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Statement des Fonds Soziokultur

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https://www.fonds-soziokultur.de/de

Unter dem Titel: „Kulturelle Teilhabe: Viel Engagement – weniger Geld“ veröffentlicht der Fonds Soziokultur ein Statement zu den Folgen der Kürzungen im Bereich der Förderung:

Kulturelle Teilhabe: Viel Engagement – weniger Geld

Starkes Potential in der Szene

In der ersten Sitzung im neuen Jahr konnte das Kuratorium des Fonds Soziokultur in der Allgemeinen Projektförderung und im Programm U25 insgesamt 102 Projekte für das erste Halbjahr 2026 im Gesamtvolumen von 1,5 Mio. Euro in Aussicht stellen. Den Fonds hatten insgesamt 685 Anträge im Antragsvolumen von rund 12 Mio. Euro erreicht, das waren über 150 Anträge mehr als im 1. Halbjahr 2025. Sie stehen für ein starkes Kulturengagement, die Vielfalt und gesellschaftliche Relevanz Kultureller Bildung und Teilhabe in ganz Deutschland.

Stabilisierungsprogramm muss entfallen – Nachwuchs im Aufwind

Dem großen Potenzial steht die Aussicht auf die geringere Förderung des Fonds Soziokultur durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, BKM, gegenüber. Die Förderung Kultureller Teilhabe über den Fonds Soziokultur kann in 2026 nun mit rund 3,6 Mio. Euro statt wie in 2025 mit 4,7 Mio. Euro rechnen. Damit bleibt der Fonds mit rund 1 Mio. Euro weniger hinter dem Vorjahr zurück – und dies bei einer Steigerung des Bundesetats für Kultur und Medien um rund zehn Prozent sowie einer Stabilisierung und teilweise Aufwüchsen der übrigen Bundeskulturfonds in Gesamtsumme.

Diese Kürzung hat konkrete Folgen für die Kulturarbeit: Das Programm Profil: Soziokultur kann im Jahr 2026 nicht ausgeschrieben werden. Damit entfällt ein wesentliches Instrument, um Stärkung und Stabilisierung in den Organisationen der Kulturellen Teilhabe voranzubringen. Das Programm diente der längerfristigen Verlässlichkeit, Menschen vielerorts mit Kultur einbinden zu können.

Erhalten bleiben drei Programme im Förderportfolio mit einem Sonderschwerpunkt „Nachwuchs“ 2026: Die Allgemeine Projektförderung als stärkste Säule, Cultural Bridge auf Grundlage bestehender bilateraler Vereinbarungen mit den Partnern aus dem Vereinigten Königreich und das Nachwuchsprogramm U25 – Richtung: Junge Kulturinitiativen. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien stellt dafür im Rahmen seiner Nachwuchsförderung zunächst einmalig 300.000 Euro Sondermittel für U25 zur Verfügung. Ein positives Signal für junge Ideen, das hoffentlich langfristig erhalten bleibt.

Der Fonds Soziokultur wird die Mittel verantwortungsvoll für die Kulturarbeit auch in entlegenen Orten in Deutschland einsetzen und dankt dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Bundespolitike:*innen für die grundsätzliche Unterstützung. Gleichzeitig trüben die Kürzungen des Gesamtetats und ihre absehbaren Folgen für die Szene die Perspektiven für 2026. Die Fördermittel erreichen tausende von Menschen jeden Alters, die sich für eine offene Gesellschaft und kulturelle Mitwirkung auch an Orten engagieren, die vom etablierten Kulturbetrieb nicht erreicht werden können.