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Der Fonds Soziokultur veröffentlicht die Evaluationsergebnisse seiner ersten Förderprogramme 2020–2021 im Rahmen des Rettungs- und Zukunftspakets NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Die durch das Institut für Kulturpolitik (IfK) der Kulturpolitischen Gesellschaft durchgeführte Evaluation analysiert die Umsetzung des Sonderprogramms durch den Fonds Soziokultur während der Pandemiejahre 2020/21, clustert Zukunftsthemen der Soziokultur und gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Förderpraxis des Fonds Soziokultur. 

Die Broschüre ist online frei verfügbar und kann ab November kostenlos als Printversion bestellt werden:

https://www.fonds-soziokultur.de/publikationen/evaluation-neustart-kultur-2020-21.html

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Vor 30 Jahren gründeten Künstler:innen und Kulturakteur:innen das Künstlerhaus Bremen als Ort für die Produktion, Präsentation und Diskussion von zeitgenössischer Kunst in Bremen. Im Fokus stand die Idee eines Ortes für bildende Kunst und Austausch in zentraler Lage – mit Ateliers, Galerie, Gastatelier, Werkstätten, Betrieben, Verbänden und Restaurant.


Im Rahmen des diesjährigen 30-jährigen Jubiläums setzen sich Künstler:innen aus dem Künstlerhaus Bremen mit dem Archiv und der Vergangenheit des Hauses auseinander. In künstlerischen Formaten gehen sie Fragen zum Ort, seiner Geschichte und den politischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Prozessen nach.

Als Auftakt gewähren die Künstler Hannes Middelberg, Norman Neumann und Henrik Nieratschker im Rahmen der Lange Nacht der Bremer Museen einen Einblickin ihren Arbeitsprozess. In ihrer Auseinandersetzung verwenden Sie die im Archiv schlummernde, in fotografischen und auditiven Dokumenten festgehaltene Vereinsgeschichte und formen sie zu einer Installation aus projizierten Bildern und Sound im Raum.

Programm zu 30 Jahre Künstlerhaus Bremen

Samstag, 18. Juni 2022 18 – 1 Uhr [Lange Nacht der Museen]

30 Jahre Künstlerhaus Bremen – Klang.Bild.Archiv mit Hannes Middelberg, Norman Neumann, Henrik Nieratschker

Freitag, 8. Juli, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung: The Palliative Turn (Gruppenausstellung, 09.07.–03.10.2022)

Samstag, 3. September
Jubiläumsfest

Samstag, 17. September & Sonntag, 18. September
Offene Ateliers Neustadt

Freitag, 14. Oktober
Ausstellungseröffnung: 30 Jahre Künstlerhaus Bremen – künstlerische Auseinandersetzungen mit der Geschichte und dem Archiv des Künstlerhauses Bremen

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Das Kulturbüro Bremen Nord ergreift die nächsten Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Derzeit wird für das Gustav-Heinemann-Bürgerhaus und den Kulturbahnhof Vegesack (kuba) der Gasverbrauch um rund 30% gesenkt und die Heizanlage dauerhaft in den Energiesparmodus gestellt. Damit greift das Kulturbüro zu nachweislich wirkungsvollen Mitteln, um einen Teil zur Ressourcenschonung und damit zum Klimaschutz beizutragen.


„Das ist nicht immer einfach, vor allem wenn es um Beleuchtung und Veranstaltungstechnik für unsere Events geht. Aber gerade deswegen ist unser Ansporn umso größer da am Ball zu bleiben und Schritt für Schritt unsere Energieeffizienz zu verbessern“, sagt Malte Prieser, Programmatischer Geschäftsführer des Kulturbüros.
„Neben den energiesparenden Maßnahmen, wie Heizung und Warmwasser runterdrehen, haben wir bereits die Leuchtmittel im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus auf LED umgestellt und werden in den nächsten Wochen im Alten Packhaus mit dem KITO und dem Overbeck-Museum und im Kulturbahnhof die Umrüstung auf LED fortsetzen“, ergänzt Holger Wenke, Kaufmännischer Geschäftsführer des Kulturbüros.


