Nachhaltigkeit/Klimaschutz

Nachhaltigkeit/Klimaschutz ist ein zentrales Thema bei der Stadtkultur. Hierbei versuchen wir, vielfältige Prozesse für mehr Nachhaltigkeit  und kulturelle Modellprojekte für eine stadtgesellschaftliche Transformation anzustoßen und konkrete Informations- und Unterstützungsangebote für unsere Einrichtungen sowie anwendungsorientierte Lösungen zu entwickeln. Wie beispielsweise Workshops zur nachhaltigen und klimafreundlichen Transformation der Einrichtung und deren Verwaltung, Unterstützung der Einrichtungen bei der baulichen klimafreundlichen Transformation, Akquise von Finanzmitteln für die baulichen Transformationsprozesse der Einrichtungen.

Die Stadtkultur ist auch Gründungsmitglied der AG Nachhaltigkeit des Bundesverband Soziokultur. In der AG soll die Grundlage dafür geschaffen werden, dass der Bundesverband Soziokultur mit seinen Landesverbänden und ihren Mitgliedern sich systematisch nachhaltig ausrichtet und Veränderungsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit startet oder bestehende Prozesse systematisiert. Auf Landes- wie auch auf Bundesebene engagiert sich die Stadtkultur in weiteren Netzwerken und Arbeitsgruppen.

Im Juni 2024 hat die Stadtkultur die  Nachhaltigkeitsdeklaration für den Kulturbereich unterzeichnet.

Ab 2026 bekommt die Stadtkultur für vier Jahre eine Klimaschutzkoordination

Nach einer Bearbeitungszeit von drei Jahren wurde Ende Dezember 2025 die Beantragung einer Klimaschutzkoordination für die Stadtkultur im Rahmen des Förderprogramms Kommunalrichtlinie positiv beschieden. Die Förderung ermöglicht für einen Zeitraum von vier Jahren die Einrichtung einer Vollzeitstelle sowie zusätzliche Mittel für CO₂-Bilanzierungen und fachliche Prozessbegleitung. Ziel ist es, Klimaschutz in der Freien Kulturszene in Bremen systematisch zu verankern und weiterzuentwickeln.

Der Handlungsbedarf ist hoch. Denn trotz zahlreicher politischer Bekenntnisse steigen die globalen Treibhausgasemissionen weiterhin an, während ökologische Zerstörung und Ressourcenverbrauch zunehmen.

Klimaschutz ist daher auch im Kulturbereich keine optionale Zusatzaufgabe, sondern eine zentrale strukturelle Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit.

Neben der Reduktion eigener Emissionen geht es dabei auch um die Rolle von Kultureinrichtungen als Orte gesellschaftlicher Verständigung. Sie können Räume für Orientierung, Aushandlung und die Reflexion notwendiger Veränderungsprozesse bieten. Mit der Klimaschutzkoordination wird ein Pilotprojekt umgesetzt, das ökologische Verantwortung, organisatorische Praxis und kulturelle Arbeit zusammenführt. Ziel ist es, die Freie Kulturszene in Bremen zu stärken und übertragbare Ansätze für andere Kommunen und Bundesländer sichtbar zu machen.

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