Podiumsdiskussion zur Unteren Rathaushalle am 15.6.
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Info |
https://stadtkulturbremen.de/wp-content/uploads/2026/05/Einladung_Demokratie_Begegnung.pdf |
Die Bürgerinitiative Untere Rathaushalle veranstaltet am 15.06.2026 um 10:00 Uhr im Kapitelsaal des Doms, eine Podiumsveranstaltung zum Thema „Demokratie fehlt Begegnung und Räume“ zu der herzlich eingeladen wird.
Pressemitteilung der Bürgerinitiative Untere Rathaushalle: Wem gehört unser Rathaus?
Vortrag: Rainald Manthe: „Demokratie fehlt Begegnung“ – Über Alltagsorte des sozialen Zusammenhalts
Podiumsdiskussion: Untere Rathaushalle als Begegnungsort innerhalb des Weltkulturerbes
15.Juni 19.00 Uhr Dom Kapitelsaal, eine Veranstaltung der Bürgerinitiative Untere Rathaushalle
Zur Vorgeschichte: Seit Sommer 2023 ist bekannt, dass die Senatskanzlei plant, in der Unteren Rathaushalle ein UNESCO Welterbe Besucherzentrum einzurichten. Diese Pläne haben in Bremen große öffentliche Diskussionen ausgelöst. Viele Bürgerinnen und Bürger befürchten, dass die Halle dadurch nicht länger – wie von den Erbauern des Rathauses im Jahr 1405 eigentlich erdacht – für Veranstaltungen und Begegnungen genutzt werden kann. Eine Anfang 2024 gestartete Petition fand breite Unterstützung: Rund 3.000 Menschen sprachen sich für den Erhalt der Halle als offenen Ort für die Zivilgesellschaft aus.
Der Geschäftsführer des Projektbüros Innenstadt betonte in einem Interview mit dem Weser-Kurier die besondere Bedeutung der Halle als „Dritten Ort“ – als Raum für Begegnung, Austausch und Diskussion ohne Konsumzwang.
Der Beirat Mitte forderte in einem Beschluss vom 5. März 2024, das Konzept zu überarbeiten und den überwiegenden Erhalt der Halle als Ort für zivilgesellschaftliches Engagement und kulturelle Veranstaltungen sicherzustellen – etwa für Ausstellungen oder Kunsthandwerkermärkte.
Trotz zahlreicher Gespräche, öffentlicher Diskussionsrunden und der Vermittlung durch den Petitionsausschuss gibt es bislang keine verbindliche Zusage der Senatskanzlei, dass diese Nutzung in Zukunft erhalten bleibt. Von einem „3-Säulen-Modell“ ist die Rede, konkrete Aussagen fehlen jedoch. Vorschläge der Bürgerinitiative für eine räumliche Lösung, die sowohl ein Besucherzentrum als auch flexible Veranstaltungsnutzung ermöglicht, wurden bisher nicht ernsthaft geprüft.
In einer Beiratssitzung im April stellte die Senatskanzlei den aktuellen Stand des Grobkonzepts vor. Dabei wurde deutlich, dass Veranstaltungen der Zivilgesellschaft künftig nur noch eine untergeordnete Rolle spielen sollen.
Um über den gesellschaftlichen Wert der Halle als offenen Begegnungsort zu sprechen, lädt die Bürgerinitiative zu einer öffentlichen Veranstaltung ein – mit dem Ziel, dass Bürgerinnen und Bürger stärker an den Planungen beteiligt werden.
In einem Impulsvortrag spricht der Buchautor Rainald Manthe zum Thema seines Buches „Demokratie fehlt Begegnung“ über Alltagsorte des sozialen Zusammenhalts. Manthe war bis 2023 Programmbereichsleiter „Liberale Demokratie“ beim Berliner Think Tank Zentrum Liberale Moderne und schreibt regelmäßig über demokratische Entwicklungen, unter anderem für ZeitOnline, Focus und das Global Solutions Journal.
Anschließend diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der Kultur- und Kommunalpolitik, der Senatskanzlei sowie ein Mitglied der Bürgerinitiative über die Zukunft der Unteren Rathaushalle und ihre traditionsreiche Rolle als Ort der Begegnung und des Austauschs:
- Helga Trüpel, Vorstands-Mitglied der Deutschen UNESCO- Kulturkommission
- Anna Kreuzer, Beiratssprecherin Beirat Mitte, Stadtplanerin
- Astrid Vortkamp, Senatskanzlei Bremen, Projektleitung Welterbe- Besucherzentrum
- Ulrich Ruwe, Architekt, Mitglied der Bürgerinitiative Untere Rathaushalle
15. Juni 2026, 19:00 Uhr
Ort: Kapitelsaal, Domsheide 8
Impulsvortrag: Rainald Manthe
Moderation: Dr. Martin Busch, Journalist und SoziologeKontakt: Frauke Alber, keramik@frauke-alber.de 0421 4989367