Die Umstellung auf energieeffiziente LED-Leuchtmittel in den vier Einrichtungen der Kulturbüro-Bremen-Nord gGmbH ist durch die Förderung des Senators für Kultur mit Mitteln aus dem Handlungsfeld Klimaschutz ermöglicht worden.


Die nächsten wegweisenden Konzepte für zukunftsfähige Energiegewinnung/-versorgung liegen bereits seit Mitte 2021 vor: Gemeinsam mit einem lokalen Projektierer für nachhaltige Energiegewinnung wurde die Planung für zwei Photovoltaik-Anlagen mit entsprechenden Speichervolumen entwickelt, die auf den Dächern des Bürgerhauses und des Kulturbahnhofs installiert werden sollen. Seitdem wird auf ein positives Signal zur finanziellen Förderung aus der Politik gewartet, um das Projekt umsetzen und so den aktiven Klimaschutz im Kulturbüro Bremen Nord und im Land Bremen weiter voranbringen zu können.

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Stellungnahme der Gröpelinger Bildungslandschaft zur Einstellung des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

Sprache ist in der heutigen Wissensgesellschaft ein wichtiger Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe – sie ist der Schlüssel zur Welt.

Der Gröpelinger Bildungsverbund ist bestürzt über das vom Bundesfamilienministerium beschlossene Auslaufen des Bundesprogramms „Sprach-Kita. Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“.

Gröpelingen ist der Stadtteil mit der höchsten Quote von Kindern mit Sprachförderbedarf (68,9 % in 2019) in Bremen. Der Anteil wird von Jahr zu Jahr größer. Die langen Zeiten der Kita-Schließungen, Notbetreuung und Isolation während der Corona-Pandemie verschärfen die Situation zusätzlich; die Folgen für die sprachliche Entwicklung der Jüngsten werden gerade erst sichtbar.

Im Einwanderungs- und Ankommensstadtteil Gröpelingen müssen viele Menschen zunächst sprachliche, soziale, mentale Barrieren überwinden, um am Bildungssystem teilhaben zu können. Andere Menschen hier werden aufgrund von Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen „sprachlos“. Die Heterogenität der Gröpelinger Bevölkerung erlaubt keine einheitliche Lösung für alle, sondern erfordert die Ausdifferenzierung von Angeboten, Zugängen und Konzepten. Die Arrival City ist in ständiger Veränderung, weswegen die Bildungsangebote permanent überprüft und reflektiert werden müssen.

Gerade hier wäre ein Aus der „Sprach-Kitas“ als zusätzliche inhaltliche und finanzielle Ressource ein extremer Verlust mit Folgen für die Bildung und Teilhabe der Menschen im Stadtteil. Wir Fachkräfte und Leitungen aus Gröpelingen befürchten, dass viele strukturelle Elemente und wertvolle Projekte der Sprachförderung in den Kitas wegfallen.

Die zusätzlichen Fachkräfte der „Sprach-Kitas“ haben eine Funktion, die die Pädagog:innen nicht eins-zu-eins ersetzen können. Sie sind die Kümmerer:innen und Stakeholder:innen für das Thema Sprachqualität in der frühen Bildung. Sie…

Das Bundesprogramm „Sprach-Kita“ ist strukturell und fachlich hervorragend aufgestellt. Es gibt wirksame Steuerungselemente. Dadurch hat sich ein Standard entwickelt, der gehalten werden muss – und angesichts der gestiegenen Herausforderungen durch neue Migration und die Pandemie sogar erhöht werden sollte.

