondern auch um die Menschen, die bei uns im Quartier leben. Sie werden noch mehr ums Überleben kämpfen müssen. Darauf sollten wir alle auch reagieren.“

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Der Fonds Soziokultur veröffentlicht die Evaluationsergebnisse seiner ersten Förderprogramme 2020–2021 im Rahmen des Rettungs- und Zukunftspakets NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Die durch das Institut für Kulturpolitik (IfK) der Kulturpolitischen Gesellschaft durchgeführte Evaluation analysiert die Umsetzung des Sonderprogramms durch den Fonds Soziokultur während der Pandemiejahre 2020/21, clustert Zukunftsthemen der Soziokultur und gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Förderpraxis des Fonds Soziokultur. 

Die Broschüre ist online frei verfügbar und kann ab November kostenlos als Printversion bestellt werden:

https://www.fonds-soziokultur.de/publikationen/evaluation-neustart-kultur-2020-21.html

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Vor 30 Jahren gründeten Künstler:innen und Kulturakteur:innen das Künstlerhaus Bremen als Ort für die Produktion, Präsentation und Diskussion von zeitgenössischer Kunst in Bremen. Im Fokus stand die Idee eines Ortes für bildende Kunst und Austausch in zentraler Lage – mit Ateliers, Galerie, Gastatelier, Werkstätten, Betrieben, Verbänden und Restaurant.


Im Rahmen des diesjährigen 30-jährigen Jubiläums setzen sich Künstler:innen aus dem Künstlerhaus Bremen mit dem Archiv und der Vergangenheit des Hauses auseinander. In künstlerischen Formaten gehen sie Fragen zum Ort, seiner Geschichte und den politischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Prozessen nach.

Als Auftakt gewähren die Künstler Hannes Middelberg, Norman Neumann und Henrik Nieratschker im Rahmen der Lange Nacht der Bremer Museen einen Einblickin ihren Arbeitsprozess. In ihrer Auseinandersetzung verwenden Sie die im Archiv schlummernde, in fotografischen und auditiven Dokumenten festgehaltene Vereinsgeschichte und formen sie zu einer Installation aus projizierten Bildern und Sound im Raum.

Programm zu 30 Jahre Künstlerhaus Bremen

Samstag, 18. Juni 2022 18 – 1 Uhr [Lange Nacht der Museen]

30 Jahre Künstlerhaus Bremen – Klang.Bild.Archiv mit Hannes Middelberg, Norman Neumann, Henrik Nieratschker

Freitag, 8. Juli, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung: The Palliative Turn (Gruppenausstellung, 09.07.–03.10.2022)

Samstag, 3. September
Jubiläumsfest

Samstag, 17. September & Sonntag, 18. September
Offene Ateliers Neustadt

Freitag, 14. Oktober
Ausstellungseröffnung: 30 Jahre Künstlerhaus Bremen – künstlerische Auseinandersetzungen mit der Geschichte und dem Archiv des Künstlerhauses Bremen

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Das Kulturbüro Bremen Nord ergreift die nächsten Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Derzeit wird für das Gustav-Heinemann-Bürgerhaus und den Kulturbahnhof Vegesack (kuba) der Gasverbrauch um rund 30% gesenkt und die Heizanlage dauerhaft in den Energiesparmodus gestellt. Damit greift das Kulturbüro zu nachweislich wirkungsvollen Mitteln, um einen Teil zur Ressourcenschonung und damit zum Klimaschutz beizutragen.


„Das ist nicht immer einfach, vor allem wenn es um Beleuchtung und Veranstaltungstechnik für unsere Events geht. Aber gerade deswegen ist unser Ansporn umso größer da am Ball zu bleiben und Schritt für Schritt unsere Energieeffizienz zu verbessern“, sagt Malte Prieser, Programmatischer Geschäftsführer des Kulturbüros.
„Neben den energiesparenden Maßnahmen, wie Heizung und Warmwasser runterdrehen, haben wir bereits die Leuchtmittel im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus auf LED umgestellt und werden in den nächsten Wochen im Alten Packhaus mit dem KITO und dem Overbeck-Museum und im Kulturbahnhof die Umrüstung auf LED fortsetzen“, ergänzt Holger Wenke, Kaufmännischer Geschäftsführer des Kulturbüros.


