Kultur-Länderkonferenz fordert: Kunst- und Kulturfreiheit bundesweit vor Spardruck schützen
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Kulturverbände der Länder wollen ihre Zusammenarbeit stärken, bedrohte Kulturlandschaften solidarisch unterstützen und den Schutz von Kulturgut ausbauen. Stadtkultur Bremen war bei den Beratungen in Berlin vertreten.
Wie lassen sich die Freiheit und Vielfalt von Kunst und Kultur angesichts wachsender finanzieller und politischer Herausforderungen sichern? Mit dieser Frage hat sich die Kultur-Länderkonferenz am 12. und 13. Oktober 2026 in Berlin beschäftigt. An den Beratungen nahm auch das Bremer Verbändetreffen (vertreten durch Dr. Thomas Hartmann) teil, in dem Stadtkultur Bremen die Interessen der freien und soziokulturellen Kulturinstitutionen vertritt.
Die Kultur-Länderkonferenz fordert Bund, Länder und Kommunen auf, die Freiheit und Vielfalt von Kunst und Kultur sowie deren notwendige Finanzierungsgrundlagen bundesweit vor Spardruck zu schützen. Darüber hinaus müssten Kunst- und Kulturfreiheit gesetzlich besser gegen künftige Bedrohungen abgesichert werden. Die gemeinsame Erklärung von Bund und Ländern vom 14. Oktober 2026 zur Verantwortung für Kunst und Kultur begrüßt die Konferenz ausdrücklich – nun müssten konkrete Maßnahmen folgen.
Solidarität über Ländergrenzen hinweg
Die Beratungen standen im Zeichen wachsender Herausforderungen: steigender Spardruck in den öffentlichen Haushalten, die Gefährdung von Kulturgut durch Kriege und Klimakrise sowie Bedrohungen der Kunst- und Kulturfreiheit durch Rechtsextremismus. Ziel war es, die kulturpolitischen Interessenvertretungen der Länder gemeinsam handlungsfähiger zu machen.
Die Kultur-Länderkonferenz verständigte sich darauf, ihre Zusammenarbeit fortzuführen und zu intensivieren. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau solidarischer Unterstützungsstrukturen für Kulturlandschaften, die besonders unter Druck geraten. Dabei wurde auch das neue Kulturbündnis Sachsen-Anhalt erstmals in den Austausch der Ländervertretungen einbezogen.
Deutlich wurde: Überregionale Zusammenarbeit stärkt die Kultur durch gegenseitigen Austausch, größere Sichtbarkeit, geteiltes Wissen und neue Impulse. Starke Kulturverbände, die unterschiedliche Bereiche der Kulturlandschaft miteinander verbinden, können dabei eine wichtige stabilisierende und gestaltende Rolle übernehmen.
Kulturgut schützen, Kulturfreiheit sichern
Ein weiteres Thema war der Schutz von Kulturgut. Gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat will sich die Kultur-Länderkonferenz künftig verstärkt für dessen Verbesserung einsetzen. Im Rahmen der Berliner Sitzung tauschten sich die Ländervertretungen dazu auch mit Gästen aus der Bundespolitik und dem Kulturbereich aus, darunter Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats.
Die Konferenz betont, dass eine vielfältige und offene Kulturlandschaft verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen braucht. Die Verantwortung dafür liegt bei Bund, Ländern und Kommunen. Zugleich ist auch die Kultur selbst gefragt, solidarische Kooperationen einzugehen und länderübergreifende Netzwerke zu stärken.
Gemeinsame Verantwortung für eine vielfältige Kulturlandschaft
Die Kultur-Länderkonferenz ist ein freier Zusammenschluss kulturpolitischer Dachverbände und Initiativen aus zwölf Bundesländern. Sie gibt den Kulturvertretungen der Länder eine gemeinsame Stimme, macht gemeinsame Herausforderungen sichtbar und setzt sich für die Stärkung einer vielfältigen und freien Kunst und Kultur ein.
Für Stadtkultur Bremen ist dieser Austausch ein wichtiger Bestandteil der kulturpolitischen Interessenvertretung: Die Herausforderungen der freien und soziokulturellen Kulturarbeit enden nicht an Landesgrenzen. Umso wichtiger sind starke Netzwerke, solidarische Unterstützung und gemeinsame Forderungen für den Schutz und die Zukunft einer vielfältigen Kulturlandschaft.