Ökologische Standards für Kultureinrichtungen
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Info |
https://soziokultur.de/praxisundqualifizierung/oekologische-standards/ |
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Link |
Anmeldung für das Webinar am 03.03.2026 10:00 - 11:00 Uhr: https://soziokultur.de/veranstaltung/oekologische-standards-einfuehrung-in-die-arbeit-mit-dem-excel-tool/ |
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Mit dem Abschluss des Projekts „Ökologische Standards für die Soziokultur“ zum 31.12.2025 steht soziokulturellen Einrichtungen und anderen Kultureinrichtungen bundesweit ein praxisbewährtes Instrument für ökologische Nachhaltigkeit in der Kulturarbeit zur Verfügung. Die bereits im Juli 2025 veröffentlichten Ökologischen Standards wurden vom Bundesverband Soziokultur entwickelt und mit soziokulturellen Einrichtungen erprobt. Sie liegen als Maßnahmenkatalog für ressourcenschonende Kulturarbeit vor und sind über ein Excel-Tool auf https://www.soziokultur.de für die systematische Selbsteinschätzung und schrittweise Umsetzung der Standards nutzbar. Gefördert wurde das Projekt durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Ziel des Projekts war die Entwicklung eines gemeinsamen Handlungsrahmens für ökologische Nachhaltigkeit in der Soziokultur. Entstanden ist ein einheitlicher Standard, der von kleinen wie großen Einrichtungen genutzt werden kann – unabhängig davon, ob sie hauptamtlich oder ehrenamtlich geführt sind und ob sie im städtischen oder ländlichen Raum arbeiten. Die Ökologischen Standards sind damit ein Instrument für unterschiedliche Organisationsformen und Arbeitsweisen.
Der Standard verknüpft konkrete Maßnahmen zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks mit Ansätzen zur strukturellen Verankerung von Nachhaltigkeit in Kulturbetrieben. Er integriert zentrale Anforderungen bestehender Leitlinien und Zertifizierungen, unter anderem des Blauen Engels für Veranstaltungen sowie des österreichischen Umweltzeichens für Kultureinrichtungen.
„Dank seines modularen Aufbaus und der drei Anforderungsstufen lässt sich der Standard flexibel an die jeweilige Situation anpassen. Von der Theaterproduktion bis zum Outdoorfestival deckt er unterschiedliche Praxisfelder ab. Damit ist er ein Angebot, das über die Soziokultur hinaus genutzt werden kann“, sagt Franziska Mohaupt, Projektleiterin beim Bundesverband Soziokultur.
Im Rahmen des Projekts entwickelte der Bundesverband Soziokultur zudem die Weiterbildung „Nachhaltigkeitsmanagement für Kulturschaffende“. Sie vermittelt fachliches Wissen sowie Prozesskompetenz und unterstützt Kultureinrichtungen dabei, konkrete Veränderungsprozesse anzustoßen. Die Weiterbildung wird derzeit mit Landesmitteln in Rheinland-Pfalz umgesetzt. Darüber hinaus nutzte der Bundesverband Soziokultur die Ökologischen Standards, um die eigene Umweltperformance zu überprüfen und Nachhaltigkeit systematisch in die eigenen Organisationsstrukturen zu integrieren.
Zentrale Erkenntnisse aus dem Projekt
- Orientierung für alle: Der Standard bündelt bekannte Leitlinien und Standards in einem handhabbaren Instrument.
- Wirtschaftlich sinnvoll: Der systematische Blick auf Prozesse macht Einsparpotenziale sichtbar.
- Praktisch umsetzbar: Der Ansatz der kleinen Schritte ermöglicht auch kleineren Einrichtungen wirksame Fortschritte.
- Strukturstärkend: Der Standard stärkt Prozesskompetenz und trägt zu einem insgesamt klareren Organisationshandeln bei.
Ausblick
Mit dem Projektabschluss beginnt die Phase der breiten Anwendung der Ökologischen Standards. Im Mittelpunkt stehen die Nutzung in den Einrichtungen sowie die Weiterentwicklung gemeinsam mit der Praxis. Durch seinen modularen Aufbau kann der Standard kontinuierlich fortgeschrieben werden. Geplant ist eine Erweiterung für den Festivalbereich sowie perspektivisch um Aspekte sozialer Nachhaltigkeit.
Zum Einstieg in die praktische Anwendung bietet der Bundesverband Soziokultur am Dienstag, 03.03.2026, von 10:00 bis 11:00 Uhr ein weiteres Webinar an. Anmeldung hier: https://soziokultur.de/veranstaltung/oekologische-standards-einfuehrung-in-die-arbeit-mit-dem-excel-tool/