Die Gröpelinger Bildungseinrichtungen fordern eine Weiterführung und Entfristung des Programms sowie eine Aufstockung. Wir unterstützen den Appell der Senatorin für Kinder und Bildung Sascha Karolin Aulepp an die Bundesregierung, die Entscheidung zu revidieren und begrüßen ausdrücklich ihren Vorstoß, die Kosten andernfalls als Land zu übernehmen.

Erst-Unterzeichner:innen

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Bundesverband Soziokultur stärkt 1737 Projekte mit 73,2 Millionen Euro für Pandemiebewältigung und Zukunftssicherung

Der Bundesverband Soziokultur unterstützt nach Abschluss der Antragsprüfung von NEUSTART KULTUR 1737 Kulturprojekte mit 73,2 Millionen Euro. 784 Projekte erhalten eine Förderung in Höhe von 39,7 Millionen Euro für investive Maßnahmen. Für eine pandemiegerechte und zukunftsweisende Programmarbeit gehen an 953 Projekte 33,5 Millionen Euro. Weitere Zahlen und Informationen zu NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur unter soziokultur.neustartkultur.de

Der Bundesverband Soziokultur hat 2020 und 2021 zwei Ausschreibungen für NEUSTART KULTUR durchgeführt. Die Antragsprüfung der zweiten Ausschreibung ist seit Juli 2022 abgeschlossen. Damit befinden sich alle geförderten Projekte in der Durchführung beziehungsweise Abrechnung.

Georg Halupczok, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Soziokultur: „NEUSTART KULTUR hat in den letzten zwei Jahren Großes für den Erhalt der Kultur geleistet. So auch für die stark vom Ehrenamt geprägte Soziokultur, die durch die Pandemie besonders belastet und gefährdet war – und es noch immer ist. Die bereitgestellten investiven Mittel sind in soziokulturellen Zentren mit ihren besonderen baulichen Herausforderungen genauso bedeutsam wie die Sicherung der Programmarbeit, nicht zuletzt um die Eigenerwirtschaftung zu stabilisieren.“

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) stellt für das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Umgesetzt wird das Förderprogramm von rund 40 Kulturverbänden, -fonds und weiteren Organisationen in 74 spartenspezifischen Einzelprogrammen.

Der Bundesverband Soziokultur führt für den Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“ und den Programmteil „Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und Nothilfen“ zwei Förderungen durch: In NEUSTART KULTUR – Zentren werden soziokulturelle Zentren, Kulturzentren und Literaturhäuser bei pandemiebedingten Umbau-, Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen unterstützt. NEUSTART KULTUR – Programm richtet sich an soziokulturelle Zentren, Kulturzentren und Initiativen, um die Programmarbeit während der Pandemie aufrechtzuerhalten und die Resilienz gegenüber Pandemien zu stärken.

Beispiele für geförderte Projekte sind in Wort, Bild, Film und Ton auf Instagram, Facebook und im Blog zu finden.

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© Cindy Schmid / Ute Fürstenberg

Die Soziokultur ist bereit für den nachhaltigen Wandel. Um ihr volles Aktivierungspotential in der Zivilgesellschaft entfalten zu können, braucht sie jedoch gezielte Förderung von Investitionen und personellen Kapazitäten sowie passgenaue Qualifikation und Beratung.

Alle zwei Jahre befragt der Bundesverband Soziokultur seine Mitgliedseinrichtungen zu Situation und Perspektiven der soziokulturellen Zentren und Initiativen in Deutschland. In diesem Jahr widmet sich die Umfrage ausschließlich dem Thema Nachhaltigkeit. Ziel war es, neben einer Bestandsaufnahme Handlungs- und Unterstützungsbedarfe zu ermitteln.

Nachhaltigkeit gehört zum genetischen Code der Soziokultur. Sie hat mit ihrer 40-jährigen Erfahrung, Zivilgesellschaft auf kreative Weise zu aktivieren, ein immenses Potential, den Wandel hin zu einer Nachhaltigkeitskultur voranzutreiben und so mitzugestalten, dass möglichst viele mitgenommen werden. Gezielte Förderung von Personal, bedarfsgerechte Qualifizierungs- und Beratungsangebote sowie die Förderung von Investitionen in die energetische Sanierung von Gebäuden sind wichtige Hebel, um diese Entwicklung langfristig und flächendeckend zu unterstützen. So kann sich eine Eigendynamik entfalten.