Die Umstellung auf energieeffiziente LED-Leuchtmittel in den vier Einrichtungen der Kulturbüro-Bremen-Nord gGmbH ist durch die Förderung des Senators für Kultur mit Mitteln aus dem Handlungsfeld Klimaschutz ermöglicht worden.


Die nächsten wegweisenden Konzepte für zukunftsfähige Energiegewinnung/-versorgung liegen bereits seit Mitte 2021 vor: Gemeinsam mit einem lokalen Projektierer für nachhaltige Energiegewinnung wurde die Planung für zwei Photovoltaik-Anlagen mit entsprechenden Speichervolumen entwickelt, die auf den Dächern des Bürgerhauses und des Kulturbahnhofs installiert werden sollen. Seitdem wird auf ein positives Signal zur finanziellen Förderung aus der Politik gewartet, um das Projekt umsetzen und so den aktiven Klimaschutz im Kulturbüro Bremen Nord und im Land Bremen weiter voranbringen zu können.

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Stellungnahme der Gröpelinger Bildungslandschaft zur Einstellung des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

Sprache ist in der heutigen Wissensgesellschaft ein wichtiger Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe – sie ist der Schlüssel zur Welt.

Der Gröpelinger Bildungsverbund ist bestürzt über das vom Bundesfamilienministerium beschlossene Auslaufen des Bundesprogramms „Sprach-Kita. Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“.

Gröpelingen ist der Stadtteil mit der höchsten Quote von Kindern mit Sprachförderbedarf (68,9 % in 2019) in Bremen. Der Anteil wird von Jahr zu Jahr größer. Die langen Zeiten der Kita-Schließungen, Notbetreuung und Isolation während der Corona-Pandemie verschärfen die Situation zusätzlich; die Folgen für die sprachliche Entwicklung der Jüngsten werden gerade erst sichtbar.

Im Einwanderungs- und Ankommensstadtteil Gröpelingen müssen viele Menschen zunächst sprachliche, soziale, mentale Barrieren überwinden, um am Bildungssystem teilhaben zu können. Andere Menschen hier werden aufgrund von Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen „sprachlos“. Die Heterogenität der Gröpelinger Bevölkerung erlaubt keine einheitliche Lösung für alle, sondern erfordert die Ausdifferenzierung von Angeboten, Zugängen und Konzepten. Die Arrival City ist in ständiger Veränderung, weswegen die Bildungsangebote permanent überprüft und reflektiert werden müssen.

Gerade hier wäre ein Aus der „Sprach-Kitas“ als zusätzliche inhaltliche und finanzielle Ressource ein extremer Verlust mit Folgen für die Bildung und Teilhabe der Menschen im Stadtteil. Wir Fachkräfte und Leitungen aus Gröpelingen befürchten, dass viele strukturelle Elemente und wertvolle Projekte der Sprachförderung in den Kitas wegfallen.

Die zusätzlichen Fachkräfte der „Sprach-Kitas“ haben eine Funktion, die die Pädagog:innen nicht eins-zu-eins ersetzen können. Sie sind die Kümmerer:innen und Stakeholder:innen für das Thema Sprachqualität in der frühen Bildung. Sie…

Das Bundesprogramm „Sprach-Kita“ ist strukturell und fachlich hervorragend aufgestellt. Es gibt wirksame Steuerungselemente. Dadurch hat sich ein Standard entwickelt, der gehalten werden muss – und angesichts der gestiegenen Herausforderungen durch neue Migration und die Pandemie sogar erhöht werden sollte.

Die Gröpelinger Bildungseinrichtungen fordern eine Weiterführung und Entfristung des Programms sowie eine Aufstockung. Wir unterstützen den Appell der Senatorin für Kinder und Bildung Sascha Karolin Aulepp an die Bundesregierung, die Entscheidung zu revidieren und begrüßen ausdrücklich ihren Vorstoß, die Kosten andernfalls als Land zu übernehmen.

Erst-Unterzeichner:innen