Die Ergebnisse des statistischen Berichts „Das braucht’s. Nachhaltige Entwicklung in der Soziokultur 2022“ liefern hierzu Daten in grundlegenden Bereichen und bilden den Ausgangspunkt für weitere Nachhaltigkeitsaktivitäten im Verband und Forderungen an die Politik.

„Das braucht‘s!“ gibt einen Überblick darüber, in welchen Bereichen soziokulturelle Zentren und Initiativen bereits aktiv sind. In immer mehr Einrichtungen spielt Nachhaltigkeit als Schwerpunktthema in Programmen und Projekten eine Rolle. So ist etwa jede zweite Einrichtung in der Vermittlung von Nachhaltigkeitsthemen tätig, 60 bis 75 Prozent treffen mehrheitlich nachhaltige Konsumentscheidungen. Trotz der großen Belastungen in der Pandemie hat die Soziokultur das Thema Nachhaltigkeit nicht aus den Augen verloren.


Die Themen Energie und energetische Gebäudesanierung bilden einen besonderen Fokus des Berichts. Der Investitionsbedarf in der Soziokultur ist hoch: 56 Prozent der Gebäude haben ungedämmte Fassaden, knapp die Hälfte der Dächer ist ebenfalls nicht gedämmt. Gleichzeitig gibt es kaum investive Förderprogramme, die für die Soziokultur in Frage kommen, weil beispielsweise die Eigenbeteiligung extrem hoch angesetzt ist.


Wie Managementansätze in soziokulturellen Zentren verankert sind, fasst ein weiterer Schwerpunkt des Berichts zusammen und leitet daraus konkrete Handlungsbedarfe ab. Bereits ein Drittel der Einrichtungen hat einen Verantwortlichen benannt oder eine AG für Nachhaltigkeit gegründet – ein wichtiger Schritt für gezielte Veränderungsprozesse in den Organisationen.


Zum Abschluss werden konkrete Handlungsansätze für die soziokulturellen Einrichtungen, mögliche Verbandsaktivitäten zur Unterstützung und Forderungen an die Politik formuliert.

Pressemitteilung des Bundesverband Soziokultur, Berlin, 23.06.22

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Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Kulturstiftung des Bundes reflektiert Politik & Kultur, die Zeitung des Deutschen Kulturrates, die Geschichte der Kulturstiftung des Bundes im Dossier „On the Road – 20 Jahre Kulturstiftung des Bundes“.

Darin wird der Werdegang der Stiftung und ihre aktuellen Funktionen von unterschiedlichen Autor*innen aus den Bereichen Kultur, Politik und Gesellschaft detailliert dargestellt.

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Als Maßnahme zum Umgang mit den hohen Energiekosten erhalten Beschäftigte ab September eine einmalige Energiepreispauschale von 300 Euro. Sie wird durch den Arbeitgeber ausgezahlt. Das betrifft auch Vereine und gemeinnützige Einrichtungen, soweit sie lohnsteuerpflichtige Arbeitnehmer haben.

Die Pauschale erhalten alle einkommensteuerpflichtigen Beschäftigen und Selbstständigen.


Für Vereine sind nur die Abhängig-Beschäftigen relevant, die zum 1.9.2022 in einem Dienstverhältnis zum Verein stehen. Eine nachträgliche Auszahlung für beendete Anstellungsverhältnisse ist also nicht vorgesehen. Nach der Gesetzesregelung kommt es nicht darauf an, wie lange das Arbeitsverhältnis schon besteht.

Die Mitarbeiter müssen in die Lohnsteuerklassen 1 bis 5 eingruppiert sein und am 1. September 2022 in einem Beschäftigungsverhältnis stehen. Bei Lohnsteuerklasse 6 kommt eine Zahlung nicht in Frage, weil es sich hier um ein weiteres Beschäftigungsverhältnis handelt, die Pauschale dann also über das erste Arbeitsverhältnis abgerechnet wird.


Bei freien Mitarbeitern (Honorarkräften) wird die Pauschale mit den Einkommensteuervorauszahlungen verrechnet. Hier müssen lediglich in 2022 entsprechende Einkünfte vorliegen.

Weiter Informationen hier

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Die Plattform „Externe Lernangebote für Kita und Schule“ ist ein Service der Senatorin für Kinder und Bildung in Zusammenarbeit mit dem Magistrat Bremerhaven.


Sie richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus Kita und Schule und ermöglicht Einrichtungen und freischaffenden Akteur:innen der Kulturellen Bildung, der politischen Bildung, der MINT-Bildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ihre vielfältigen Bildungsangebote vorzustellen und zu bewerben.

Die Angebote werden auf einer Karte verortet und können über verschiedene Filterfunktionen angezeigt werden. Pädagogische Fachkräfte haben so die Möglichkeit, gezielt nach Angeboten zu suchen.

Die Plattform wird zum Schuljahr 2022/23 online sein.


Sie ersetzt zukünftig die InfoMail Kulturelle Bildung und den MINT-Newsletter. Beworben wird die Plattform auf itslearning und in der Presse.

Die Angebote können einmalige Termine oder langfristige Projekte sein.
Sie können an den externen Lernorten stattfinden oder direkt in der Schule oder der Kita.

Hier können Angebote für die Plattform veröffentlicht werden:


https://lernangebote-kita-schule.bremen.de/eingabe-14183

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Energie für Kultur: Unterstützung von Kultureinrichtungen bei Energiekosten


Deutscher Kulturrat fordert Bund, Länder und Kommunen zur Unterstützung auf

Berlin, den 24.06.2022.

Die steigenden Energiekosten belasten öffentliche und öffentlich-geförderte Kultureinrichtungen und -institutionen erheblich. Für das kommende Jahr sind beträchtliche Steigerungen an Kosten für Strom und Wärme zu erwarten, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Energiekosten auf dem Weltmarkt.

Öffentliche und öffentlich-geförderte Kultureinrichtungen und -institutionen sowie Einrichtungen der kulturellen Bildung haben in der Regel relativ feste Sachkostenetats, die den in den letzten Jahren üblichen, relativ niedrigen Energiekosten entsprechen. Zusätzlich zu den steigenden Energiekosten können durch coronabedingt eingebaute Lüftungsanlagen, damit die Betriebe Besucher und Besucherinnen zulassen können, weitere Kosten entstehen. Der im öffentlichen Kulturbetrieb bestehende Investitionsstau trägt dazu bei, dass viele Häuser nicht energieeffizient arbeiten können, wodurch die Kosten steigen. Weiter ist der Denkmalschutz zu berücksichtigen, der in historischen Gebäuden, die unter einem besonderen Schutz stehen, Baumaßnahmen zur Energieeffizienz erschwert.

Der Deutsche Kulturrat fordert daher Bund, Länder und Kommunen auf:

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, MdB hat gestern die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Deutlich erhöhte Energiekosten sind in der Zukunft zu erwarten. Öffentliche und öffentlich-geförderte Kultureinrichtungen und -institutionen haben in der Regel einen gedeckelten Sachkostenetat und können diese steigenden Energiekosten nicht aus ihren Etats erwirtschaften. Der Deutsche Kulturrat fordert deshalb Bund, Länder und Kommunen auf, die zusätzlich benötigten Mittel für Nebenkostenzahlungen den öffentlich-geförderte Kultureinrichtungen und -institutionen unbürokratisch zur Vefügung zu stellen.“